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RA #15 Großprojekte – Wie man Großprojekte sinnvoll angeht.

Großprojekte

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Checkliste:
Großprojekte in der Technischen Dokumentation

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Tipp: Am besten einmal vor Projektstart durchgehen und dann während des Projekts als Leitfaden nutzen.

1. Einstieg & Projektverständnis

Ist klar definiert, warum es ein „Großprojekt“ ist (Komplexität, Umfang, Datenmenge)?
Sind typische Risiken/Engpässe benannt (Datenstände, Änderungen, Zugänge, Termine)?
Sind Erwartungen intern abgestimmt (Hersteller ↔ Redaktion ↔ Dienstleister)?

 

2. Vorbereitung auf Daten & Formate

Welche Daten kommen (CAD/3D, Bilder, Videos, Texte, HMI, bestehende Anleitungen)?
Sind die Formate, Versionen und Verantwortlichen je Datenart bekannt?
Sind Testdaten vorab angefordert und bereitgestellt (realistische „Last“)?
Wurde der komplette Workflow einmal durchgespielt (Import → Bearbeitung → Export → Layout)?
Sind Kontakte/E-Mail-Kommunikation verifiziert (inkl. Whitelist/Spam-Themen)?
Ist eine Austauschplattform festgelegt und getestet (Zugriffe, Rechte, Geschwindigkeit)?

 

3. CAD/3D-Check vor Projektstart

CAD/3D-Daten geöffnet: Struktur, Benennung, Baugruppenlogik verstanden?
Import/Export getestet (z. B. STEP/IGES/OBJ/FBX/SVG je nach Pipeline)?
Darstellungsqualität geprüft (Linien, Kanten, Kurven, Schraffuren, Maßhaltigkeit)?
Performance-Themen erkannt (Dateigröße, Laden, Navigation, Rendering)?

4. Erste Strukturierung der Anlage

Sind vorhandene Sicherheitsbereiche/Anlagenbereiche als erste Gliederung nutzbar?
Gibt es eine Übersicht (Anlagenlayout, Bereiche, Module) für Orientierung?
Ist eine klare Kapitel-/Dokustruktur als „Anker“ definiert (auch für spätere Änderungen)?

 

5. HMI als logischer nächster Schritt

HMI früh eingeplant (Umfang, Datenstände, Zuständigkeiten)?
Bedieneinheiten/Bedienelemente strukturiert (Menüs, Screens, Zustände, Meldungen)?
Ist die HMI-Gliederung robust genug für Änderungen (Versionierung, Nachträge)?
Sind HMI-Texte/Begriffe auf Konsistenz vorbereitet (Abgleich zur Anleitung)?

 

6. Projektorganisation & Transparenz

Projektordner sauber angelegt (Struktur, Naming, Rechte)?
Datenhistorie dokumentiert (Eingangsdatum, Version, Quelle, Freigabestatus)?
Nach jedem Meeting: Protokoll erstellt und an alle verteilt?
Aufgaben festgehalten (wer macht was bis wann)?
Änderungsmanagement definiert (Ansprechpartnerwechsel, neue Daten, neue Anforderungen)?
Onboarding vorbereitet (Zusammenfassungen, schnelle Übergabe möglich)?

 

7. Sprache & Terminologie

Wording für zentrale Bauteile/Funktionen abgestimmt (HMI ↔ Anleitung ↔ Zeichnungen)?
Synonyme/Varianten identifiziert und reduziert (ein Begriff = ein Ding)?
Glossar/Begriffsverzeichnis früh eingeplant?

8. Layout-Entscheidungen bei Großanlagen

Layout auf Nutzbarkeit optimiert (Lesbarkeit, Orientierung, klare Hierarchie)?
Genügend Platz für Bilder/Schritte eingeplant (Seitenanzahl zweitrangig)?
Wiederkehrende Elemente standardisiert (Warnhinweise, Tabellen, Bildlegenden)?

