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Fragen und Antworten zur Technischen Dokumentation FAQ

Auf dieser Technischen Dokumentation FAQ Seite finden Sie unsere stetig wachsende FAQs zu Dokumentation und Übersetzung mit den häufig gestellten Fragen und Antworten.

Ziel dieser FAQ Seite ist es, fundiertes Wissen zu vermitteln und dadurch Kundennutzen zu schaffen. Gut fundiertes Wissen kann helfen, ein besseres Verständnis zu erlangen.

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Technische Dokumentation

Wir überprüfen Ihre Technische Dokumentation im Rahmen unseres Dokuchecks auf die Richtigkeit von Normen und Richtlinien. Sie erhalten in einem ausführlichen Bericht Informationen darüber, was wir in Ihrer Technischen Dokumentation an Unstimmigkeiten gefunden haben. Weiterhin fügen wir im Laufe des Dokuchecks Kommentare an kritischen Stellen in Ihren Dokumenten wie der Betriebsanleitung hinzu. Dadurch ist ein direktes Bearbeiten der Technischen Dokumentation anhand der Kommentare möglich.

Auch wenn eine US Betriebsanleitung klare Anweisungen zur richtigen Verwendung eines Produkts gibt, bedeutet dies nicht, dass man keine Warnungen aussprechen muss. Eine Warnung kann zudem erforderlich sein, um auf mögliche Gefahren bei Verwendung von Produkten hinzuweisen. Eine US Betriebsanleitung erklärt dem Verbraucher, wie er ein Produkt sicher verwenden muss. Warnungen weisen den Benutzer zusätzlich auf mögliche Gefahren eines Produkts hin. So muss ein Hersteller in Fällen warnen, wenn:

  • das Produkt gefährlich ist
  • dem Hersteller die Gefahr bekannt ist
  • bei normalem Gebrauch des Produkts Gefahr besteht
  • die Gefahr für den Benutzer nicht unmittelbar offensichtlich ist

In US-Betriebsanleitungen sollte man auf Schnittzeichnungen verzichten, da die Maschinenbenutzer nur selten ausgebildete Facharbeiter sind. Diese Abbildungen verstehen unerfahrenen Maschinenbedienern möglicherweise falsch, was zu Unfällen führen könnte.

Nein, das metrische System ist (alleine) in US Betriebsanleitungen nicht brauchbar. Alle Massen, Gewichte, Drücke etc. müssen in den gängigen Einheiten der USA (SAE) angegeben sein. In Europa wird das internationale Einheitensystem (SI) für physikalische Größen verwendet.

SI-Einheiten SAE-Einheiten
Meter Zoll (inch)
kg Pfund (pound)
bar Pfund pro Qaudratzoll (psi)

Das metrische System kann zwar mit in der US Betriebsanleitung dabeistehen, aber das angloamerikanische Maßsystem muss man verwenden.

Gründe für schlechte US Betriebsanleitungen im Maschinenbau können unzureichende Anweisungen oder Warnungen sein. Die meisten rechtlichen Ansprüche aus Produkthaftungsprozesse entstehen aufgrund von Instruktionsfehlern. Somit sind falsche oder fehlende Informationen in der Betriebsanleitung die häufigste Ursache. Daneben enthalten schlechte US Betriebsanleitung auch zu wenige Abbildungen oder diese sind unverständlich. Für die USA kommen häufig die falschen Piktogramme für Warnhinweise in der US Betriebsanleitung zum Einsatz.

Eine gute USA Betriebsanleitung muss alle Informationen enthalten, die der Benutzer braucht um das Produkt sicher und effizient zu verwenden. Weiterhin muss eine Anleitung auch die Informationen enthalten, die nicht offensichtlich sind. Die Abteilung der Technischen Dokumentation muss sich um eine gute Übersetzung kümmern. Eine schlechte Übersetzung führt zu Unverständlichkeiten, was wiederum zu teuren Prozessklagen aufgrund von Produkthaftung führen kann.

Am Anfang einer Betriebsanleitung für den US-Markt sollte eine Beschreibung dessen, was das Produkt tut und wie es funktioniert vorhanden sein. Daneben muss ebenfalls eine Abbildung aller wichtigen Teile mit deren Benennungen vorhanden sein. Die wichtigen Teile sind zu mindestens diese, welche später im Text der Betriebsanleitung irgendwo Erwähnung finden. Ist ein Teil des Produktes, welches im Text vorkommt, nicht in der Anleitung abgebildet, dann ist diese Betriebsanleitung fehlerhaft. Ob man zur Darstellung der Teile eine Explosionsdarstellung, Fotos oder andere Abbildungen verwendet, ist vom Einzelfall der Betriebsanleitung abhängig.

Eine gewählte Terminologie für eine Sache in der Betriebsanleitung muss man durchgängig anwenden. Eine Betriebsanleitung ist dazu da, wichtige Informationen und Warnungen vor Gefahren zu übermitteln. Wenn sich die Terminologie einer Sache ständig ändert, ist dies für den Leser der Betriebsanleitung verwirrend. Jedes Teil eines Produkt ist einmal zu benennen und der gewählte Ausdruck konsequent zu verwenden, da sonst Unklarheiten entstehen. Fehlende Klarheit in der Betriebsanleitung führt zu Risiken. Risiken führen zu Unfällen, was im US-Markt aufgrund von Haftung viel Geld kosten kann.

Die Zielgruppen einer Technischen Dokumentation tragen gewisse Merkmale. Aus diesen Merkmalen kann man den Informationsbedarf, das Anwenderverhalten und die sprachlichen und gestalterischen Anforderungen an die Technische Dokumentation ableiten. Typische Merkmale von den Zielgruppen sind unter anderem Sozio-demographische Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Bildung. Des weiteren gibt es noch verhaltensorientierte Merkmale wie die der Erstkäufer oder der Intensivnutzer. Zudem spielen auch die Psychologischen Merkmale (Motivation, Meinung, Wünsche) der Zielgruppe in der Technischen Dokumentation eine Rolle.

Die Zielgruppen in der Technischen Dokumentation sind vorwiegend die Anwender technischer Produkte. Aber auch die Servicetechniker oder Support-Mitarbeiter zählen zu der Zielgruppe der Technischen Dokumentation. Die Inhalte der Technischen Dokumentation müssen an die jeweiligen Zielgruppen und Ihre Bedürfnisse angepasst sein.

Die Unterschiede von einer internen und externen Technischen Dokumentation im Maschinenbau befassen sich mit der Herausgabe der Inhalte an Dritte. Die Interne Technische Dokumentation wie Risikobeurteilung, Konstruktionszeichnungen usw. verbleibt im Unternehmen. Externe Technische Dokumentation ist dafür vorgesehen, an Dritte Personen zu gehen. Dazu zählen unter anderem Schaltpläne oder die Betriebsanleitung.

Vermeiden Sie in der Technischen Dokumentation die Verwendung von Begriffen mit absoluter Bedeutung. Diese Begriffe können den Benutzer irreführen und sind zudem vor Gericht juristisch nicht haltbar. Dazu hier einige Beispiele für Begriffe, die man nicht in der Technischen Dokumentation verwenden sollte:

  • Narrensicher
  • unfallsicher
  • betriebssicher
  • wartungsfrei
  • ungefährlich

Setzen Sie stattdessen auf den Einsatz von Gebots- und Warnhinweisen bzw. informative Hinweise in Ihrer Technischen Dokumentation.

Eine Explosionsdarstellung in der Technischen Dokumentation dient dazu, die Einzelteile eines Gerätes oder einer Baugruppe darzustellen. Eine Explosionsdarstellung kommt in Betriebsanleitungen, Wartungshandbüchern und Ersatzteilkatalogen vor, um einen komplexen Gegenstand in seine Einzelteile zu zerlegen. In der Technischen Dokumentation ist es dank umfangreicher Software-Tools einfach eine Explosionsdarstellung zu erstellen.

Der Begriff „starr“ findet Anwendung in der Maschinenrichtlinie im Abschnitt 4.1.2.8.1 des Anhangs I. Damit möchte der Gesetzgeber definieren, dass für Maschinen, die feste Ladestellen anfahren, starre Führungen nötig sind. Hierdurch soll eine sichere Bewegung des Lastträgers zu den Ladestellen und sicherer Zugang zum Lastträger an den Ladestellen möglich sein.

Nein, dies ist rechtlich nicht möglich. Die Maschinenrichtlinie fordert, dass die Betriebsanleitung in der Amtssprache des Landes verfasst ist, in der das Produkt in Verkehr ging. Zudem muss die Betriebsanleitung im Original vorliegen oder als Übersetzung gemeinsam mit dem Original. Beide müssen entsprechend gekennzeichnet sein.

Weiterhin fordert auch das Produktsicherheitsgesetzt nach §3 Absatz 4 folgendes:

„Sind bei der Verwendung, Ergänzung oder Instandhaltung eines Produkts bestimmte Regeln zu beachten, um den Schutz von Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten, ist bei der Bereitstellung auf dem Markt hierfür eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache mitzuliefern, sofern in den Rechtsverordnungen nach § 8 keine anderen Regelungen vorgesehen sind.“

Eine Betriebsanleitung für eine Maschine darf im deutschen Markt also nicht nur in englischer Sprache vorliegen.

Alle wichtigen Angaben für den Notfall wie beispielsweise Feuerbekämpfungsmaßnahmen, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Fluchtwege, usw. sollten in die Betriebsanleitung einfließen. Eine gesetzliche Verpflichtung für eine Angabe in der Betriebsanleitung existiert zwar nicht, doch sind diese Informationen für den Anwender hilfreich. Zudem fordern vereinzelte Normen die Angaben für bestimmte Situationen. So fordert die EN 12100 für die Betriebsanleitung zum Beispiel die Angaben zur Art der zu verwendenden Feuerlöschausrüstung im Notfall. Ebenso Warnhinweise über mögliche Emission oder Leckage von schädlichen Stoffen und, falls möglich, Angaben über Mittel zur Bekämpfung derer Wirkungen.

Eine Maschine dürfen nur entsprechend eingewiesene, geschulte und autorisierte Personen bedienen. Wenn Personen mit unzureichender Personalqualifikation die Maschine bedienen, bestehen akute Gefahren für Mensch und Maschine. In der Betriebsanleitung für eine solche Maschine müssen deswegen genauere Angaben über das Personal stehen, welches die Maschine bedient.

Es ist sinnvoll in der Betriebsanleitung alle Arbeitsbereiche an einer Maschine zu beschreiben. Dazu gehören alle Bedienplätzen, die das Personal an der Maschine besetzen kann. Auch sollten in der Betriebsanleitung die Bedienungseinrichtungen wie Terminals oder Bildschirme beschrieben sein, die ein Benutzer der Maschine betätigen kann.

Eine Maschine darf keine Betriebsarten enthalten, die nicht den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Maschinenrichtlinie entsprechen. Sollte dies doch der Fall sein, so müssen diese Betriebsarten mit technischen Mitteln an allen Maschinen nicht benutzbar sein.

Ja; obwohl es für Aufzüge zugeschnittene Richtlinien wie bspw. die Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU gibt, können Aufzüge unter die Maschinenrichtlinie fallen. Die Maschinenrichtlinie hat sich zudem mit der überarbeiteten Version 2006/42/EG vermehrt mit Aufzügen beschäftigt. Seither fallen laut Artikel 24 alle Aufzüge mit einer Fahrgeschwindigkeit von mehr als 0,15 m/s auch unter die Maschinenrichtlinie.

Die Hersteller sollten mit ihrer Technischen Dokumentation den erlaubten Verwendungszweck zuerst so eng wie möglich eingrenzen. Formulierungen in der Betriebsanleitung wie „ausschließlich“ oder „nur“ in der bestimmungsgemäßen Verwendung sollen eine missbräuchliche Verwendung im Voraus ausschließen. Zusätzlich sollte man vor bereits bekannten Fehlanwendungen in der Technischen Dokumentation warnen.

Der Inhalt der bestimmungsgemäßen Verwendung in der Technischen Dokumentation enthält mehrere Angaben. Zum einem sind Angaben über den vorgesehenen Verwendungszweck des Produktes anzugeben. Weiterhin müssen Angaben über die Grenzen der Verwendung mit in den Inhalt der Technischen Dokumentation. Dazu gehören zum Beispiel Belastbarkeit, max. Drehzahl rotierender Teile, usw. Ferner müssen Angaben über Einschränkungen der Verwendung, die aus Bezeichnung, Konstruktion und Funktion des Produktes nicht ersichtlich sind, enthalten sein. Dazu zählt unter anderem auch ein Verbot, das Produkt zu verändern, um andere Verwendungszwecke mit dem Produkt zu eröffnen. Vor einer vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlanwendung muss man ebenfalls in der Technischen Dokumentation warnen, wenn diese gefährlich ist. Ein Hinweis ist ebenfalls anzugeben auf die Verpflichtung, die Angaben zu Betrieb, Wartung und Instandhaltung in der Betriebsanleitung zu beachten.

Der Abschnitt der bestimmungsgemäßen Verwendung in der Technischen Dokumentation sollte klare, eindeutige Aussagen enthalten. Im Maschinenbau sind die Produkte oft für nur eine sehr genau definierte Anwendung gedacht. Vermeiden Sie daher Formulierungen wie „sollte nicht“ oder „nicht zu empfehlen“ in der Technischen Dokumentation. Derartige Aussagen lassen zudem großen Interpretationsspielraum zu. Die Grenzen der Anwendung sollten durch die bestimmungsgemäße Verwendung in der Technischen Dokumentation so genau wie möglich festgelegt werden.

Ein Kranseil ist ein Lastaufnahmemittel und muss eine Betriebsanleitung enthalten. In der Maschinenrichtlinie (MRL) gibt es entsprechend für Lastaufnahmemittel eine Sonderregelung. Diese sind zwar keine Maschinen im Sinne der MRL, fallen aber gleichwohl unter den Anwendungsbereich der MRL. Lastaufnahmemittel müssen daher den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entsprechen.

Für Lastaufnahmemittel wie bspw. ein Kranseil schreibt die MRL in Bezug auf eine Betriebsanleitung folgendes vor:

“4.4.1 Lastaufnahmemittel

Jedem Lastaufnahmemittel und jeder nur als Ganzes erhältlichen Gesamtheit von Lastaufnahmemitteln muss eine Betriebsanleitung beiliegen, die mindestens folgende Angaben enthält:
a) bestimmungsgemäße Verwendung;

b) Einsatzbeschränkungen (insbesondere bei Lastaufnahmemitteln wie Magnet- und Sauggreifern, die die Anforderungen der Nummer 4.1.2.6 Buchstabe e nicht vollständig erfüllen);

c) Montage-, Verwendungs- und Wartungshinweise;

d) für die statische Prüfung verwendeter Koeffizient.“

Das Sicherheitskapitel vieler Betriebsanleitungen ist überladen mit Sicherheitshinweisen. Ursachen sind dafür vorwiegend Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Zudem die Folgen einer falschen bzw. missverstandenen Risikobeurteilung oder das Normen und Richtlinien nicht richtig bekannt sind.

Um in einer Betriebsanleitung richtig zu warnen, sollte zuerst die Zielgruppe genauesten bekannt sein. Wer liest die Betriebsanleitung und nutzt das Produkt?  Diese Nutzer gilt es richtig anzuleiten und zu informieren. Zudem sollte man in der Betriebsanleitung erst dann warnen, wenn konstruktiv die Fehler nicht behebbar sind und durch Schutzmaßnahmen die Benutzer nicht aus dem Gefahrenbereich ausgeschlossen werden.

Viele Warnhinweise in einer Betriebsanleitung können die Anleitung sehr unübersichtlich machen. Wenn viele Sicherheitshinweise hintereinander angeordnet sind, lösen diese in der psychologischen Wahrnehmung des Benutzers die falsche Reaktion aus. Viele Sicherheitshinweise führen dann dazu, dass der Benutzer diese schnell überfliegt und nicht beachtet.

Da ein mit Warnhinweisen überlaufenes Sicherheitskapitel zu sehr ablenkt, sollte man nur vor den nötigsten Dingen in der Betriebsanleitung warnen. Offensichtliche Gefahren (Bsp. Ein Messer ist scharf) bedürfen keine Warnhinweise. Vor unerwarteten oder unsichtbaren Gefahren muss man warnen. So ist bspw. vor der Gefahr eines Klebstoffes zu warnen, der bei Berührung mit der menschlichen Haut so stark klebt, dass er nur noch operativ entfernbar ist.

Unter den Zulieferdokumente in der Technischen Dokumentation versteht man zum Beispiel:

  • Konformitätserklärungen
  • Betriebsanleitungen,
  • Zulieferer-, Bauteil- und Ersatzteillisten,
  • Schaltpläne,
  • ebenso wie Prüfnachweise

Die Zuliefererdokumente einer Technischen Dokumentation sollte man zudem frühzeitig einfordern.