 

9. Bilder & visuelle Strategie

Fotos vs. 3D geklärt: Was ist realistisch und wirtschaftlich?
3D-Strategie definiert (Perspektiven, Schnitte, Detailgrade)?
Videos als Quelle eingeplant (filmen → Einzelbilder extrahieren)?
Bildmanagement steht (Ablage, Naming, Versionen, Wiederverwendung)?
Bildformate festgelegt (PNG/TIFF bevorzugt; JPEG nur wenn nötig)?
Kein Screenshot-Workflow als Standard vorgesehen?

 

10. Technische Vorbereitung & Tests

Skripte/Tools zum Aufräumen vorbereitet (z. B. viele Linien nach Kurven-Export)?
CAD/Text/Exportformate vorab getestet (unter realistischer Projektlast)?
Pipeline gemeinsam mit dem Kunden getestet (inkl. Rückspielwege und Freigaben)?

 

11. Kommunikation & IT-Basics

Erreichbarkeit aller Beteiligten geklärt (Vertretung/Eskalation/Reaktionszeiten)?
Whitelist/Firewall/Download-Beschränkungen geklärt?
Kollaborationstools festgelegt (z. B. Miro, Slack, OneNote – oder Kundenvorgaben)?

 

12. Datensicherheit

Vertraulichkeit/Regeln geklärt (was darf wohin, wer darf was sehen)?
Austauschplattform geprüft (Rechte, Logging, Vertrag/AVV falls nötig)?
Keine ungeprüften Cloudlösungen im Projekt genutzt?

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13. Internationale & kulturelle Aspekte

Zielland/Zielmärkte berücksichtigt (EU/US ggf. unterschiedliche Icons/Standards)?
Farben, Symbole, Menschenabbildungen geprüft (kulturelle Stolperfallen vermeiden)?
Falls Personen nötig: Mannequins/3D-Personen als neutrale Lösung eingeplant?

 

14. Geschwindigkeit & Effizienz

Workflow auf Tempo ausgelegt (Shortcuts, Batch-Prozesse, Automatisierung)?
Praxis-Tipp genutzt, wenn relevant: Word als HTML speichern → Bilderordner automatisch?
Bewusstsein da: Was bei kleinen Projekten geht, skaliert bei Großprojekten oft nicht?

 

15. Arbeiten mit 3D-Daten im Detail

Kameras/Ansichten sinnvoll benannt (nicht „Camera 1, 2, 3“)?
Komplexe Modelle ggf. aufgeteilt – inkl. Strategie für konsistente Änderungen?
Tool-Eignung geprüft (z. B. Blender bei sehr großen Datenmengen)?
Technische Darstellungen geplant (ISO-Ansichten, Schnitte, SVG-Export je nach Bedarf)?

 

16. Projekttagebuch & Fortschrittsübersicht

Projekttagebuch geführt (OneNote/Excel/Tool nach Wahl) – nachvollziehbar für Dritte?
Milestones für alle sichtbar (z. B. Miro-Board oder gemeinsames Tracking)?
„Vergessene Inhalte“ eingeplant (Glossar, Index, Abkürzungen, Anhänge)?

Hinweis: Diese Checkliste ist eine praxisorientierte Orientierung. Je nach Branche/Anlage können weitere Anforderungen hinzukommen (z. B. spezielle Normen, Betreiberpflichten, IT-Vorgaben).

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Fazit

Großprojekte in der Technischen Dokumentation sind besonders, weil sie komplexer sind, länger laufen und deutlich mehr Beteiligte zusammenbringen als kleinere Projekte. Genau darin liegt aber auch der Reiz: Man sieht unglaublich viel, lernt ständig dazu und bekommt tiefe Einblicke in Anlagen, Prozesse und Organisationen. Wenn Vorbereitung, Struktur und Zusammenarbeit stimmen, sind es oft genau diese Projekte, die am meisten fordern – und am meisten Spaß machen.

Falls Sie bei Ihrem Projekt jetzt Unterstützung brauchen oder eine Frage haben, melden Sie sich gerne direkt bei uns:

 

GFT Akademie GmbH

Telefon: +49 7836 9567-0

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