In ein Sicherheitskapitel für Betriebsanleitungen gehören zum Beispiel nachfolgende Punkte:

  • Beschreibung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Maschine, Anlage oder Teilmaschine sowie des Gerätes
  • Warnhinweise in der Betriebsanleitung, Montageanleitung und Bedienungsanleitung bezüglich einer vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlanwendung der Maschine
  • Beschreibung der Nutzer, Einschränkungen, Gefahren für bestimmte Personengruppen
  • Allgemeine Gefahren, Warnhinweise, mögliche gesundheitliche Schäden, Schutzmaßnahmen beim Betrieb und während aller Lebensphasen der Maschine, Anlage, Teilmaschine und des Gerätes (z.B. Bohrmaschine, Kreissäge, Akkuschrauber)
  • Erklärung der grafischen Symbole für sicherheitsbezogenen Informationen an der Maschine und in der  Betriebsanleitung, Montageanleitung und Bedienungsanleitung

Der Anwender eines Produktes könnte etwas naheliegendes (gefährliches) tun, obwohl Sie Ihn nicht dazu angeleitet haben. Solche Handlungen müssen verboten werden, wenn dadurch eine Gefahr entstehen kann.

Bsp. Trommel des Kopierers nicht berühren! (Beim Öffnen zur Beseitigung eines Papierstaus)

Betriebsanleitungen zählen als Bestandteil eines Produktes. Für sie gelten die gleichen Maßstäbe für die Fehlerbeurteilung wie die eines Produktes. Anleitungen müssen also ebenfalls dem jeweils herrschenden Stand der Technik genügen, um Nutzer des Produktes nicht unverhältnismäßig zu gefährden.

In der Technischen Dokumentation verwendet man ein Glossar, um Begriffe und Definitionen zu sammeln und darzustellen. Ähnlich einem Wörterbuch können diese Begriffe in der Betriebsanleitung entsprechend gesucht und nachgeschlagen werden.

Die Betriebsanleitung einer Maschine muss einen Hinweis enthalten, dass man diese sorgfältig lesen und für späteres Nachschlagen aufbewahren muss.

Der Hersteller hat mit der Auslieferung der Maschine und der Betriebsanleitung an seinen Kunden bereits seine Pflichten als Inverkehrbringer erfüllt. Wird die Maschine von seinem Kunden weiterverkauft, ist dieser im rechtlichen Sinne ein „Bereitsteller auf dem Markt“. Der Hersteller der Maschine muss an die dritte Partei keine Betriebsanleitung aushändigen, weil er kein „Bereitsteller“, sondern nur „Inverkehrbringer“ ist.

Nein, selbst wenn der Kunde eines Herstellers in Kenntnis möglicher Folgen ausdrücklich auf die Beifügung einer Betriebsanleitung verzichtet. Dies hat keine Bedeutung für das Inverkehrbringungsrecht. Dies gilt zudem in gleicher Weise für das Produkthaftungsrecht. Auch hier können die Sorgfaltspflichten nicht durch vertragliche Gestaltung aufgehoben werden.

Die Instruktionspflicht im Maschinenbau bezieht sich auf alle zur Verfügung gestellten Informationen in der Betriebsanleitung. Das können unter anderem Sicherheits- und Warnhinweise, Handlungsbeschreibungen, Technische Daten usw. sein. Die Anforderungen an die Instruktionspflicht sind deutlich herabgesetzt, wenn die Bedienung der Maschine nur durch Fachpersonal stattfindet. Hinweis- und Warnpflichten hören in aller Regel dort auf, wo die Verwendung des Erzeugnisses, die zum Schaden führen kann, mit dem Produktzweck überhaupt nichts mehr zu tun hat.

Der Instandhaltungsplan in der Technischen Dokumentation ist eine Antwort auf Fragen, wann und was für Wartungsarbeiten zu tun sind. Darin sind alle Aktionen systematisch vorbereitet und festgelegt, die dafür erforderlich sind, um die Funktionsfähigkeit einer Produktionsmaschine zu gewährleisten.

Schwer verständliche Texte in Betriebsanleitungen kosten Geld und Zeit. Lange aufgeblähte Sätze sind vor allem in der Übersetzung ein Kostentreiber. Wenn man den Inhalt der Betriebsanleitung nicht versteht, entstehen dadurch viele zeitraubende Rückfragen. Auch ein immaterieller Schaden ist möglich. Kunden, die mit der Betriebsanleitung unzufrieden sind, schließen mit einem unverständlichen Text auch meistens mit dem Unternehmen ab.

Eine gute visuelle Gestaltung  in der Betriebsanleitung verbessert nicht einen unlogischen, schlecht strukturierten Text. Eher verstärkt sich der negative Eindruck. Die Gestaltung könnte Ordnung vorgaukeln und entsprechend gewisse Erwartungen wecken. Diese werden vom Text aber nicht eingelöst.

Um einen Text in einer Betriebsanleitung verständlich zu halten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Unter anderem kann man folgendes tun:

  • Unnötige Fremdwörter meiden (Bei geläufigen deutschen Begriffen lieber „beurteilen“ verwenden anstatt „evaluiren“)
  • Umgangssprachliche Firmenausdrücke ersetzen (Beispielsweise: Die „Dachbefestigungsschraube“ mit dem einfachen Begriff „Schraube“ ersetzen.)
  • Zusammengesetzte Hauptwörter sparen (Lange Zusammensetzungen wie bspw. Spritzgießprozessregelung vermeiden. Zusammensetzungen mit mehr als drei Gliedern mithilfe von Bindestrichen auftrennen. Zum Beispiel Spritzgießprozess-Regelung)

Der Hersteller der Maschine ist in der Regel nicht für die praktische Durchführung des Transports der Maschine verantwortlich. Dennoch muss er Sorge dafür tragen, dass die Maschine sicher transportierbar ist. Besondere Hinweise die beim Transport der Maschine zu beachten sind, müssen in der Betriebsanleitung angegeben werden.

Enthält die Betriebsanleitung Angaben zu der Verpackung einer Maschine, muss man diese Hinweise beachten. Das können Angaben zum sicheren Auspacken der Maschine sein. Ebenso kann erläutert sein, wie man die Maschine wieder verpacken muss.

Der Transport einer Maschine soll gefahrlos möglich sein. Daher muss sich der Hersteller während der Konstruktion bereits Gedanken machen, wie man die Maschine später transportiert. Auch in der Risikobeurteilung muss man diese Lebensphase betrachten. Alle Überlegungen und Ergebnisse sammelt man dann in der Betriebsanleitung und stellt diese so dem Leser zur Verfügung. Beispielsweise sollten in der Anleitung Angaben zum Schwerpunkt der Maschine oder besondere Angaben für den Transport mit einem Gabelstapler enthalten sein.

Nein, das Urheberrecht der Betriebsanleitung liegt beim Hersteller der Maschine. Dadurch darf der Betreiber einer Maschine die Betriebsanleitung des Herstellers nicht ohne seine Zustimmung überarbeiten, vervielfältigen oder übersetzen.

Für elektrische Baugruppen können wir eine Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitung erstellen. Dies ist jedoch abhängig von Ihrem Produkt. Unser Schwerpunkt liegt im erstellen von Gebrauchsanleitungen, Bedienungsanleitungen und Montageanleitungen für Maschinen- und Anlagenbauer.

Der Hersteller eines technischen Produktes hat eine Instruktionspflicht gegenüber dem Kunden, die er durch die Übergabe einer Gebrauchsanleitung erfüllt. Diese ist daher ein Bestandteil des Produkts (siehe Produktsicherheitsgesetz); Eine fehlerhafte, unvollständige oder unverständliche Gebrauchsanleitung ist ein Sachmangel. Diese kann, genauso wie ein Fehler am Produkt selbst, zu Nacherfüllung, Rücktritt vom Kaufvertrag oder Kaufpreisminderung führen. Im Rahmen der Produkthaftung kann eine fehlerhafte Gebrauchsanweisung bei Sach- oder Personenschäden zu einem erheblichen finanziellen Haftungsrisiko für den Inverkehrbringer des Produkts werden.

Das Fehlen der Anleitung stellt außerdem einen Verstoß gegen die CE-Kennzeichnung dar. Die CE-Kennzeichnung ist dadurch zu Unrecht erfolgt und kann zur Untersagung des weiteren Verkaufs des Produktes, Produktionsstillstand/Rückruf und Überprüfung aller Produkte durch die Marktüberwachung führen.

Meldet ein Wettbewerber der Marktaufsicht das Fehlen der Betriebsanleitung hat dies zudem schwere rechtliche Auswirkungen. Gerichtliche Verfahren wegen unlauterem Wettbewerb gegen den Produkthersteller sind dann möglich.

Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG besagt, dass eine Maschine bzw. Anlage nicht ohne Betriebsanleitung in Verkehr gebracht darf. Eine Nachreichung der Betriebsanleitung ist somit ausgeschlossen.

Hersteller müssen in der Betriebsanleitung laut Maschinenrichtlinie Angaben zu dem Geräuschemissionen ihrer Produkte machen. Dabei messt man die am Arbeitsplatz entstehenden Lärmpegel. Die Messung setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen, die auf den unterschiedliche Tätigkeiten bzw. Einwirkungen an der Maschine zurückzuführen sind. Aus den dabei für die einzelnen Tätigkeiten gegebenen Lärmbelastungen und deren Höhe erstellt man dann die Angaben in der Betriebsanleitung.

Zum einem den Emissionsschalldruckpegel sofern dieser über 70 dB(A) am Arbeitsplatz liegt. Zweitens die Angabe des Schallleistungspegel wenn dieser am Arbeitsplatz über 80 dB(A) beträgt. Überdies muss ab einem Wert von 130 dB am Arbeitsplatz noch der Spitzenschalldruckpegel angegeben werden.

Um die Möglichkeit von Unfällen zu vermindern und das Haftungsrisiko zu verringern. Die Veränderung, Umgehung oder Überbrückung von Schutzeinrichtungen findet sehr häufig statt. Durch die Dokumentation der Schutzeinrichtungen weiß der Leser, welche Schutzeinrichtungen wo verbaut und wie und wann diese auf Funktionalität zu überprüfen sind. Zudem macht eine Auflistung bzw. Darstellung der Schutzeinrichtungen eine Überprüfung erst möglich.

Der Hersteller muss aufgrund seiner Fabrikationspflicht den Nachweis erbringen, dass die Schutzeinrichtungen bei der Übergabe des Produktes in Ordnung waren. Dies wiederum wird durch Abnahmeprotokolle nach der Fertigung und bei der Aufstellung beim Kunden belegt. Ebenso beinhaltet eine lückenlose Dokumentation Checklisten oder Wartungsbücher mit den Terminen, wann die Einrichtungen durch wen zu prüfen sind.

Um die Details von Schaltplänen, etc. zu erkennen, sollten diese in den Anhängen der Betriebsanleitung abgebildet sein. Dort kann dann ggf. ein größeres Papierformat gewählt werden. Auf einem A4-Blatt kann unter Umstände nicht jedes Detail erkannt werden.

Hinter den Abkürzungen IQ, OC und PQ verbergen sich die Begriffe Installation Qualification (IQ), Operational Qualification (OQ) und Performance Qualification (PQ). Die passenden deutschen Begriffe dafür sind Installationsqualifizierung, Funktionsqualifizierung und Leistungsqualifizierung.

Diese Begriffe sind Teile der Qualitätssicherung von Maschinen und Geräten. Vorrangig für Maschinen in der industriellen Herstellung von behördlich kontrollierten Produkten wie zum Beispiel in der Medizintechnik.

Zur Installationsqualifizierung (Englisch: Installation Qualification -IQ) gehört u.a. der Vergleich der tatsächlich installierten Komponenten in Maschinen mit den geforderten Anforderungen. Weiterhin die Überprüfung des vollständigen Aufbaus und der Zusammenstellung der Dokumentationen. Die IQ überprüft, dass die Komponenten der Anlage entsprechend den Designspezifikationen installiert und alle für sich betrachtet funktionieren. Direkt nach Lieferung, Aufbau und Inbetriebnahme einer Anlage wendet man dieses Verfahren an. Das Ergebnis der Prüfung ist zu dokumentieren.

Funktionsqualifizierung (Englisch: Operational Qualification – OQ) umfasst die dokumentierte Überprüfung aller Komponenten und Module eines installierten Systems. Eine komplexe Anlage wird in sinnvolle prüffähige funktionale Schritte oder Gruppen aufgeteilt und einzeln sowie zusammenhängend getestet. Im Rahmen der Funktionsqualifizierung erfolgt die Überprüfung der Funktion des Systems.

Leistungsqualifizierung (Englisch: Performance Qualification – PQ) findet nach IQ und OQ statt. Dieses Verfahren dokumentiert, dass Geräte und Systeme im gesamten vorgesehenen Arbeitsbereich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte reproduzierbar arbeiten. Damit erbringt man den Beleg für die dauerhaft erwartete Leistung des Systems. Die Komponenten eines Systems sind dabei nicht alleine zu betrachten, sondern immer nur als Teil des Gesamtprozesses bzw. eines Teilprozesses. Durch eine entsprechende Anzahl von Wiederholungen ist ein repräsentativer Beweis erbracht, dass die Geräteanforderungen erfüllt und im späteren realen Betrieb erfüllt sind.

Der Versand von Produkte in Drittländer, also Länder außerhalb der Europäischen Union, unterliegt aus zollrechtlicher Hinsicht einigen Feinheiten. Die Erstellung einer Ausfuhranmeldung ab einem Sendungswert von 1.000 Euro gehört dazu. Dabei zählt der statistische Wert des Produktes und nicht der Rechnungsbetrag. Diese Ausfuhranmeldung muss seit Juli 2009 im Rahmen des elektronischen Verfahrens ATLAS-Ausfuhr abgegeben werden.

Dies ist der Wert der Sendung „frei deutsche Grenze“, dies bedeutet, dass beispielsweise bei der Lieferbedingung „Ab Werk“ bzw. „EXW“ die Frachtkosten bis zur deutschen Grenze anteilig zum Rechnungsbetrag zu addieren sind, um den statistischen Wert zu erhalten. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass sich im Falle kostenloser Ersatzsendungen, der statistische Wert an dem realen Wert der Sendung orientiert. So kann beispielsweise für die Lieferung eines kostenfreien Motors im Rahmen eines Garantiefalls eine Ausfuhranmeldung notwendig sein. Nämlich dann, wenn der statistische Wert bei über 1.000 Euro liegt (Wert des Motors zuzüglich der anteiligen Frachtkosten zur deutschen Grenze).

Das ATLAS Verfahren ist das IT-System des deutschen Zolls und bildet folglich die Abkürzung für den Ausdruck „Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System“.

Die ATLAS-Ausfuhranmeldung kann aus Sicht des ausführenden Unternehmens auf unterschiedliche Weise erstellt sein:

  • Im Rahmen einer vom Zoll zertifizierten, mit ATLAS verbundenen Software (zumeist kostenpflichtig) durch Mitarbeiter des Unternehmens.
  • In dem vom Zoll (kostenfrei und online) angebotenen Programm „Internetausfuhranmeldung Plus“ (IAA Plus) durch Mitarbeiter des Unternehmens
  • Durch einen Dienstleister (z.B. einen Spediteur oder eine Zollagentur)

Komplexe Maschinen sind so detailreich, dass Beschreibungen in Textform in der Betriebsanleitung sehr umfangreich und schwer verständlich ausfallen. Mithilfe von Abbildungen in Betriebsanleitungen reduziert sich der Informationsgehalt auf das Wesentliche. Abbildungen betonen überdies wichtige Inhalte und unterstützen den geschriebenen Text. Ein Bild vermittelt Informationen sprachneutral und ist international verständlich. Die Kosten für eine Übersetzung werden durch eine Abbildung ohne Text eingespart.

Der Nutzer muss durch die Beschreibung eines Produktes in der Lage sein, das Produkt entsprechend zu identifizieren. Dies ist möglich durch Angaben wie zum Beispiel:

  • Seriennummer, Modell, Produktkennzeichnungsnummer
  • Name zur Identifizierung des Anbieters
  • Name sowie Anschrift von Lieferanten
  • Abmessungen, Leistung, Energieverbrauch
  • Spannungen, Geräuschpegel, Elektromagnetische Verträglichkeit
  • Hinweise zum bestimmungsgemäßen Verbrauch

Ist eine Modifikation des Produktes nicht erlaubt, muss dies eindeutig in der Betriebsanleitung angegeben sein. Bei erlaubter Modifikation muss die Anleitung die erlaubten Modifikationen beschreiben. Ein sicherer Gebrauch muss weiterhin gewährleistet sein.

Betriebsanleitungen in elektronischer Form müssen wie gedruckte Anleitungen leicht verständlich sein und den Anforderungen aller Normen folgen. Wenn Gebrauchsanleitungen nur elektronisch zur Verfügung stehen, muss dies deutlich am Verkaufsort und auf der Verpackung angegeben werden. Herunterladbare Gebrauchsanleitungen müssen ohne Änderung der verwendeten Betriebssysteme lesbar sein. Genauso muss die notwendige Software zur Verfügung gestellt sein.

Die Technische Dokumentation einer Maschine muss sowohl vor Gebrauch als auch danach zugänglich sein. Daher muss auf die Bedeutung der Aufbewahrung einer Betriebsanleitung hingewiesen werden durch Aussagen wie z. B.:

WICHTIG!

VOR GEBRAUCH SORGFÄLTIG LESEN

BETRIEBSANLEITUNG FÜR SPÄTERES NACHSCHLAGEN AUFBEWAHREN!

Die Dokumentationsüberprüfung dient dazu zu überprüfen, ob die eigene Gebrauchsanleitung den üblichen Normen und Regeln unterliegt. Zum Beispiel ob die Betriebsanleitung der DIN EN 82079-1 oder für den amerikanischen Sektor der ANSI-Normen unterliegt. Ebenso überprüft unser Dokucheck,  ob das Dokument alle nötigen Produkthaftungskriterien erfüllt.

Die Betriebsanleitung muss laut der Maschinenrichtlinie in Ihrer Amtssprache verfasst sein. Verkauft man die Maschine ins europäische Ausland, muss die Betriebsanleitung entsprechend in der Amtssprache des Landes verfügbar sein.

 

Aus haftungsrechtlicher Sicht müssen Betriebsanleitungen verständlich geschrieben sein. Um die Anleitung verständlich schreiben zu können, sollte man dann auch die Personen kennen, welche das Produkt schlussendlich nutzen. Daher gibt es in Betriebsanleitungen also auch die Analyse der Zielgruppe des Produktes.

In der Betriebsanleitung müssen Angaben über Leistung und Verbrauch der Maschine wie Fassungsvermögen, Masse des Produktes, Nennleistung, etc. angegeben werden. Diese sollten dann übersichtlich dargestellt werden und sollten korrekt sein, um keine Probleme mit der Produkthaftung zu bekommen.

In der Betriebsanleitung werden Angaben über die Art und Häufigkeit von Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten, Material und Werkzeuge gemacht. Außerdem auch genügend detaillierte Beschreibungen zu den Tätigkeiten für die Instandhaltung und Reinigung des Produktes. Genauso zu beachten ist auch die Qualifikation des eingesetzten Personales. Informationen für geschultes und nicht geschultes Personal ist separat bereitzustellen. Die lokale Gesetzgebung und der lokale Arbeitsschutz wirken sich auch auf die jeweiligen Angaben aus.

Bei den Angaben zur Demontage ist darauf zu achten, dass diese nur erlaubt ist, wenn dies keine Gefährdung für Personen darstellt. Eine schlichte Angabe von „Demontieren Sie das Produkt in umgekehrter Weise, wie Sie es montiert haben“ ist nicht angemessen. Die EN 82079-1 fordert genaue Informationen und Warnhinweise über die Demontage eines Produktes.

Informationen in Hinsicht auf Recycling oder Entsorgung eines Produktes müssen auch in einer Betriebsanleitung wiedergegeben werden. Angaben zu einer sicheren und umweltgerechten Behandlung der Abfallprodukte sind ebenfalls zu machen.

Jedes Produkt ist für einen bestimmten Verwendungszweck geplant und hergestellt. Obwohl dieser Einsatzzweck logisch ersichtlich sein kann, ist jeder Produkthersteller verpflichtet den Käufer des Produktes von seiner bestimmungsgemäßen Verwendung zu informieren. Ebenso über möglichen Fehlgebrauch oder sogar Missbrauch ist in der Betriebsanleitung zu informieren. Diese Darstellung muss grundsätzlich vorhanden sein, damit die Produkthaftung erreicht ist und Gewährleistungs- oder Garantieansprüche greifen.

Die Maschinenrichtlinie besagt, dass bei wesentlichen Veränderungen auch alte Maschinen als neu betrachten zu sind. Durch Umbauten an einer Maschine durch eine Unternehmen wird die ursprüngliche Leistung, der Verwendungszweck oder die Bauart der Maschine wesentlich verändert. Dadurch ist die Maschine laut Maschinenrichtlinie als neu anzusehen. Die Maschine ist qausi erneut in Verkehr gebracht. Der aktuelle Betreiber erbt demzufolge auch allen einen Maschinen-Hersteller betreffenden Pflichten. Er muss eine EU-Konformitätserklärung erstellen, die CE-Kennzeichnung muss anbringen und er muss sicherstellen, dass eine Technische Dokumentation vorhanden ist.

Ja, inhaltlich gibt es mehrerer Punkte, die in einer Gebrauchsanleitung entsprechend aufgeführt sein sollten:

  • Bestimmungsgemäße Verwendung
  • Angaben zur gefahrlosen Durchführung von Transport, Installation, Inbetriebnahme und Verwendung sowie Rüsten, Instandhaltung, Montage und Demontage
  • Vom Bedienpersonal einzunehmende Arbeitsplätze
  • Erforderliche Einarbeitungshinweise
  • Angaben zu technischen Daten und Emissionen

Der Zeitpunkt des Inverkehrbringens eines Produktes spielt in der Produkthaftung eine große Rolle. Deswegen muss eine Gebrauchsanleitung mittels einer Gültigkeitsidentifikation gekennzeichnet sein. Ein Ausgabedatum, Revisionsindex oder sonstiger Code, der nachweist, wann die Gebrauchsanleitung ausgestellt ist.

Wenn die Software Teil einer Maschine bzw. Produktes ist, unterliegt diese rechtlich dem Produktsicherheitsrecht und muss in diesem Fall neben der Betriebsanleitung ebenfalls übersetzt werden.

Bei feuchten Umgebungseinflüssen kann Papier schnell Schaden nehmen oder die Schrift verläuft möglicherweise. Das Material der gedruckten Betriebsanleitung muss den Umgebungseinflüssen angepasst sein.

Aus der Zielgruppenanalyse ergibt sich, ob die Nutzer der Betriebsanleitung Kenntnisse von den eingesetzten Fachbegriffen haben. Besitzt diese keinerlei Wissen, so sind diese beim ersten Gebrauch und ggf. an weiteren Stellen ausführlich zu erklären. Ein Glossar am Ende des Betriebsanleitung, welches die Fachbegriffe enthält, ist ebenfalls sinnvoll.

Die Zielgruppe der privaten Endbenutzer an sich erfordern besondere Darstellungsweisen. Der Hersteller eines Produktes muss daher mit der Nutzung durch gefährdete Zielgruppe wie Kinder oder ältere Menschen rechnen. Über Risiken ist umfassend zu informieren und eine optimale Verständlichkeit der Anleitung ist für die Verringerung des Haftungsrisikos erforderlich.

Zuerst notiert man die Handlungsanweisungen stichwortartig und formuliert diese dann aus. Warnhinweise für Handlungsanweisungen sind vor der Handlung zu platzieren.

Handlungsanweisungen fordern den Benutzer zu einer Handlung auf und sind daher aktiv zu formulieren. Sie dienen dazu:

  • die Ausgangssituation einer Handlung zu schildern
  • das Ziel der Handlung nennen
  • falls notwendig einen konkreten Warnhinweis zu enthalten
  • in überschaubaren Schritten die auszuführende Handlung zu beschreiben
  • das Resultat der Handlung angeben

Um eine Betriebsanleitung übersichtlich zu gestalten, ist der Inhalt  durch Überschriften in verschiedenen Hierarchien zu wählen. Die Untergliederung dieser sollte jedoch maximal bis zur 3. Stufe reichen, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Einzelne wichtige Absätze können mithilfe einer Marginalienspalte hervorgehoben werden. Am Ende eines Kapitels kann eine Zusammenfassung für den Leser hilfreich sein.

Verzeichnisse für Inhalt, Fachwörter und Abkürzungen sind ebenfalls gute Orientierungshilfen.

Im Sinne des Produktsicherheitsrechts kann jede hergestellte fertige oder auch unfertige Sache zunächst ein Produkt am Markt sein. Ein Produkt am Markt ist, wenn Menschen diese in irgendeiner Art und Weise verwenden. Dazu zählen:

  • Gegenstände für den privaten Gebrauch
  • Technische Arbeitsmittel
  • Nahrungsmittel für Menschen und Tiere
  • Stoffe und sonstige Materialien

Ebenso spricht man im rechtlichen Sinne von der Erzeugung eines neuen Produktes, wenn verschiedene fertige und/oder unfertige Produkte zu einem neuen zusammengefügt oder ein bestehendes wesentlich verändert sein sollte.

Das kann durchaus sinnvoll sein. Mehrere Länder haben mehr als eine Amtssprache. Die Vereinigten Staaten benutzen zwar vorwiegend Englische Dokumente, haben aber keine einheitlich festgelegte Amtssprache. Bundesstaaten mit einem hohen lateinamerikanischen Bevölkerungsanteil verwenden zunehmend auch Spanisch als Amtssprache. Abhängig von der Branche kann auch eine andere Sprache zwingend vorgeschrieben werden. In New York müssen für die Baubranche die Betriebsanleitungen zwingend auf Spanisch ausgestellt sein, da überwiegend spanisch sprechende Personen im Baugewerbe tätig sind.

In den verschiedenen Teilen der USA herrschen starke Klimaschwankungen. Deshalb sind extrem heiße und kalte Temperaturen bei der Konstruktion zu berücksichtigen. So könnte beispielsweise durch Hitzeeinwirkung das Plastik von Elektroteilen schmelzen, die in Containern im Hafen von Texas lagern.

Der sogenannte „Stand der Technik“ ist einer der wichtigsten Technikklauseln für Maschinensicherheit, Produktsicherheit und Arbeitssicherheit. Der Begriff ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der in verschiedenen Rechtsgebieten Verwendung findet und auf die Entwicklung von Wissenschaft und Technik Bezug nimmt.

Der Stand der Technik umfasst das, was technisch möglich ist. Möglich bedeutet nicht nur technisch machbar, sondern bezieht auch die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und realistisch möglichen Umsetzbarkeit ein. Der Stand der Technik verändert sich zudem ständig und ist kein statisches Gebilde. Produkte sind an den Stand der Technik angepasst und Lösungen für Schutz und Sicherheit ständig weiterentwickelt. Das gilt ebenso für Maschinen, Anlagen, ihre Steuerungen und deren Betriebsanleitungen.

Das Produkthaftungsgesetz besagt, dass ein Produkt einen Fehler aufweist, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die unter Berücksichtigung aller Umstände zu erwarten ist. Zu den Umständen zählen insbesondere:

  • seiner Darbietung
  • des Gebrauchs, mit dem billigerweise zu rechnen ist
  • des Zeitpunkts des Inverkehrbringens

Einem Produkt kann nicht einfach einen Fehler vorgeworfen werden, weil später ein verbessertes Produkt herauskam.

Die Abgabe eines Produktes im Rahmen einer Geschäftstätigkeit wird zunächst als „Bereitstellung auf dem Markt“ betrachtet. Ungeachtet davon, ob das Produkt verkauft, vermietet, verpachtet oder gar verschenkt ist. Das Produktsicherheitsrecht sieht vor, dass zum Zeitpunkt der Bereitstellung alle gesetzlichen Anforderungen an das Produkt erfüllt sein müssen.

Vorrangig jeder Hersteller, der ein Produkt selbst entwirft und fertigt. Aber auch jede natürliche oder juristische Person, die ein Produkt auf dem Markt bereitstellt, ist ein Bereitsteller. Als Hersteller sind auch solche eingestuft, die ein Produkt wesentlich verändern. Genauso diejenigen, welche mehrere Produkte zu einer neuen Gesamtheit zusammenfügen oder seinen Namen auf einem fremden Produkt anbringen.

Als Arbeitsschutz versteht man die Maßnahmen, die dazu dienen die Beschäftigten eines Unternehmens vor arbeitsbedingten Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen zu schützen. Das Ziel des Arbeitsschutzes ist die Vermeidung von Arbeitsunfällen und der Schutz der Gesundheit der Beschäftigten.

Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Beschäftigten nach dem aktuellen Stand der Technik zu schützen. Das bezieht sich auf die Sicherheit von Maschinen, das Funktionieren von Schutzeinrichtungen, den Umgang mit Gefahrstoffen sowie auch die Qualität von Arbeitskleidung oder der Komponenten der persönlichen Schutzausrüstung.

Gesetze, Normen und Richtlinien

Ein Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Normen in der Technischen Dokumentation besteht in der Anzahl der Herausgeber von Normen.

In Europa verabschiedet die ISO Normen, während in Amerika mehrere Organisationen Normen herausgeben. Zu den wichtigsten gehören die ANSI, OSHA und UL-Normen. Dann gibt es branchenbezogene Normungsverbände wie die NEMA (National Electrical Manufacturers Association), welche Normen im Bereich der Elektrotechnik verabschieden.

Im Allgemeinen sind die OSHA-Normen mit den EU-Richtlinien vergleichbar und die ANSI Normen mit denen der deutschen DIN. OSHA Normen sind verpflichtend umzusetzen während die ANSI Normen freiwillig umgesetzt werden können. Die Umsetzung der ANSI Normen ist jedoch zu empfehlen, da diese als wichtig anerkannt sind und bei Haftungsfällen großes Gewicht besitzen.

Im Maschinenbau für die USA gibt es mehrere Normen für Produkte. Zum Beispiel gibt es die Norm UL745-1 Portable Electric Tools, die Warnhinweise für Elektrowerkzeuge enthält.

Weiterhin gibt es für Produkte in den USA eine Vielzahl von Normen, die es zu beachten gilt, wie beispielsweise den Consumer Product Saftey Act (Sicherheitsnormen für Verbraucherprodukte) oder den Toxic Substances Control Act (Norm der US-amerikanischen Chemikalienregulierung). Im Maschinenbau sind zudem folgende Organisationen für Normen bekannt:

  • Occupational Safety & Health Administration (OSHA)
  • American National Standards Institute (ANSI)
  • Underwriters Laboratories (UL)
  • National Fire Protection Association (NFPA)

Die NFPA 70 Norm schreibt in den USA vor, in welcher Form Elektroinstallationen vorzunehmen sind. Darunter zählen Parameter wie Betriebsspannungen oder sogar die Art der Kabelverlegungen im Niederspannungsbereich zur elektrischen Energieversorgung. Ebenso regelt die Norm, wie die elektrische Sicherungen, oder die im nordamerikanischen Raum verbreiteten NEMA-Stecker zu gestalten sind. Die Nicht-Einhaltung der NFPA 70 Norm kann dazu führen, dass die Maschine oder Anlage nicht in Betrieb genommen darf.

Wenn für ein Produkt mehrere Richtlinien gelten, muss der Hersteller nicht mehrere separate Konformitätserklärungen abgeben. Sämtliche Erklärungen fasst der Erklärer dementsprechend in einem einzigen Dokument zusammen. Das Dokument verweist auf die jeweils anderen Richtlinien, deren Vorgaben er erfüllt hat. Der Hersteller bestätigt damit die Konformität seiner Maschine in einer einzigen Konformitätserklärung. Aus dieser muss stets klar ersichtlich sein, ob sie nur für eine Richtlinie gilt oder für mehrere Richtlinien.

Die Anwaltskosten in den USA muss jede Partei selbst tragen. Es findet keine Kostenerstattung wie in Deutschland statt. Die Anwälte in den USA setzen Ihre Honorare zudem mit 25-50 % der Klagesumme an. Die Richter in den USA überwachen nur den Prozessverlauf, eine Jury am Gerichtsstandort, die aus Zivilpersonen besteht, klärt die Schuldfrage. In den USA sind die Prozesse öffentlicher geführt als in Deutschland.

Der Kläger hat für die Beweissuche erhöhte Rechte. So kann er beispielsweise die Betriebsstätte des Angeklagten nach Informationen durchsuchen.

Folgende Schritte sind notwendig, damit Ihre Betriebsanleitung den Normen und Gesetzen der USA entspricht:

  1. Stellen Sie fest, welche Gesetze und Verordnungen auf Ihr Produkt anwendbar sind.
  2. Überprüfen Sie zudem, welche Bundesbehörde für Ihr Produkt zuständig ist.
  3. Stellen Sie fest, welche Normen für Ihr Produkt vorgeschrieben sind.
  4. Kontrollieren Sie dahingegen, welche freiwilligen Normen es für Ihr Produkt gibt.
  5. Entnehmen Sie den Normen die spezifischen Richtlinien für die Betriebsanleitung.
  6. Ermitteln Sie dann die Normen für die Betriebsanleitung (Gängige Norm für USA: ANSI Z535.6)
  7. Erstellen Sie die Betriebsanleitung und die sonstige technische Dokumentation gemäß den Richtlinien aus den Normen.

In Hinsicht auf die Produktsicherheit gibt es einige Unterschieden zwischen der EU und den USA.

In der EU gibt es ein einziges Verfahren, um ein Produkt mit den geltenden Gesetzen in Einklang zu bringen. Nämlich die Einhaltung der Schritte zur CE-Kennzeichnung. Die CE-Kennzeichnung findet zudem in den USA keine Anwendung. Dagegen hängt es in den USA von der Art des Produkts und der zugehörigen Bundesbehörde ab, welche Schritte für die Produktsicherheit zu ergreifen sind.

In den USA basieren die Produktrichtlinien zur Produktsicherheit auf nationalen Gesetzen, die vom Kongress verabschiedet sind. In der EU werden die Richtlinien von der Europäischen Kommission festgelegt und die Überprüfung erfolgt durch die einzelstaatlichen Behörden. Einige der in den USA erlassenen staatlichen Gesetze und Vorschriften sind zudem strenger als die Bundesgesetze.

Die Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU regelt im Maschinenbau die Anforderungen für das Inverkehrbringen von Aufzügen im Europäischen Wirtschaftsraum. Die aktuelle Form der europäische Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU ist ab dem 20. April 2016 in nationales Recht in Deutschland umgewandelt. Vorallem die Hersteller von Aufzugsanlagen und andere an der Lieferkette Beteiligte nimmt die neue Verordnung dadurch in die Pflicht. Kernpunkte in dieser neuen Fassung für den Maschinenbau sind dementsprechend die Technische Dokumentation, Produktkennzeichnung und Regeln für die Kommunikation möglicher Sicherheitsrisiken.

Die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG dient im Maschinenbau dazu, Energie und andere Ressourcen bei Herstellung, Betrieb und Entsorgung von energieverbrauchsrelevanten Produkten einzusparen. Die Richtlinie erschien am 20. November 2009 und ersetze dafür die alte Richtlinie 2005/32/EG als Nachfolger. Sie legt für den Hersteller im Maschinenbau verbindliche allgemeine und spezifische Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte fest.

Gefährliche Stoffe und Gemische müssen in der Technischen Dokumentation nach der GHS-Einstufung (Globally Harmonised System) gekennzeichnet sein. Seit dem 1. Juni 2017 dürfen Lösemittel, Haushaltsreiniger, Bauchemikalien oder andere Gemische nur noch in Verkehr gehen, wenn sie der GHS-Kennzeichnung entsprechen. Die bislang gültigen schwarzen Symbole auf einem orangefarbenen Quadrat haben keine Gültigkeit mehr. Es sind nun nur noch die schwarzen Symbole in einem rautenförmigen, roten Rahmen auf weißem Grund zulässig.

Die EN ISO 13849-1 stellt im Maschinenbau die Anforderungen an die Sicherheit von Steuerungen auf. Sie entspricht zugleich einem Leitfaden für die Gestaltung und Integration sicherheitsbezogener Teile für Steuerungen von Maschinen. Diese sicherheitsspezifische Norm beschäftigt sich mit Gestaltungsleitsätzen zu sicherheitsbezogenen Teilen von Steuerungen. Die Norm ist zudem für alle Arten von Maschinen gültig. Darüber hinaus greift sie für einfache Maschinen (zum Beispiel ein Bohrer), genauso wie für komplexe Anlagen.

Die DIN EN ISO 7010 regelt in der Technischen Dokumentation die Vorgaben zu Rettungs-, Verbots-, Gebots-, Warn- und Brandschutzzeichen. So sind beispielsweise die Farben und Formen der Sicherheitszeichen genauestens in der Norm festgelegt. Das europäische Komitee brachte die internationalen Norm ISO 7010 in Umlauf, um international für mehr Sicherheit durch einheitliche Kennzeichen zu sorgen. Im Oktober 2012 erschien dann die deutsche Fassung der europäischen Norm, die DIN EN ISO 7010.

Ein Hersteller im Maschinenbau trägt gegenüber den Verbrauchern eine Konstruktionspflicht. Er ist verpflichtet, seine Produkte so zu konstruieren, dass ein von ihm in den Verkehr gebrachtes Produkt sicher konstruiert ist. Das Produkt muss den gebotenen Sicherheitsstandards entsprechen. Mögliche Risiken bei bestimmungsgemäßer Verwendung als auch bei vorhersehbarer Fehlverwendung des Produktes müssen auf Grund des technischen Designs so weit wie möglich minimiert sein.

Im Maschinenbau muss durch die Fabrikationspflicht gewährleistet sein, dass  planwidrige Abweichungen im Fabrikationsprozess nicht vorkommen. Die Fertigung des Produkts in einem Betrieb sollte so organisiert sein, dass nur einwandfreie und fehlerlose Produkte auf den Markt kommen. Materialfehler oder Materialschwächen in der Fabrikation eines Produktes wurden zu Fabrikationsfehlern führen. Der Hersteller muss durch entsprechende Fertigungsprozesse und Qualitätskontrollen dafür Sorge tragen, dass dies nicht passiert.

Die Instruktionspflicht im Maschinenbau fordert den Hersteller einer Maschine dazu auf, den Produktbenutzer ausreichend zu informieren. Mit Hilfe entsprechender Instruktionen muss der Hersteller vor Restgefahren, die trotz ordnungsgemäßer Konstruktion noch verbleiben, warnen. Ebenso muss er den Benutzer in den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produkts einweisen und vor Gefahren warnen.

Eine Anlage, die aus mehreren Einzelmaschinen besteht, bezeichnet man in der Maschinenrichtlinie im allgemeinen als eine „Gesamtheit von Maschinen“.  Beim Inverkehrbringen von Maschinen, also auch einer Gesamtanlage, muss man eine Konformitätserklärung beizufügen. Diese Verpflichtung trifft den Hersteller der Gesamtanlage. Wenn eine Anlage aus zugekauften Teilen besteht, muss der Hersteller in seiner Konformitätserklärung für die Gesamtanlage auch sämtliche Normen der Konformitätserklärungen der Zukaufteile auflisten.

GHS steht für „Globally Harmonised System“ und bezeichnet ein weltweit einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Durch die Kennzeichnung ist es möglich, vor allen physikalischen Gefahren, Gesundheitsgefahren und Umweltgefahren von chemischen Stoffen und Stoffgemischen zu warnen. Zur Einstufung und Kennzeichnung werden daher Warntexte und einheitliche Gefahrenpiktogramme verwendet. Ein solche Gefahrenpiktogramm für eine giftige Chemikalie könnte zum Beispiel wie nachfolgend aussschauen:

 

In Bezug auf Sicherheitswarnungen können bestimmte Normen und Richtlinien falsch verstanden werden oder sind nicht bekannt. So sollte bspw. die Norm zur Sicherheit von Maschinen (EN ISO 12100) bekannt sein. Darin steht bspw. wer für eine Risikobeurteilung zuständig ist.

Die richtigen Normen zu kennen und zu verstehen, ist von großer Bedeutung. Ein gutes Normenmanagement in der Technischen Dokumentation ist essentiell für die Gewinnung von aktuellem Wissen. Jeder Mitarbeiter in der Technischen Dokumentation sollte deswegen angehalten werden, alle relevanten Normen und Richtlinien zu kennen. Ist dies nicht der Fall, liegt zudem ein organisatorisches Verschulden vor.

Die Gesetz- und Normenlandschaft ist ständig in Bewegung. Die für Ihre Technische Dokumentation wichtigen Richtlinien könnten sich aufgrund etwaiger Umstände verändert haben. Werden Änderungen in Gesetzen und Normen nicht beachtet, kann es dazu kommen, dass die Betriebsanleitung nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und somit auch das Produkt als fehlerhaft angesehen wird. Dann muss man mit Anklagen aus dem Bereich der Produkthaftung rechnen.

Die DIN  EN ISO 3746 beschreibt Verfahren zur Bestimmung des Schallleistungspegels einer Geräuschquelle (an einer Maschine oder Gerät). In der Emissionsmessung ist diese eine wichtige Schallenergiegröße zur Bewertung einer Schallquelle. Es werden hierdurch Anforderungen an die Messumgebung, die Messgeräte, die Messflächen und den Betrieb der zu untersuchenden Geräuschquelle festgelegt. Die Maschinenrichtlinie verpflichtet den Hersteller bzw. Vertreiber einer Maschine, in der Betriebsanleitung und in Verkaufsprospekten die von der Maschine ausgehende Geräuschemission anzugeben.

Die EU-Medizinprodukteverordnung EU 2017/745 wurde am 5 April 2017 erlassen. Die Verordnung erlässt Regeln für das Inverkehrbringen, die Bereitstellung auf dem Markt und die Inbetriebnahme von Medizinprodukten. Darunter zählen zum Beispiel für den menschlichen Gebrauch bestimmten Medizinprodukten und deren Zubehör in der Europäischen Union.

Die als „Medical Device Regulation“ (MDR) bekannte EU-Medizinprodukteverordnung EU 2017/745 erschien am 5.5.2017 im EU-Amtsblatt. Die Verordnung tritt 20 Tage später in Kraft und ist daher ab dem 26.05.2017 gültig. Für die Umsetzung der Verordnung wird eine Übergangsfrist von 3 Jahren eingeräumt. Ab dem 26.5.2020 müssen die in der Verordnung enthaltenen Vorgaben also verbindlich umgesetzt sein.

Die durch die neue EU- Medizinprodukteverordnung EU 2017/745 abzeichnenden Konsequenzen bestehen in einem deutlich erhöhten Dokumentationsaufwand für Hersteller. Die Anforderungen an die Technische Dokumentation von Medizinprodukten wird in Anhang II neu und detailliert geregelt.

Unter anderem müssen Produkte, die für den einmaligen Gebrauch vorgesehen sind, einen Hinweis in der Gebrauchsanweisung auf diesen Sachverhalt enthalten. Der Hinweis des Herstellers auf den einmaligen Gebrauch muss in der gesamten Union einheitlich sein.

Weiterhin müssen Medizinprodukte eindeutig gekennzeichnet sein anhand einer Produktidentifizierungsnummer. Mithilfe der „Unique Device Identification“ (UDI) Nummer soll die eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten möglich sein. Insbesondere durch sicherheitsrelevante Maßnahmen soll den Kampf gegen Produktfälschungen erleichtern. Die UDI muss auf dem Produkt und der Verpackung angegeben sein.

Unter dem Strich enthält die EU-Medizinprodukteverordnung EU 2017/745 in Bezug auf die Gebrauchsanweisung einige Neuerungen. Es gibt Änderungen beim Konformitätsbewertungsverfahren die zu beachten sind. Zudem benötigen die Unternehmen in Zukunft eine Verantwortliche Person, die über qualifiziertes Fachwissen verfügt. Händler, Importeure und andere wirtschaftliche Akteure werden deutlich mehr in die Pflicht genommen.

Klinische Bewertungen und klinische Prüfungen sind ebenfalls deutlich detaillierter geregelt. Hierdurch werden sich Mehraufwände für die Hersteller ergeben. Alle Hersteller sollten möglichst Daten aus dem Feld (Post-Market-Surveillance) erheben und in die klinischen Bewertungen mit einbeziehen.

 

 

 

Eine weitere Neuerung der Reform betrifft die verpflichtende Benennung einer verantwortlichen Person, die für die Überwachung und Kontrolle der Herstellung von Produkten und deren Überwachung nach dem Inverkehrbringen zuständig ist.

Die für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften verantwortliche Person soll der Organisation des Herstellers angehören und über bestimmte Mindestqualifikationen verfügen. Diese kann zum Beispiel ein Abschluss eines Hochschulstudiums in Recht, Medizin, Pharmazie oder Ingenieurswissenschaften sein. Auch eine langjährige Berufserfahrung in Qualitätsmanagementsystemen in Zusammenhang mit Medizinprodukten ist zudem möglich.

Klein- und Kleinstunternehmer sind von dieser Vorschrift befreit. Sie sind nicht verpflichtet, in ihrer Organisation eine für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften verantwortliche Person zur Verfügung zu haben. Sie müssen jedoch dauerhaft und ständig auf eine solche Person zurückgreifen können.

EU-Mitgliedsländer beteiligen sich an der Ausarbeitung von EU-Richtlinien und die Mitgliedsländer müssen die Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Eine EU-Verordnung wird ohne direkte Zustimmung der Länderparlamente erlassen und ist innerhalb einer entsprechend Frist als europäisches, übernationales Recht anzuwenden.

Ein Anpassung von älteren Betriebsanleitungen an die Bestimmungen der DIN EN 82079-1 ist nicht zwingend vorgeschrieben. Eine ältere Anleitung entspricht in den meisten Fällen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Im Falle von Produkthaftungsprozessen kann dies einen Hersteller von Maschinen benachteiligen. Somit ist eine Aktualisierung der Betriebsanleitung auf die DIN EN 82079-1 aus haftungsrechtlicher Sicht zum empfehlen. Denn eine aktuelle Betriebsanleitung vermindert das Haftungsrisiko.

In der Technischen Dokumentation umfasst die DIN EN 82079-1 bezüglich der Betriebsanleitung zum Beispiel folgende Punkte:

  • Berücksichtigung der Zielgruppe
  • Betriebsanleitung als Teil des Produktes
  • Bereitstellung der Betriebsanleitung in geeigneter Weise und den dafür benötigten Sprachen
  • Die Anleitung soll die Qualität sicherstellen und Risiken verringern
  • Die Kompetenzen der beteiligten Personen sicherstellen

Der Unterschied zwischen Normen und EU-Richtlinien im Maschinenbau ist, dass EU-Richtlinien rechtlich bindend sind. So muss ein Hersteller von Maschinen sich zum Beispiel an die Maschinenrichtlinie halten. Normen an sich haben dagegen keine rechtliche Verbindlichkeit. Normen, deren Einhaltung vertraglich festgelegt sind, haben einen verbindlichen Charakter. Oder in der Ausfüllung unbestimmter Rechtsbegriffe, wie zum Beispiel des Begriffes „Stand der Technik“, und erlangen dadurch rechtliche Bedeutung.

Eine Norm im Maschinenbau ist die Formulierung, Herausgabe und Anwendung von Regeln durch eine anerkannte Organisation und deren Normengremien. Dementsprechend sollen Normen auf den Ergebnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrung basieren. Für Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung (DIN) für die Durchführung und Organisation der Normungsarbeit zuständig.

Richtlinien legen Handlungs- oder Ausführungsvorschriften fest. Richtlinien haben einen bestimmten Geltungsbereich je nach Anwendungsfall und legen für bestimmte Produkte grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen fest. Hingegen sind EU-Richtlinien sogenannte Rahmengesetze, das die Mitgliedsstaaten zur Verwirklichung eines bestimmten Ziels verpflichtet. So ist beispielsweise die Maschinenrichtlinie eine EU-Richtlinie, welche die Staaten der EU in nationales Recht umwandeln müssen.

Die Niederspannungsrichtlinie ist eine von der EU herausgegebene Richtlinie. Die Richtlinie gewährleistet ein hohes Schutzniveau von elektrischen Geräten bezüglich Gesundheit und Sicherheit. Alle Mitgliedsstaaten der EU sind dazu verpflichtet, entsprechende zweckdienliche Maßnahmen zu treffen, damit die elektrischen Betriebsmittel ordnungsgemäß funktionieren. Um Produkte in den Verkehr zu bringen, müssen sie so hergestellt sein, dass sie bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung die Sicherheit von Menschen, Haus- und Nutztieren sowie die Erhaltung von Sachwerten nicht gefährdet. Am 26. Februar 2014 trat die aktuelle Form der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU in Kraft.

Die Norm 31051 regelt im Maschinenbau die Grundlagen der Instandhaltung. Alles was zu den Themen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung wichtig ist, steht in dieser Norm. Instandhaltung ist besonders dort wichtig, wo das Versagen technischer Systeme Menschenleben gefährdet.

Die Typ-A und Typ-B Normen sind als Grundnormen in Betriebsanleitungen immer anwendbar. Sie sind aber zu allgemein gültig und nicht auf bestimmte Maschinentypen anwendbar. Bei speziellen Maschinen helfen die Typ-C-Normen, die auf spezielle Risiken einer Maschinenart ausgerichtet sind. Ansätze zur Risikoreduzierung können in C-Normen wesentlich klarer und direkter dargestellt sein. So regelt die EN 12355 die Sicherheitsanforderungen an Nahrungsmittelmaschinen, im speziellen an Entschwartungs-, Enthäutungs- und Entvliesmaschinen. Diese Norm legt zum Beispiel fest, dass die Arbeiter keine metallverstärkten Handschuhe bei der Arbeit tragen dürfen. 

ANSI in der Technischen Dokumentation steht für das American National Standards Institute (ANSI), welche eine private, gemeinnützige, amerikanische Organisation zur Koordinierung der Entwicklung freiwilliger Normen in den USA ist. Es hat dazu für die USA bedeutende Normen wie die Normenreihen ANSI Z535 entwickelt und veröffentlicht. Das deutsche Pedant zur ANSI ist demgegenüber das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN).

Neben der EMV-Richtlinie ist die Niederspannungsrichtlinie im Maschinenbau das wichtigste Regelungsinstrument für die Sicherheit von elektrisch betriebenen Geräten. Die EMV-Richtlinie soll die Gesundheit und Sicherheit von Menschen, Haus- und Nutztieren sowie Gütern gewährleisten. Sie gilt für alle elektrischen Geräte, welche unter einer gewissen Nennspannung laufen. Betroffen sind alle Geräte zwischen 50 und 1000 V für Wechselstrom sowie zwischen 75 und 1500 V für Gleichstrom.

 

Die EMV-Richtlinie im Maschinenbau ist eine EU-Richtlinie. EMV steht für Elektromagentische Verträglichkeit. Die Definition der Elektromagentische Verträglichkeit aus der Europäische EMV-Richtlinie nach Artikel 3 lautet wie folgt:

„die Fähigkeit eines Betriebsmittels, in seiner elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für andere Betriebsmittel in derselben Umgebung unannehmbar wären;.“

 

Besser ausgedrückt leitet die EMV-Richtlinie im Maschinenbau Schutzanforderungen ab, die jedes in den Verkehr gebrachtes elektrisches Gerät einhalten muss. Wissen Sie, ob Ihr Produkt unter die EMV-Richtlinie fallen könnte?

Gerne beraten wir Sie in Vorfeld einer Dokumentation was es hinsichtlich von aktuellen Normen und EU-Richtlinien alles zu beachten gilt.

 

Möglich ist das, aber man sollte trotzdem prüfen, ob zusätzliche amerikanische Normen anwendbar sind. In den meisten Fällen gelten zusätzliche bzw. andere Anforderungen an die Sicherheit. Bei Nichtbeachtung wichtiger amerikanischer Normen (wie z.B. ANSI) können schnell Prozessklagen aufgrund der Produkthaftung entstehen.

Die Druckgeräteverordnung setzt die europäische Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU in deutsches Recht um. Die Verordnung regelt das Inverkehrbringen von neuen Druckgeräten. Sie besagt unter anderem, dass neue Druckgeräte eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache beinhalten muss. Ebenso ist in der Verordnung gefordert, dass eine CE-Kennzeichnung anzubringen und eine EU-Konformitätserklärung zu beantragen ist.

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung regeln die Angaben von Vibrationswerten. Sie dienen zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Vibrationen. Die Verordnung gibt  den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse wieder.

Beginnen Sie mit der Suche nach Normen für die hergestellte Maschine zuerst nach einer Typ-C-Norm. Diese beschreiben Sicherheitsanforderungen für eine bestimmte Maschine. (Beispiel: EN 12717 „Sicherheit von Werkzeugmaschinen – Bohrmaschinen“)

 

Diese verweisen zur näheren Beschreibung zudem oft auf Typ-B-Normen. Die darin behandelten Sicherheitsfachgrundnormen beschreiben Schutzmaßnahmen. (Beispiel: EN 1037 „Sicherheit von Maschinen – Vermeiden von unerwartetem Anlauf“)

 

Die Grundbegriffe, Gestaltungsleitsätze und allgemeinen Sicherheitsaspekte finden sich entsprechend in den Typ-A-Normen. (Beispiel: EN ISO 12100 „Sicherheit von Maschinen – Allgemeine Gestaltungsgrundsätze – Risikobeurteilung und Risikominderung“)

Sollte man die Betriebsanleitung in Hinsicht auf Normen und Richtlinien in der Betriebsanleitung auf Ihre Aktualität überprüfen? Die Gesetz- und Normenlandschaft ist ständig in Bewegung. Die für Ihre Technische Dokumentation wichtigen Richtlinien könnten sich aufgrund etwaiger Umstände verändert haben. Werden Änderungen in Gesetzen und Normen nicht beachtet, kann es dazu kommen, dass die Betriebsanleitung nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und somit auch das Produkt als fehlerhaft angesehen wird. Dann muss man mit Anklagen aus dem Bereich der Produkthaftung rechnen.

Die allgemeine Sicherheit von Maschinen behandelt die DIN EN 12100. Allgemeine Sicherheitsinformationen bei der Konzeption von Maschinen stehen darin und sollen zudem den Konstrukteuren beim Entwickeln von neuen Maschinen unterstützen. So stehen bspw. Hinweise gegen Mechanische Gefährdungen wie unerwartetes Eingreifen in eine Maschine.

Nein, zwar überschneiden sich einige Verantwortungsbereiche, jedoch sind diese genau vom Gesetzgeber geregelt. Ein Hersteller sollte in den Erläuterungen und Informationen in seiner Betriebsanleitung nur bis an die Schnittstelle zum Betreiber gehen. Betreiber müssen selber nachforschen, welche Bestimmungen für Ihren Betrieb und die Verwendung bestimmter Arbeitsmittel gelten.

Die Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung – GefStoffV) regelt die Anforderungen an den Arbeitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln und Gefahrstoffen.

So wird darin bspw. der Umgang mit Blei und bleihaltige Gefahrstoffe geregelt. Die längerfristige Aufnahme hoher Mengen von Schwermetallen kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Blei kann zum Beispiel das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Die GefStoffV enthält besondere Schutzmaßnahme für Tätigkeiten mit Blei und bleihaltige Gefahrstoffe.

Die US-Normung ANSI Z535 auch in Europa anzuwenden ist schlicht überflüssig. Zwar decken sich einige Angaben mit der IEC/EN 82079-1, sind dort aber wesentlich transparenter und konkreter beschrieben. Wer nach Amerika exportieren will, sollte sich intensiver mit der ANSI Z535 befassen.

Unter Verkehrssicherungspflicht versteht man die Pflichten, welcher ein Hersteller beim Inverkehrbringen seiner Produkte und infolge der Bereitstellung am Markt erfüllen muss. Dazu zählen folgende Pflichten:

  • Konstruktionspflicht
  • Fabrikationspflicht
  • Instruktionspflicht
  • Produktbeobachtungspflicht

Die Produktbeobachtungspflicht beginnt erst nach dem Inverkehrbringen eines Produktes. Der Hersteller hat nach Produktion und Verkauf weiterhin die Pflicht, seine Waren auf dem Markt zu beobachten. Er muss die Nutzer vor Gefahren warnen, die bis dato noch unbekannt waren. Dies kann beispielsweise geschehen, wenn das Produkt mit anderen Produkten auf dem Markt zusammen benutzt und dadurch neue, unvorhergesehene Gefahrensituationen entstehen. In solchen Fällen hat der Hersteller die Pflicht, darauf zu reagieren und nachzubessern. Dies kann z. B.  durch Produktrückrufe oder Ergänzungen der Betriebsanleitung geschehen.

Die DIN EN 82079-1 ist eine europäische Norm für Betriebsanleitungen. Diese beschreibt die Grundlagen zur Erstellung, Gliederung und Darstellung, außerdem Selbstbewertungshinweise von Gebrauchsanleitungen.

Der National Electrial Code (NEC) ist eine US-Norm und legt fest, in welcher Form Elektroinstallationen und deren Parameter gestaltet sind.  Zum Beispiel wie Betriebsspannungen, elektrische Sicherungen oder die im nordamerikanischen Raum verbreiteten NEMA-Stecker zu gestalten sind.  Weiterhin wie die Art der Kabelverlegungen im Niederspannungsbereich zur elektrischen Energieversorgung in den USA geregelt ist.

Die 1894 gegründete Underwriters Laboratories (kurz UL) ist eine unabhängige Organisation, die Sicherheits-Normen veröffentlicht. Entsprechend enthalten die Normen Anforderungen vor allem für elektrische Geräte und Komponenten.

Die National Fire Protection Association (NFPA) nennt sich selbst „The authority on fire, electrical, and building safety“. Diese gemeinnützige Gesellschaft veröffentlicht umfangreiche Regelwerke zum Thema Brandschutz, Elektrische Anlagen und Gebäudesicherheit. Zum Beispiel wäre die ANSI/NFPA 70 eine solche Norm. Zumal enthält diese Vorgaben für die Ausführung von Elektroinstallationen und ist auch als National Electrial Code (NEC) in Amerika bekannt.

Die Occupational Safety and Health Administration (OSHA) hat in der USA die Aufgabe, sichere Arbeitsplätze durch Festlegung und Durchsetzung von Normen zu gewährleisten. Arbeitgeber müssen alle für sie relevanten OSHA-Normen erfüllen. Als Regierungsvorschriften sind OSHA-Normen in gewisser Weise mit Europäischen Richtlinien vergleichbar, obwohl die technischen Anforderungen sehr unterschiedlich sind. Die OSHA kümmert sich mehr um die Beschreibung spezifischer, zwingend vorgeschriebener technischer Anforderungen als um abstrakte Anforderungen. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass sich EU-Richtlinien in erster Linie an Maschinenhersteller und Integratoren richten. Während OSHA-Normen für Arbeitgeber gedacht sind, welche die Maschine betreiben (in der Regel der Käufer oder Besitzer der Maschine). In den USA obliegt es daher dem Käufer, die Einhaltung von OHSA-Normen einzufordern.

Das Produkthaftungsgesetz stützt sich auf die berechtigte Sicherheitserwartung von Personen im Zusammenhang mit der Nutzung eines Produktes. Der Hersteller eines Produktes haftet für jeden Schaden der ursächlich verknüpft ist mit einem Fehler des Produktes. Als potenzielle Fehlerquellen wird die Darbietung des Produktes, der Zeitpunkt des Inverkehrbringens des Produktes, der Gebrauch und die Erwartung des Nutzers infolge des Gebrauches angesehen. Die Gebrauchsanleitung dient als wichtige Informationsquelle dazu ein Produkt sicher und sachgerecht zu nutzen.

Die Bezeichnung ATEX leitet sich aus der französischen Abkürzung für ATmosphères EXplosibles. ATEX steht demgemäß für die Richtlinien auf dem Gebiet des Explosionsschutzes. Sie regelt die Schutzmaßnahmen für Produkte, die in einem explosionsgefährdeten Bereich zum Einsatz kommen.

Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) regelt zudem die Sicherheitsanforderungen von technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukte. Es ist seit Dezember 2011 der Nachfolger des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz.

In dieses Gesetz sind einige europäische Richtlinien eingeflossen und in deutsches Recht umgesetzt worden. Darunter:

  • Maschinenrichtlinie
  • Niederspannungsrichtlinie
  • Aufzugsrichtlinie
  • Druckgeräterichtlinie
  • Explosionsschutzverordnung

Das ProdSG erlaubt eine Markteinführung eines Produktes nur dann, wenn es bei bestimmungsgemäßer oder vorhersehbarer Verwendung die Sicherheit und Gesundheit von Personen nicht gefährdet.

Produkthaftung

Eine fehlerhafte Betriebsanleitung kann für einen Hersteller im Maschinenbau schnell zur Haftungsfalle werden. Im Falle von Personenschäden aufgrund einer fehlerhaften Betriebsanleitung im  Maschinenbau haften die zuständigen, leitenden Angestellten und die Geschäftsführung.

Die Anwaltskosten, ob nun wegen eines Rechtsstreites aufgrund der US Produkthaftung oder eines anderen Rechtsstreites sind in den USA von jeder Partei selbst zu tragen. Die Kosten für einen amerikanischen Anwalt berechnen sich in der Regel über einen Stundennachweis. Der Stundenlohn eines durchschnittlichen US-Anwaltes beläuft sich zwischen 300-600 Dollar. Es besteht zwar die Möglichkeit mit dem Anwalt ein Erfolgshonorar anstatt einem Stundenlohn zu vereinbaren. Dies wird in der Praxis aber nicht oft durchgeführt, da der Anwalt nichts erhalten könnte, wenn er den Fall verliert. Ein Auferlegen der Kosten an die unterliegende Partei ist dem amerikanischen Prozesssystem eigentlich fremd. Ausnahmen dazu sind aber durch Urteile im Prozess möglich. Ein Beklagter kann beispielsweise seine Anwaltskosten gegenüber dem Kläger geltend machen, wenn er nachweisen kann, dass die Klage mutwillig eingereicht ist und keine Aussicht auf Erfolg hatte.

Für die Einreichung einer Klage aufgrund von US Produkthaftung sind anders als in Deutschland nur geringe formale Anforderungen notwendig. Für die wirksame Zustellung der Klage genügt in den USA die einfache Postzustellung. Zur Eröffnung einer Anklage wird nur eine geringe Verwaltungsgebühr fällig. In der Klageschrift müssen nur unterstützende Behauptungen für das Klageziel aufgestellt sein. Die eigentliche Beweisfindung erfolgt erst im Prozess.

Eine weitere Besonderheit in der US Produkthaftung ist das amerikanische Recht zur „class action”.  Dies bezeichnet den Fall, dass ein Kläger für eine Gruppe von Betroffenen klagt mit dem Ziel eine Entscheidung für alle zu erhalten. Diese Art der Klage wird eingesetzt, wenn es praktisch unmöglich wäre, alle Kläger einzeln in einer Klage aufzuführen. Es besteht keine Möglichkeit eine Sammelklage willkürlich zu beginnen. Sie bedarf der ausdrücklichen Annahme durch das angerufene Gericht.

Ein Schadensfall aufgrund von US-Produkthaftung kann teuer ausgehen. Mit Hilfe von aussagekräftigen internen Dokumente kann man sich in einem Schadensfall trotzdem wirksam verteidigen. Im folgenden ein Auszug von wirksamen internen Dokumenten, um ein Verfahren schon im Vorfeld zu verhindern:

  • Anforderungen an die Konstruktion, Pflichtenhefte, Kundenanforderungen
  • Risikobeurteilungen, Gefahrenanalyse
  • Entscheidungen über Design und Technik, insbesondere zur Risikominderung
  • Sämtliche Konstruktionspläne einschl. Änderungen; zudem Änderungen datiert mit Begründung
  • Protokolle über Qualitätsprüfungen
  • Kundenbeschwerden, Service-Berichte und deren Erledigung
  • Übergabeprotokoll mit schriftlicher Bestätigung des Kunden, einschließlich über den Erhalt der Anleitung und gegebenenfalls einer entsprechenden Schulung

Bei „pretrial discovery“ geht es um die Offenlegung von Informationen an beiden Seiten eines Prozesses im Falle der US Produkthaftung. Das „pretrial discovery“ (Beweisermittlungsverfahren) dient  dem Ziel zur Offenlegung des entscheidungserheblichen Beweismaterials im Hinblick auf das Gerichtsverfahren.

Da die Ansprüche aus der US-Produkthaftung sehr hoch ausfallen können, empfiehlt es sich, eine Produkthaftpflichtversicherung abzuschließen. Für Exporteure von Maschinen in die USA empfiehlt sich der Abschluss einer speziellen Produkthaftpflichtversicherung. Der indirekte Export von Produkten in die USA wird bei den meisten deutschen Versicherungspolicen mitgedeckt. Indirekt bedeutet, dass die Erzeugnisse des Versicherungsnehmers ohne sein Wissen im Ausland in Verkehr gehen. Ein inländischer Abnehmer des Produktes exportiert dieses beispielsweise in die USA ohne das Wissen des Herstellers. Der direkte Export von Produkten in die USA durch den Hersteller ist aber nicht Bestandteil vieler Produkthaftpflichtversicherungen. Eine Mitversicherung für den direkten Export ist meist gegen einen Zuschlag zum Prämiensatz möglich.

„Punitive damages” in der US-Produkthaftung dienen nicht dem Schadensausgleich, sondern haben einen bestrafenden bzw. erziehenden Charakter. Hierfür muss ein vorwerfbares Verhalten des zum Schadensersatz verurteilten vorliegen. Diese Art des Schadensersatzes ist in der US-Produkthaftung weder von Deutschland aus, noch in den USA versicherbar.

Folgendes sollte man beim Erstellen einer US Betriebsanleitung beachten, um rechtliche Probleme aufgrund von der US Produkthaftung zu vermeiden. Warnt die US Betriebsanleitung nur vor Sachschaden, darf man das Safety Alert Symbol nicht im Hinweis (NOTICE) verwenden. Für Sachschäden ist zudem keine besondere Formatierung des Hinweises erforderlich. In der US Produkthaftung gilt der Hinweis vor Sachschäden nicht als Sicherheitsinformation.

Der Ausdruck „Joint and Several Liability“ steht in der US Produkthaftung für die gesamtschuldnerische Haftung. Jeder Beklagte kann einzeln oder gemeinsam für die gesamte Schadenshöhe in einem Prozess wegen der US-Produkthaftung haftbar sein. Das heißt der Kläger kann 100 % von jedem einzelnen Beklagten einfordern ohne Rücksicht auf deren anteilige Haftung.

Der einfache Schadensersatz (Compensatory Damages) in der US Produkthaftung dient zum Ausgleich des entstandenen Schades, die beim Kläger entstanden sind. Personenschäden fallen bezüglich der Höhe des Schadensersatzes höher aus.

Der Strafschadensersatz (Punitive Damages) ist eine Art Abschreckung bzw. Mahnung, um den Beklagten zur dauerhaften Änderung seines Verhaltens zu bewegen. Ein grob fahrlässiges oder vorsätzliches Fehlverhalten ist Voraussetzung für den Strafschadensersatz. Die Summen beim Strafschadensersatz in Prozessfällen aufgrund der US Produkthaftung fallen deutlich höher aus als beim einfachen Schadensersatz.

Die hoch ausfallenden Strafschadensersatzsumme in der US Produkthaftung staffeln sich nach gewissen Kriterien:

  • Der Grad der Verwerflichkeit des Verhaltens der Beklagten.
  • Das Vorliegen und das Ausmaß von Körperschäden.
  • Auffällige finanzielle Schwierigkeiten des Klägers.
  • Das Verhältnis zwischen dem vom Kläger erlittenen wirklichen Schaden und demgegenüber die auferlegten Punitive Damages.
  • Der Unterschied zwischen den Punitive Damages und in ähnlichen Fällen dafür auferlegten Zivilstrafen.

Die Sicherheitsinformationen einer US-Betriebsanleitung sollten nach dem aktuellen Stand der ANSI Z535 erstellt sein. Eine sorgfältige Erstellung der Sicherheitsinformationen und Warnungen ist ein Baustein zur Reduzierung der Haftungsrisiken. Dies ist zwar ein sehr wichtiger Baustein aber bei weitem nicht der einzige. Die Einhaltung von ANSI Z535.6 schützt natürlich nicht vor Haftungsansprüchen. Sie müssen versuchen, mit vertretbarem Aufwand die vorhersehbaren Haftungsrisiken vernünftig abzudecken. Es ist zudem viel billiger eine anständige US-Betriebsanleitung mit ausreichenden Warnhinweisen zu erstellen, als sich auch nur ein einziges Mal in einem Produkthaftungsprozess in den USA verteidigen zu müssen.

Im Maschinenbau können aus Sicht der US Produkthaftung alle Hersteller, Importeure, Großhändler, Distributoren und Einzelhändler haftbar sein. Im Grunde genommen ist in der US Produkthaftung eigentlich jeder haftbar, bei dem genug Geld zu holen ist.

Die US Anwälte haben drei Ansatzpunkte, an denen Sie in Prozessen aufgrund Produkthaftungsfällen ansetzen können. Dies sind juristische, technische und sprachliche Ansatzpunkte. Da die wenigsten Anwälte technische versiert sind, nehmen sich die meisten eher den sprachliche Ansatzpunkt. Dieser ist einfacher, billiger und schneller. Eine schlecht formulierte Betriebsanleitung ist für einen Anwalt in den USA das beste Druckmittel für einen schnellen und meist teuren Vergleich.

Das stärkste Angriffspunkt für Prozessklagen in der USA Produkthaftung ist eindeutig die Betriebsanleitung. Nicht irgendwelche Konstruktions- oder Herstellungsfehler sind das Problem, sondern die oft hochgradig unverständliche Betriebsanleitung. Eine schlechte bis miserable Übersetzung oder ein falscher Aufbau der Anleitung sorgen zudem für Unverständlichkeit der Anleitung. Vor Gericht nutzen die Anwälte dies aus, um dank der USA Produkthaftung hohe Geldstrafen zu fordern.

In der USA finden 90% aller Zivilprozesse auf der Welt statt. Viele der Prozesse finden aufgrund von Produkthaftung statt. Dabei finden immer wieder neue Präzedenzfälle bei Prozessen statt. Diese werden als Maßstäbe herangezogen. Fällt in einem Präzedenzfall die Geld- oder Haftstrafen hoch aus, können diese für nachfolgende ähnliche Fälle herangezogen werden.

Es gibt keine einheitliche rechtliche Regelung der USA Produkthaftung in Amerika. In den 50 Bundesstaaten gibt es unterschiedliche Rechtssysteme. Das US-Rechtssystem ist zudem mit 12 Berufungsgerichten auf Bundesebene total verzerrt. In Bezug auf die USA Produkthaftung kann eine Betriebsanleitung auch nicht zu 100% richtig sein. Es gibt in den USA nichts, womit man in der Produkthaftung rechtssicher dasteht. Es gibt hierzu sehr viele verschiedenen Vorschriften zu beachten, welche über viele Gesetzeswerke verstreut sind.

Für deutsche Maschinenbauer ist die US Produkthaftung sprichwörtlich ein Minenfeld. Das liegt nicht an der Konstruktion der Maschinen sondern mehr an der Technischen Dokumentation. Eine EU konforme Betriebsanleitung ist nämlich nicht gleich tauglich im Sinne der US Produkthaftung. Es gibt auch kein einheitliches Produkthaftungsgesetz wie in Deutschland. Die Zielgruppen in den USA sind gänzlich anders und auch das amerikanische Prozessrecht ist dort abweichender gestaltet als in Europa. Ein verlorener Prozess ist in Amerika eine extrem teure Angelegenheit.

Um eine Betriebsanleitung für die USA möglichst haftungssicher zu gestalten, muss diese vor allem klar, einfach und umfangreich gestaltet sein. Auf diese Punkte ist mehr Wert zu setzen als für eine deutsche Betriebsanleitung. Für den deutschen Markt setzt man zudem viel Wissen voraus und lässt viele Informationen weg. Fallen wichtige Informationen in einer Betriebsanleitung für die USA weg, ist diese aufgrund dessen nicht länger haftungssicher und führt zu rechtlichen Problemen. Wo in Deutschland für einen Handlungsablauf zehn Schritte ausreichen, um diesen zu erläutern, bedarf es in den USA viele mehr. Dem Leser einer US-Betriebsanleitung muss man exakt vermitteln, wann er etwas wie und mit welchem Werkzeug zu tun hat.

Einem Hersteller von Maschinen fällt ein Produktfehler an seinem Produkt auf. Da er dieses Produkt auch in die USA exportiert, muss der Hersteller bei der zuständigen Behörde eine Meldung abgeben. Hersteller, Importeure, Distributoren und Einzelhändler müssen Produktfehler innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden des Fehlers melden. Die Meldung ist bei der amerikanischen Produktsicherheitsbehörde CPSC (Consumer Product Safety Commission) vorzunehmen.

Eine Vernachlässigung der Meldepflicht von Produktfehler hat in den USA höhere Auswirkungen als in Deutschland. Hier ein Beispiel: Ein amerikanischer Haushaltsgerätehersteller hatte versäumt rechtzeitig der Behörde Meldung über Produktfehler aus zwei Modellen von Geschirrspülern zu machen. Bei einer bestimmten Anzahl von Geschirrspülmaschinen bestand eine Brandgefahr und das Risiko von ernsthaften Verletzungen. Im Rechtsstreit einigte der Hersteller sich darauf, eine Strafzahlung von 3,5 Millionen US-Dollar zu bezahlen. Schwerer als diese Strafzahlung dürfte der ausgelöste Imageschaden sein, da der Rechtsstreit öffentlich publik war.

Jeder Bundesstaat in den USA hat sein eigenes Rechtssystem. Bei Produkthaftungsfälle gibt es immer wieder neue Musterfälle an Prozessen. Diese werden zudem als Maßstäbe herangezogen. Fällt in einem Musterfall die Geld- oder Haftstrafe hoch aus, kann diese für nachfolgende, ähnliche Fälle ebenfalls in ähnlicher Höhe herangezogen werden.

Das amerikanische Recht kennt im Wesentlichen drei Arten von Anspruchsgrundlagen für Produkthaftungsklagen, die auch im Maschinenbau anwendbar sind. Zum einem ist ein Grund für Rechtsklagen der Bruch der vertragliche Haftung („Breach of Warranty”). Weiterhin gibt es die fahrlässige Verletzung einer Sorgfaltspflicht („Negligence”) und entspricht in etwa dem BGB § 823 in Deutschland. Als dritte Art ist die Gefährdungshaftung („Strict Liability in Tort”) zu nennen. Hierbei prozessiert man aufgrund von Produktfehlern, die einen Schaden an Mensch oder Eigentum verursacht haben.

Selbst wenn der Abnehmer der Maschine eine fehlerhafte Betriebsanleitung wissentlich gegen einen Preisnachlass zustimmt, schließt dies die Produkthaftung nicht aus. Bei einem Unfall aufgrund einer fehlerhaften Betriebsanleitung, kann man den Hersteller der Maschine bzw. den Ersteller der Betriebsanleitung rechtlich belangen.

Ein vertraglicher Ausschluss der Produkthaftung im Maschinenbau oder eine Beschränkung hinsichtlich mittelbarer Schäden, Produktionsausfall, entgangenem Gewinn usw. ist nicht möglich. Das Produkthaftungsgesetz ist dazu eindeutig:

㤠14 Unabdingbarkeit
Die Ersatzpflicht des Herstellers nach diesem Gesetz darf im voraus weder ausgeschlossen noch beschränkt werden. Entgegenstehende Vereinbarungen sind nichtig.“

Somit kann man im Maschinenbau die Produkthaftung nach dem Produkthaftungsgesetz weder in Verträgen noch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausschließen.

Im Maschinenbau entstehen Produkthaftungsfälle meistens aufgrund der Verletzung einer der Verkehrssicherungspflichten. Als ein Beispiel für die Verletzung der Instruktionspflicht ist der Brandschaden an einer Anlage zu nennen. Die fehlende Angabe eines Anzugsdrehmomentes für eine Schraube in einem Technischen Datenblatt führte zu einem Schwingbruch an einer Schraube. Der daraus resultierende Schaden an der Anlage belief sich auf ca. 100.000,00 € plus Ausfallschaden. Die daher entstandenen Kosten hat der Hersteller der Anlage bei dem Schraubenhersteller geltend gemacht.

Die Produkthaftung in der Technischen Dokumentation greift, wenn aufgrund einer Verletzung der Instruktionspflicht des Herstellers seine Produkte einen Schaden verursachen. Dieser Fall liegt vor, wenn Körper- oder Gesundheitsverletzungen oder eine Sachbeschädigung vorliegen.

Grundsätzlich erlischt erst 10 Jahre nach Inverkehrbringens des Produktes die Produkthaftung im Maschinenbau. Damit der genaue Zeitpunkt des Inverkehrbringens bekannt ist, muss eine lückenlose Technische Dokumentation diesen nachweisen. Dies ist beispielweise durch die Vergabe von Seriennummern an die Produkte möglich.

Zu den Faktoren für eine rechtssichere Dokumentationsabteilung zählen zum Beispiel:

  • Qualifikationen der Mitarbeiter
  • Schreibstil der Redakteure
  • Ebenso die Arbeitsweise
  • Führungsstil

Im Falle von Personenschäden durch ein fehlerhaftes Produkt sieht das Produkthaftungsgesetz einen Haftungshöchstbetrag von 85 Millionen Euro vor. In anderen Ländern gibt es andere Höchstbeträge.

Bei einem Unfall einer Maschine oder Anlage ohne ausgelieferte Anleitung haftet der Maschinenhersteller vollständig im Sinne der Produkthaftung. Außerdem können weitere, rechtliche Verfahren wegen unlauterem Wettbewerb oder Verstoß gegen das Produktsicherheitsgesetz folgen.

Die Marktaufsicht wird zudem wegen zu unrecht erfolgter CE-Kennzeichnung tätig. Diese kann das Produkt Stillsetzen, den weiteren Verkauf unterbinden, einen Produktrückruf veranlassen und/oder alle anderen Produkte des Herstellers ebenfalls überprüfen.

Generell handelt die Produkthaftung um den Ausgleich eventuell entstandener Folgeschäden wie Personen- und/oder Sachschäden aufgrund der Benutzung von Produkten. Im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes kann jede hergestellte fertige oder auch unfertige Sache zunächst ein Produkt am Markt sein, wenn Menschen diese in irgendeiner Art und Weise verwenden. Dazu zählen:

  • Gegenstände für den privaten Gebrauch
  • Technische Arbeitsmittel
  • Nahrungsmittel für Menschen und Tiere
  • Stoffe und sonstige Materialien

Fügt man fertige und/oder unfertige Produkte zu einem neuen zusammen bzw. verändert wesentlich ein bestehendes, erzeugt man im rechtlichen Sinne ein neues Produkt.

In den USA gibt es kein einheitliches Produkthaftungsrecht. Jeder US-Bundesstaat hat ein eigenes, unabhängiges politisches System mit einer eigenen Verfassung und mit eigenen Haftungsnormen. Produkthaftungsansprüche werden einzelstaatlich geregelt, die Gesetze sind von Staat zu Staat verschieden und ändern sich laufend, wenn neue Präzedenzfälle entschieden werden. Doch es gibt einige allgemeingültige Grundsätze.

Produktübergreifende Standards für Bedienungsanleitungen stellt das ANSI („American National Standards Institute”) auf. Für Bedienungsanleitungen allgemein relevant ist die Norm ANSI Z535.6 („Product Safety Information in Product Manuals, Instructions, and Other Collateral Materials”). Diese Norm wird für Begleitinformationen wie Betriebsanleitungen, Bedienungsanleitungen, Montageanleitungen und Gebrauchsanweisungen verwendet.

Weitere allgemeine Richtlinien und Verordnungen mit Gesetzeskraft erlassen die Bundesbehörde OSHA (Occupational Safety and Health Administration) zur Verminderung von Arbeitsunfällen.

Daneben gibt es eine Vielzahl von Institutionen, die Qualitätsstandards festlegen. So legt beispielsweise die Bundesanstalt NIOSH (National Institute for Occupational Safety and Health) allgemeine Arbeitsbedingungen fest.

Die allgemein gültigen Grundsätze wie die der OSHA sind die Mindeststandards für alle US-Bundesstaaten. Auf der Ebene der Bundesstaaten können zudem zusätzliche Bedingungen festgelegt sein, welche durch die jeweiligen staatlichen Gesetze und Verordnungen festgelegt sind.

Eine vollkommene Haftungssichere Dokumentation gibt es soweit nicht. Um im Falle eines Haftungsfalles aber eine brauchbare Verteidigung zu besitzen, sollten neben technischer Unterlagen (Zeichnungen, Validierungen, usw.) folgende Unterlagen vorliegen:

  • Produktanalyse
  • Zielgruppenanalyse
  • Normenrecherche
  • Gefahrenanalyse und Risikobeurteilung
  • Aufstellung der notwendigen Sicherheitskennzeichnungen des Produktes
  • Betriebsanleitung
  • Interne Dokumentation (Nachweise über Übereinstimmungen des Produktes mit den Normen und Richtlinien)

Benötigen Sie zudem Thema Haftungssichere Dokumentation eine Beratung? Gerne beraten wir Sie im Vorfeld einer Dokumentation was es hingegen der rechtlichen Vorgaben oder länderspezifischer Besonderheiten zu beachten gibt.

Der Hersteller eines Produkts darf seine Kunden nicht schädigen. Die Geschäftsführer eines Unternehmens sind dafür verantwortlich, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, um möglichen Schäden durch Ihre Produkte einzudämmen.

Der Hersteller eines Produkts unterliegt der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Selbst wenn diese Aufgabe auf leitende Angestellte übertragen und delegiert sind, bleibt die Geschäftsführung in der Verantwortung, dass sie sorgfältig ausgeführt sind. Ebenso müssen die leitenden Angestellten ihrerseits entsprechende Sorgfalt walten lassen.

Im Zweifelsfall muss der Geschäftsführer nachweisen, dass der Schaden auch bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt eingetreten wäre.

Wer ein fehlerhaftes Produkt in Verkehr gebracht hat, der haftet nach dem deutschen Produkthaftungsgesetz auch. Wenn zum Beispiel im Schadensfall ein Teilprodukt Ursache für den Schaden war, haftet der Lieferant des Teilproduktes für den Schaden. Umgekehrt haftet ein Lieferant nicht, wenn sein fehlerfreies Produkt in ein fehlerhaftes anderes Produkt eingebaut wird.

Produzentenhaftung: Im Gegensatz zur Produkthaftung liegt die Beweislast bei der Produzentenhaftung beim Kunden. Dieser muss nachweisen, dass der Hersteller grob fahrlässig gehandelt hat. Ebenso, dass das Produkt einen Fehler in den Bereichen Konstruktion, Fabrikation, Instruktion oder Produktbeobachtung aufweist. Die Produzentenhaftung gewinnt dort an Bedeutung, wo die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz ausgeschlossen bzw. eingeschränkt ist.

Produkthaftung: Der Hersteller haftet für die Gefahren die vom eigenen Produkt ausgehen nach § 1 ProdHaftG, ohne dass dazu ein Verschulden des Herstellers notwendig ist. Der Geschädigte muss nur nachweisen, dass zum Zeitpunkt des Schadens ein Fehler mit dem Produkt vorlag. Da nur der Umstand der fehlerhaften Herstellung ausschlaggebend ist, spricht man auch von der sogenannten „Gefährdungshaftung“.

Die Produkthaftung legt ein besonderes Augenmerk in der Gebrauchsanleitung auf die Definition des Verwendungszweckes eines Produktes mit möglichen Einschränkungen. Weiterhin sind die Angaben zur Instandhaltung, Wartung oder Reparatur sowie die technischen Daten über Verbrauch, Leistung, usw. zu berücksichtigen.

Risikobeurteilung

Da Lastaufnahmemittel unter den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie fallen, muss man für ein Lastaufnahmemittel auch eine Risikobeurteilung erstellen.

Beim ALARP-Konzept handelt es sich um eine Methode der Risikoreduzierung im Maschinenbau. Das Verfahren wird beispielsweise in der Risikobeurteilung und der Gefahrenanalyse eingesetzt. ALARP steht für den Ausdruck: As Low As Reasonable Practicable. Im Maschinenbau bedeutet dies, dass man Risikominderungsmaßnahmen für Risiken nur dann umsetzt, wenn sie auch vernünftigerweise praktikabel sind. Das heißt wenn der finanzielle und/oder technische Aufwand vertretbar ist. Dies geht natürlich immer einher mit der Betrachtung des Schadensausmaßes und seiner Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Gefährdungsbeurteilung in der Technischen Dokumentation ist ein Verfahren zur systematischen Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen bei der Arbeit. Gemeint ist dabei jede Art von Gefahr welcher Beschäftigte im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind. Das Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist, diese Gefährdungen bereits im Vorfeld ausfindig zu machen und diesen präventiv entgegenzuwirken.

Die Verfahren Gefährdungsbeurteilung und Risikobeurteilung in der Technischen Dokumentation werden häufig – und fälschlicher Weise – gleichgesetzt oder schlichtweg verwechselt. Sie sind jedoch nicht identisch und bezeichnen unterschiedliche Verfahren zur Identifizierung von Gefährdungen und Risiken. Eine Gefährdungsbeurteilung behandelt auftretende Gefahren in einem Arbeitsbereich eines Betriebes. Die Risikobeurteilung hingegen analysiert Gefahren, die von einer Maschine bzw. einem Gerät ausgehen.

Die Begriffe Gefahrenanalyse und Risikoanalyse kommen in der Technischen Dokumentation häufig als synonymer Begriff vor. Gefahrenanalyse ist mit der Risikobeurteilung gleichzusetzen, da beide Begriffe das gleiche Verfahren bezeichnen. Der Begriff Risikoanalyse steht hingegen für einen einzelnen Schritt innerhalb des Prozesses der Gefahrenanalyse bzw. Risikobeurteilung

Wer eine Risikobeurteilung durchführt, steht in der EN ISO 12100. Die Einleitung der Norm besagt, dass diese für Konstrukteure vorgesehen ist. Die EN ISO 12100 legt fest, dass der Konstrukteur die verschiedenen Gefährdungen identifiziert. Als Teil des Beitrages des Konstrukteurs zur Risikominderung gehört auch die Bereitstellung einer angemessenen Benutzerinformation in Form der Risikobeurteilung.

Bereits frühzeitig in der Konstruktion sollte die Risikobeurteilung einer Maschine beginnen. Dabei sollte die Abteilung der Technischen Dokumentation sehr eng mit der Konstruktionsabteilung zusammenarbeiten. Die Risikobeurteilung ist ein begleitender Schritt in der Entwicklung einer Maschine. Deswegen sollte die Technische Redaktion auch frühzeitig in den Produktentwicklungsprozess eingebunden sein.

Die Bereitstellung der Informationen zu Restrisiken mittels der Risikobeurteilung ist die letzte Methode zur Risikominderung. Sie wird erforderlich, wenn sich ein Risiko auch durch eine inhärent sichere Konstruktionsweise, technische Schutzmaßnahmen und ergänzende technische Sicherheitsvorkehrungen nicht ausschließen oder mindern lässt. Die Information kann durch das Anbringen von Warnschildern realisiert sein, aber auch durch Kennzeichnungen, Warneinrichtungen und Signale. Die Informationen, Kennzeichnungen oder Signale in der Betriebsanleitung und an der Maschine sollen dabei auf alle bestehende Restrisiken hinweisen.

Als eine leichte Verletzung werden solche angesehen, die voraussichtlich gänzlich verheilen werden ohne dauerhafte Erkrankungen und/oder Schäden zu hinterlassen. Dazu zählen z.B. Schrammen, leichte Schnittwunden, Druckstellen, etc.

Eine schwere Verletzung liegt dann vor, wenn diese nicht mehr verheilen und üblicherweise irreversible Schäden und/oder Erkrankungen nach sich ziehen, also Verlust von Gliedmaßen, Verlust des Augenlichts, irreversible Quetschungen bis hin zum Tod von Personen.

Die Risikobeurteilung ist laut Maschinenrichtlinie ein Bestandteil der technischen Unterlagen einer jeden Maschine bzw. Anlage. Diese muss grundsätzlich der Hersteller bereithalten, um Sie einer zuständigen Behörde auch vorlegen zu können. Zum Lieferumfang der Technischen Dokumentation gehört die Risikobeurteilung aber nicht. Es ist möglich, die Lieferung vertraglich zu vereinbaren.

Die Risikobeurteilung dient dazu, um mögliche Restrisiken bei der Nutzung des Produktes zu identifizieren. In der Gebrauchsanleitung muss man vor diesen Risiken warnen. Entsprechend können diese Warnungen den Hersteller auch vor möglichen Haftungsansprüchen durch das Produkthaftungsgesetz absichern. Die Durchführung einer Risikobeurteilung können in den einzelnen Phasen der Produktentwicklung unter verschiedenen Gesichtspunkten durchgeführt werden.

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In einem interdisziplinären Team aus Fachleuten diskutiert man offen über potentielle Gefährdungen eines Produktes. Dabei sollten die Teilnehmer aus verschiedenen Produktionsbereichen wie Konstruktion, Technik, Sicherheit, usw. stammen. Demzufolge dient die Brainstorming-Methode eher zur Vorbereitung einer anderen Risikobeurteilungsmethode und kann wertvolle Informationen liefern. Entsprechend liefert diese Methode gewisse Vor- und Nachteile.

Vorteile dieser Methode:

+ Liefert Ergebnisse einfacher als andere Methoden

Nachteile dieser Methode:

– Zeitaufwendig

Die Fehlerzustandsbaumanalyse wird landläufig als „Fehlerbaumanalyse“ bezeichnet. Hierdurch ermittelt man Faktoren und Ereignisse, wie Teil- oder Funktionsausfälle, die zu einem unerwünschten Hauptereignis beitragen. Die ursächlichen Faktoren werden dementsprechend einem Ereignis in einer Baumstruktur zugeordnet. Die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung infolge eines Ereignisses wird so leicht grafisch erkennbar gemacht. Die Tiefe der Verschachtelungen ist dahingegen in der Fehlerzustandsbaumanalyse nicht begrenzt.

Vorteile dieser Methode:

  • Gut geeignet für Analyse von Systemen mit vielen Schnittstellen
  • Übersichtlich durch grafische Darstellung

Nachteile dieser Methode:

  • Hoher Lernaufwand
  • Übersehen von negativen Auswirkungen von Faktoren zu anderen Ereignissen

Abweichungen von der gewünschten Funktion für verschiedene Betriebszustände des Produktes werden mithilfe von vordefinierten Leitwörtern wie z.B. „zu hoch“, „zu gering“ usw. untersucht. Die Ursachen und Wirkungen der Abweichungen demgegenüber sind zu diskutieren und schriftlich festzuhalten. Anschließend entwickelt man in dieser Risikobeurteilungsmethode entsprechende Gegenmaßnahmen.

Vorteile dieser Methode:

  • Leicht zu erlernen und zu beherrschen

Nachteile dieser Methode:

  • Einsatzbereich der Methode stark eingeschränkt
  • Nicht für Produktionsmaschinen geeignet

In dieser Risikobeurteilungsmethode wird die Struktur und Funktion eines Produktes entsprechend an Schaltpläne, Skizzen, Prozesspläne, Pflichten- und Lastenhefte analysiert. Dann werden Risiken eingeschätzt und die Schwere bzw. Bedeutung der Risikoeinschätzung anhand einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Anschließend versucht man die Risiken zu mindern oder geeignete Maßnahmen zu finden, um den Faktor der Risikoeinschätzung zu verringern.

Vorteile dieser Methode:

  • Freie Wahl des Detailierungsgrades
  • Gut geeignet für die Untersuchung von Baugruppen und Bauteilen

Nachteile dieser Methode:

  • Aufwendig

Ist eine im Maschinenbau sehr häufig vorkommende Methode zur Risikobeurteilung. Das Produktleben unterteilt man in dieser Methode dementsprechend in verschiedene Lebensphasen auf. Diese wiederum werden in Aufgaben untergliedert, welche automatische Abläufe und Tätigkeiten von Personen enthalten. Mittels dieser Aufgaben ermittelt man dann auftretende Gefährdungen. Anschließend werden Lösungsansätze für die Gefährdungen entwickelt und dokumentiert.

Vorteile dieser Methode:

  • Die Methode ist einfach zu erlernen
  • Geeignet für den Maschinenbau

Nachteile dieser Methode:

  • Weniger geeignet für verfahrenstechnische Anlagen, die automatisch arbeiten

Es wird bei der Risikobeurteilung nach folgenden Methoden unterschieden:

  • Aufgabenbezogene Risikobeurteilung
  • Fehlerzustandart- und effektanalyse (FMEA-Methode)
  • Gefahren- und Funktionsfähigkeitsanalyse (HAZOP)
  • Fehlerzustandsbaumanalyse (FTA)
  • Brainstorming-Methode

Ja. Die Beschreibung des Bedienplatzes einer Maschine ist ein Risikobeurteilungsinstrument. Sie dient dazu, die an der Maschine wahrgenommenen Tätigkeiten zu beschreiben und für die Risikobeurteilung zu bewerten.

Eine Risikobeurteilung umfasst maßgeblich folgende Schritte:

  • Bestimmung der Grenzen der Maschine, d.h. welche bestimmungsgemäße Verwendung und welche vorhersehbare Fehlanwendung diese Maschine besitzen.
  • Gefährdungen und die damit verbundene Gefährdungssituation, welche von der Maschine ausgeht.
  • Abschätzung der Risiken unter Berücksichtigung der Schwere möglicher Verletzungen oder Gesundheitsschäden und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens.
  • Bewertung der Risiken, um herauszufinden, ob eine Risikominderung erforderlich ist.
  • Die mit den Risiken verbundenen Gefährdungen ausschalten oder durch Schutzmaßnahmen diese Gefährdung vermindern.

Es werden folgende Risikoklassen unterschieden:

  • Eine gefährliche Situation, die mit Sicherheit eine schwere Verletzung oder den Tod nach sich ziehen wird, wenn sie nicht vermieden wird
  • Gefährliche Situation, die eine schwere Verletzung oder den Tod nach sich ziehen könnte, wenn sie nicht vermieden wird
  • Eine gefährliche Situation, die eine leichte bis mittelschwere Verletzung nach sich ziehen könnte, wenn sie nicht vermieden wird
  • Informationen, die keine Personenschäden betreffen, z.B. Hinweise auf Sachschäden

Sicherheits- und Warnhinweise

In der Technischen Dokumentation verwenden Autoren die Begriffe Sicherheitshinweis und Warnhinweis häufig synonym. Dabei haben die Begriffe doch unterschiedliche Bedeutungen.

Sicherheitshinweise sollen dem Benutzer den sicherheitsgerechten Umgang mit dem Produkt grundlegend erklären. Ein Sicherheitshinweis ist didaktisch aufbereitet und steht in der Regel ohne Signalwort in der Technischen Dokumentation. Sicherheitshinweise stehen zudem vorangestellt in einem eigenen Sicherheitskapitel in der Betriebsanleitung.

Ein Warnhinweis soll die Aufmerksamkeit des Benutzers hingegen auf ein konkretes Risiko lenken und zur Gefahrenvermeidung anleiten. Die Hervorhebung des Hinweises durch ein Signalwort ist erforderlich um die Information als Warnhinweis zu kennzeichnen. Die Warnhinweise stehen zu Beginn der Kapitel der Betriebsanleitung oder innerhalb von Handlungssequenzen. Dabei soll der Warnhinweis den Zusammenhang (Lesefluss) nicht unnötig beeinträchtigen.

Die Erkennbarkeit von Piktogrammen bzw. Sicherheitszeichen in den Sicherheits– und Warnhinweisen einer Betriebsanleitung hängt von der Größe der Zeichen ab. Welche Größe ein Piktogramm bzw. ein Sicherheitszeichen haben muss, hängt von der Erkennungsweite ab. Dies ist die Weite, aus der das Sicherheitszeichen noch erkennbar ist.

Folgende Werte sind bei der Erstellung von Sicherheitszeichen zu beachten:

Erkennungsweite (m) Schriftgröße (mm) Durchmesser Verbots- und Gebotszeichen (mm) Warnzeichen Basis (mm)
0,5 2 12,5 25
1 4 25 50
2 8 50 100

Die für US Betriebsanleitungen bekannte ANSI Z535 Normenreihe ist in mehrere Teile aufgegliedert. Die aktuell 6 Teile umfassende Reihe enthält:

  • ANSI Z535 .1 Safety Colors: Beschreibt die Farben von Sicherheitszeichen.
  • ANSI Z535.2 Environmental and Facility Safety Signs: Definiert Anforderungen an das Format von Sicherheitszeichen in Einrichtungen, Gebäuden und Umwelt.
  • ANSI Z535.3 Criteria for Safety Symbols: Kriterien für die Entwicklung und Verwendung von Sicherheitssymbolen.
  • ANSI Z535.4 Product Safety Signs and Labels: Spezifikationen für Design, Anwendung, Verwendung und Platzierung von Sicherheitsschildern und Etiketten an Produkten.
  • ANSI Z535.5 Safety Tags and Barricade Tapes (for Temporary Hazards): Anforderungen für Sicherheitsbänder und Aufsteller bei kurzzeitigen Gefahren.
  • ANSI Z535.6 Product Safety Information in Product Manuals, Instructions, and Other Collateral Materials: Aktualisierte Anforderungen an Sicherheitsinformationen in US Betriebsanleitungen, US Montageanweisungen und anderem Sicherheitsmaterial

Der ANSI Z535.1 Standard beschreibt die technischen Definitionen, Farbstandards und Farbtoleranzen für die einheitliche Sicherheitsfarbe von Sicherheitszeichen in US-Betriebsanleitungen. Die Farben dafür stehen für Unfallverhütungsschilder, -etiketten und –anhänger.

  • Die Farbe Rot steht unter anderem für Brandschutzausrüstung, Gefahrenschilder und Behälter mit brennbaren Flüssigkeiten
  • Orange bezeichnet Zeichen und Ausrüstung, die gefährliche Maschinen oder Geräte bezeichnen
  • Die Farbe Gelb steht für physische Gefahren, einschließlich solcher, die das Fallen und Stolpern betreffen und mit Vorsicht gekennzeichnet sind
  • Grün bezeichnet dafür Sicherheitsinformationen und Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • Blau steht für Informationen, die nicht unmittelbar sicherheitsrelevant sind, zum Beispiel Eigentums- oder Sicherheitsrichtlinien
  • Die Anwendungsfälle für die Farben Schwarz, Grau, Lila, Weiß und Kombinationen von Schwarz, Weiß und/oder Gelb kann der Endbenutzer selbst definieren

Das Format von Sicherheitszeichen in US Betriebsanleitungen ist durch den ANSI Z535.2 Standart festgelegt. Zum einen wird in dem Standard festgelegt, wann welches Signalwort zu verwenden ist. Abhängig von der Schwere eines Personenschadens muss man die Signalwörter DANGER (Gefahr), WARNING (Warnung) oder CAUTION (Vorsicht) verwenden. Bei einem möglichen Sachschaden durch Fehlbenutzung muss man in der US Betriebsanleitung mit dem Signalwort NOTICE (Hinweis) warnen. Für zusätzliche Informationen, welche Sicherheitsbezogen sind, ist noch das Signalwort Safety Instructions vorhanden. Beispielsweise kann man damit einen längeren Anleitungstext, wie das System sicher heruntergefahren werden kann, erläutern.

Weiterhin legt die ANSI Z535.2 Norm Anforderungen an die Gestaltung, Anwendung und Verwendung von Sicherheitszeichen in Einrichtungen, Gebäuden und Umwelt fest. Beispielsweise gehören die Kennzeichnung und der Standort von Erste-Hilfe-Ausrüstung, Feuerlöschern und anderer möglicher Sicherheitsausrüstung zu der Norm dazu.

Die ANSI Z535.3 definiert die allgemeinen Kriterien für die Entwicklung, Bewertung und Verwendung von Sicherheitssymbolen in US Betriebsanleitungen. Für die Entwicklung von effektiven Symbolen ist Konsistenz im Design eine entscheidende Rolle. Diese Konsistenz soll eine Vertrautheit mit den Bildern schaffen. Das macht es leichter Unterschiede zu erkennen, wie zum Beispiel wann das Hinzufügen eines Schutzhelms oder anderer Merkmale sinnvoll ist, die für die potenziell gefährliche Situation wichtig sind. Die Anhänge der ANSI Z535.3 enthalten zudem Anleitungen zur besseren Auswahl eines Symbols beim Gestalten der Warnhinweise in US Betriebsanleitungen.

Spezifikationen für Design, Anwendung, Verwendung und Platzierung von Sicherheitsschildern und Etiketten an Produkten oder in US-Betriebsanleitungen macht die ANSI Z535.4. Es gibt Erläuterungen dazu, wie Signalwörter, Sicherheitsfarben und die Verwendung von Symbolen zu einer einheitlichen Kennzeichnung von Gefahren verschmelzen. Das einheitliche Design trägt dazu bei, Unterschiede in der Sicherheitsidentifikation zu reduzieren, Reaktionszeiten zu reduzieren und das Bewusstsein für Gefahren zu erhöhen. Verfeinert sind die Definitionen für „Unfall“, „Schaden“ und „Vorfall“, um eine Trennung zwischen Körperverletzung und anderen sicherheitsrelevanten Problemen (z. B. Sachschäden) klarer abzugrenzen

Die ANSI Z535.5 behandelt Sicherheitsaufsteller und Sicherheitsbänder. Diese kommen hierzu zum Einsatz bis eine erkannte Gefahr beseitigt oder ein gefährlicher Vorgang abgeschlossen ist. Branchen (typischerweise Herstellung und Bau), die ein Gebiet kennzeichnen müssen, das von einer vorübergehenden Gefahr betroffen ist, benutzten diesen Standard.

Die ANSI Z535.6 enthält aktualisierte Anforderungen an Sicherheitsinformationen in US Betriebsanleitungen, US Montageanweisungen und anderem dementsprechend relevanten Sicherheitsmaterial. Die Informationen dienen der Förderung zur effizienteren Entwicklung von Sicherheitsmeldungen. Die Normenreihe enthält dahingegen Anforderungen für eine breit ausgelegte Produktpalette. Der ANSI Z535.6 Standard definiert zudem die fünf Arten von Sicherheitshinweisen in US Betriebsanleitungen:

  • Section Safety Message
  • Grouped Safety Message
  • Embedded Safety Message
  • Property Damage Message
  • Supplemental Directives

Supplemental Directives in den Sicherheitshinweisen sind ergänzende Anweisungen für den Benutzer von der US Betriebsanleitung. Diese Anweisungen sollen dadurch die Sicherheitsrelevanz von bestimmten Informationen unterstreichen. Unter dieser Kategorie fallen Vermerke in der US Betriebsanleitung wie „Read this instruction manual in its entirety before working with this machine.“ 

(Deutsch: Lesen Sie diese Bedienungsanleitung vollständig durch, bevor Sie mit dieser Maschine arbeiten)

Der komplexe ANSI Z535.6 Standard umfasst fünf Hinweiskategorien für Warnhinweise in US Betriebsanleitungen.

  1. Section Safety Message (Abschnittsbezogene Warnhinweise)
  2. Grouped Safety Message (Zusammengefasste Sicherheitshinweise)
  3. Embedded Safety Message (Eingebettete Warnhinweise)
  4. Property Damage Message (Warnhinweise auf Sachschäden)
  5. Supplemental Directives (Ergänzende Anweisungen)

Das Gefahr Zeichen (Safety Alert Symbol) muss in US Betriebsanleitungen mindestens so hoch wie die Großbuchstaben des Warnhinweises sein. Der Text darf dafür in schwarzer oder weißer Farbe auf weißem oder schwarzem Untergrund dargestellt sein. Auch die Darstellung in den jeweiligen Signalfarben der Sicherheitsinformationen in der US Betriebsanleitung ist erlaubt. Dies sollte man zudem bevorzugt zur besseren Differenzierung der Warnung einsetzen.

             Farbliche Darstellung                        Schwarz-Weiß Darstellung

Die Signalfarben von Signalwörtern in den Warnhinweisen von US-Betriebsanleitungen sollten in Farbe gehalten sein. Die vorgeschriebene Farbgebung ist Rot für Gefahr (Danger), Orange für Warnung (Warning) und Gelb (Caution) für Warnhinweise. Auch bei einem Schwarz-Weiß Druck der US-Betriebsanleitungen sorgen die Farben der Signalwörter trotzdem für eine bessere Differenzierung.

Eine mögliche Art ist ein eingebetteter Warnhinweis (Embedded safety message) in einer US Betriebsanleitung. Das ist ein Warnhinweis, der im Text eingebaut ist und dort stehen soll, wo es vom Zusammenhang her nötig ist. Dieser dient dazu, um dem Leser genau zu sagen, worauf er jetzt oder hier achten muss. Sind entweder in dem jeweiligen Arbeitsschritt eingebettet oder vorangestellt als eigener Schritt bzw. Punkt. Am besten hebt man das Erscheinungsbild von eingebetteten Warnhinweisen von den normalen Warnhinweisen ab.

Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, wer der wahrscheinliche oder zu erwartende Nutzer der US Betriebsanleitung ist. Man sollte mittels einer Zielgruppenanalyse genauere Informationen über die Nutzergruppen einholen. Zu wenige der Maschinenbauer machen sich vor dem Export in die USA darüber Gedanken. Es ist wahrscheinlich, dass Verantwortliche nur spekulieren, wer die Maschine benutzt. In Deutschland setzt man dies viel zu sehr als Vorwissen durch Ausbildung oder Weiterbildung voraus. Die meisten Arbeitnehmer sind in den USA aber nur mehr oder weniger gut angelernt. Eine Jahrzehntelange Erfahrung ist dahingegen sehr selten.

Eine nicht oder nicht angemessene erfolgte Warnung hinsichtlich eines vorhandenen Risikos des Produkts fällt in der Technischen Dokumentation unter Warnungsfehler. Häufig vorkommende Warnungsfehler sind:

  • Unzureichende Warnungen oder Betriebsanleitungen
  • Durch das Fehlen solcher Warnungen oder Betriebsanleitungen ist nicht plausibel, dass das Produkt sicher ist
  • Die vorhandene Gefahr des Produkts hätte beschränkt oder vermieden werden können, wenn der Hersteller plausible Warnungen oder Betriebsanleitungen herausgegeben hätte

Eine grafische Übersicht in der Technischen Dokumentation über die Anbringungsorte von Warnschildern an einer Maschine hilft dem Benutzer der Betriebsanleitung. Da die DIN EN 82079-1 eine solche Übersicht fordert, sollte man dies bei der Erstellung einer Betriebsanleitung beachten. Auch können bei längerer Standzeit einer Maschine die Warnschilder an der Maschine abfallen oder unleserlich werden. Dann hilft eine Übersicht in der Betriebsanleitung, die Standorte für das Wieder- oder Neuanbringen von Warnschildern zu erläutern.

Um Warnhinweise in der Technischen Dokumentation aufzubauen, muss man alle Gefährdungen und Gefährdungsereignisse aus der Risikobeurteilung extrahieren, sofern die mit Restgefahren verbunden sind. Für den Aufbau eines Warnhinweises benötigt man daher die Angaben über:

  • Art der Gefahr
  • Gefährdung/Gefährdungsereignis
  • Beschreibung der Gefährdung/des Gefährdungsereignisses
  • Risikoeinschätzung
  • Beschreibung der Restgefahr
  • Beschreibung der Schutzmaßnahmen, sofern es welche gibt

Ein guter Warnhinweis in der Technischen Dokumentation macht die Sinnhaftigkeit von Vermeidung und Verboten deutlich. Der Warnhinweis lässt Gefahren und Konsequenzen plausibel und nachvollziehbar erscheinen. Weiterhin spricht ein guter Warnhinweis den Leser direkt an. Ein guter Warnhinweis ist nicht länger als notwendig aber mindestens so lang wie notwendig.

Die Warnhinweise für Maschinen, welche in die USA gehen, unterliegen der amerikanischen ANSI Norm. Diese fordert die strikte Trennung zwischen Personen- und Sachschäden. Personenschäden werden dafür je nach Schwere mit den Signalwörtern DANGER (Gefahr), WARNING (Warnung) und CAUTION (Vorsicht) versehen. Vor möglichen Sachschäden an der Maschine durch Fehlbenutzung warnt hingegen das Signalwort NOTICE (Hinweis).

Ist die Betriebsanleitung und vor allem die darin enthaltenen Handlungsanweisungen im Passiv formuliert, signalisiert das nicht die gegebene Dringlichkeit. Die Handlung versteht der Ausführende dann so, dass nicht (sofort) eine Handlung durchzuführen ist. Zudem ist eine aktive Schreibweise auch die verständlichere. Deswegen sollte der Text einer Betriebsanleitung im Aktiv formuliert sein.

Bei Sicherheits- und Warnhinweise in der Technischen Dokumentation nach ANSI muss man die strikte Trennung zwischen Personen- und Sachschäden beachten. Ebenso die Abstufung der Gefährdungsklassen von leichten Verletzungen bei Missachtung der Warnhinweise bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen bei Missachtung.

Ein Sicherheitszeichen wird in einer Betriebsanleitung mit einem Piktogramm ohne Text oder dazugehörigen Text dargestellt. Im wenigen Fällen, wie bspw. durch Platzmangel, darf das Piktogramm allein stehen. Das kombinierte Sicherheitszeichen mit Text sollte immer bevorzugt zum Einsatz kommen. Diese Darstellung verdeutlicht den Warnhinweis dementsprechend bildlich und erläutert ihn zeitgleich noch textuell. Ein Text ohne Piktogramm darf nie als Sicherheitszeichen ausgegeben werden. Das Bild bzw. Piktogramm muss vor dem Text stehen.

Die Sicherheitszeichen werden nach Verbots-, Gebots- und Warnzeichen klassifiziert.

  • Verbotszeichen: Untersagt ein gewisses Verhalten
  • Gebotszeichen: Schreibt ein gewisses Verhalten vor
  • Warnzeichen: Warnt vor einer Gefahr

Die Sicherheitszeichen sind von ihrer Darstellung jedoch genormt. Je nach Klassifizierung ergibt sich daher die Form und Farbe für das jeweilige Sicherheitszeichen.

Die ANSI-Norm macht klare Vorgaben, wie Warnhinweise in amerikanischen Betriebsanleitung aussehen müssen. Beispielsweise werden die Begriffe DANGER, WARNING, CAUTION und NOTICE als Signalwörter laut ANSI Z535.6 verwendet. Die Signalwörter sind den Farben Rot, Orange, Gelb und Blau zugeordnet.

Sicherheitshinweise müssen schon vor der Konstruktion entstehen. Für jede Maschine muss eine Risikobeurteilung vorgenommen werden, um die für die Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu ermitteln. Die Risikobeurteilung muss alle Restrisiken enthalten, die von einer Maschine während der festgelegten Lebensdauer in all ihren Lebensphasen ausgeht. Die Sicherheitshinweise ist dann unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung in ihren jeweiligen Risikoklassen zu konstruieren und zu gestalten.

Warnhinweise, nach dem SAFE-Prinzip erstellt, sind folgendermaßen aufgebaut:

  • S = Signalwort (Wahl des Signalwortes wie Gefahr, Warnung, Vorsicht oder Hinweis entsprechend von der Gefahrensituation)
  • A = Art und Quelle der Gefahr (Woher kommt die Gefahr / Was ist die Gefahrenquelle?)
  • F = Folgen bei Nichtbeachtung (Was passiert bei Nichtbeachtung des Hinweises)
  • E = Entkommen / Vermeiden (Wie vermeidet bzw. löst man die Gefahrensituation?)

Für die Gliederung des Kapitels Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung bieten sich verschiedene Hierarchien an:

  • Chronologisch (entsprechend der Lebensphasen der Nutzung)
  • Von offensichtlichen Gefährdungen bis hin zu versteckten/unbekannten Gefährdungen
  • Zielgruppenspezifisch (wenn es mehrere Zielgruppen gibt)

Warnschilder welche an der Maschine angebracht sind, müssen in der Betriebsanleitung als Warnhinweise erläutert sein. Ebenso sind die Anbringungsorte der Warnschilder in der Betriebsanleitung zu kennzeichnen.

Maschinenbau

Betriebsanleitungen gehören im Maschinenbau zur Sicherheitskonzeption einer Maschine. Die in der Betriebsanleitung enthaltenen Informationen sollen Risiken und Gefährdungen für den Benutzer oder die Maschine dahingegen vermeiden. Sie sollen insbesondere Fehlanwendungen verhindern. Eine fehlerhafte Betriebsanleitung gefährdet die Benutzer und kann deswegen im Falle eines Unfalles auch schwere rechtlichen Folgen aufgrund Produkthaftung mit sich ziehen.

Ist eine Betriebsanleitung im Maschinenbau fehlerhaft oder unverständlich und kommt es in Folge dessen wegen falscher Handhabung der Maschine zu einem Schaden, kann der Hersteller schadenersatzpflichtig sein. Der Hersteller haftet – unabhängig davon, ob er bei der Erstellung der Betriebsanleitung schuldhaft gehandelt hat oder nicht. Umgekehrt kann sich ein Hersteller entlasten, wenn er auf entsprechende Restgefahren hinweist. Eine mangelhafte Betriebsanleitung rechtfertigt zudem auch den Rücktritt vom Verkaufsvertrag und die Rückerstattung oder Minderung des Verkaufspreises.

Auch Druckbehälter bedürfen einer Konformitätserklärung, wenn sie unter den Geltungsbereich einer europäischen Richtlinie fallen. Europäische Richtlinien wie die Maschinenrichtlinie oder Druckgeräterichtlinie geben das jeweils anzuwendende Verfahren zur Prüfung und Bewertung einer Konformität vor. Im Maschinenbau bezieht sich die Konformitätserklärung in erster Linie darauf, dass eine Maschine sämtliche Anforderungen an die Sicherheit einhält. Damit sind die Sicherheit beim Betreiben der Maschine und der Schutz der Gesundheit der Maschinenbediener gemeint. Ein Druckbehälter fällt unter die Druckgeräterichtlinie.

Warnsignale für und an Maschinen sind unverzichtbare Bestandteile einer Maschine. Sie dienen im Maschinenbau zum Schutz der Gesundheit der Maschinenbediener und weiterer Personen. Zudem sind Warnsignale zwingend vorgeschrieben für den Betrieb einer Maschine. Die Maschinenrichtlinie fordert unter Abschnitt 1.7.1.2. folgendes zu Warnsignalen:
„Wenn Sicherheit und Gesundheit der gefährdeten Personen durch Funktionsstörungen einer Maschine, deren Betrieb nicht überwacht wird, beeinträchtigt werden können, muss die Maschine mit einer entsprechenden akustischen oder optischen Warnvorrichtung versehen sein.“

Zu den Arten von Warnsignale, welche im Maschinenbau zum Einsatz kommen, zählen Optischen Warnsignale wie Blinklichter, Signallampen, Ampeln, usw. Eine weitere Art von Warnsignale sind zudem die Akustischen Signale wie Alarmglocken, Klingeln, Sirenen oder Hupen. Auch Warnsysteme mit einer Kombination optischer und akustischer Warnsignale sind möglich.

Zu den Anforderungen an den korrekten Betrieb von an Maschinen angebrachten Warnsignale zählen:

  • Die Warnsignale müssen frühzeitig auf eine Gefährdung reagieren können und sich rechtzeitig aktivieren lassen.
  • Der Betrieb der Warneinrichtungen muss zuverlässig funktionieren. Häufige Fehlalarme führen dazu, dass die Maschinenbediener die Warnsignale
  • Eine Testmöglichkeit muss vorhanden sein, so dass die Funktionsbereitschaft der Warnsignale überprüfbar ist.
  • Erklärung der Warnsignale in der Betriebsanleitung und Angaben zur Überprüfung und Wartung in der Anleitung.

Im Maschinenbau gibt es zwei unterschiedliche Arten von Totmannschalter.

Eine Art sind die Einrichtungen, die sich aktiv schalten, wenn der Totmannschalter losgelassen wird. An gefährlichen handgeführten Werkzeugen sind Totmannschalter angebracht. Sie stoppen das Gerät, sobald man Griff oder Schalter loslässt. Sie verhindern, dass die Maschine unbeabsichtigt weiterläuft.

Andere Möglichkeit sind Totmannschalter, die sich aktiv schalten, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. So gibt es beispielsweise für Einzelarbeitsplätze mit einem Gefährdungspotenzial Geräte, die am Gürtel befestigt sind und auf Neigung reagieren. Fällt die Person etwa aufgrund eines Unfalles in die Waagerechte, gibt das Gerät zunächst einen Signalton ab. Bleibt die Person weiterhin in der Waagrechten, setzt sich über ein Funksignal und einen Wählempfänger einen Telefonruf an eine Rettungsstelle oder eine andere Nummer ab.

Schaltschränke für Maschinen, die man innerhalb der Spannungsgrenzen der Niederspannungsrichtlinie verwendet, unterliegen als Niederspannungs-Schaltgerätekombination dem Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie und fallen nicht in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie. Sie erhalten die EG-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung nach Niederspannungsrichtlinie sowie die gesamte notwendige Technische Dokumentation. Zudem kann es für einen Schaltschrank für Maschinen keine Einbauerklärung nach Maschinenrichtlinie geben. Ein Schaltschrank für Maschinen erfüllt nicht die Definition einer unvollständigen Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie.

Bausätze für Garagentore, bestehend aus Motor, Steuerung und den Teilen der Kraftübertragung, werden als Maschine betrachtet. Verwendungsfertige Garagentore mit Antrieb sind ebenfalls Maschinen.

Bei einem Produktbeobachtungsfehler im Maschinenbau handelt es sich um einen Fehler, der sich erst zeigt, nachdem das Produkt in den Verkehr gebracht ist. Reagiert der Hersteller dann nicht, indem er vor diesem bisher unbekannten Fehler nicht warnt, verletzt er gegen seine Produktbeobachtungspflicht. Der Hersteller hat die Pflicht, die Nutzung seiner Produkte im Markt zu beobachten, um auf eventuell auftretende Gefährdungen zu reagieren. Der Hersteller muss seine Produkte deswegen im Auge behalten und evtl. auch zurückrufen.

Die Vorschriften in Bezug auf einen Anschlags-/ Zurrpunkt an einer Maschine sind in der Maschinenrichtlinie festgeschrieben. Hierbei gilt die Angabe des Werkstoffs, sofern dies für eine sichere Verwendung des Lastaufnahmemittels erforderlich ist. Zudem muss die maximale Tragfähigkeit ausgewiesen sein.

Es ist sinnvoll, Gefährdungen im Maschinenbau nicht nur in einer Liste niederzuschreiben, sondern diese den Lebensphasen entlang zu betrachten. Dafür ermittelt man alle Tätigkeiten und Abläufe in den jeweiligen Phasen (Transport, Betrieb, Wartung, usw.) zu. Anschließend ordnet man dann entsprechend die Gefährdungen zu. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alle Gefährdungen im Maschinenbau erkannt und frühzeitig entfernt sind.

Für die Einfuhr von technischen Produkten in die Volksrepublik China besteht eine Zertifizierungspflicht durch eine nationale Prüfstelle. Die CCC-Zertifizierung (China Compulsory Certification) gilt sowohl für Importierte als auch für chinesische Produkte. Die CCC-Zertifizierung stellt sicher, dass die Konformität der Produkte mit chinesischen Normen erfüllt ist. Erst nachdem eine CCC-Zertifizierung beantragt und erteilt ist, kann man Produkte nach China importieren, in China verkaufen und in Geschäftsaktivitäten in China benutzen.

Wer seine Erzeugnisse in die Eurasische Zoll- und Wirtschaftsunion (EAWU) von Russland, Belarus, Kasachstan, Armenien, Kirgisistan oder in andere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS-Staaten) ausführen möchte, muss ein TR-Zertifikat (Technische Reglements) beantragen. Dieses regelt dabei die Sicherheitsanforderungen und die Konformitätsbewertung für Maschinen. Voraussetzung für die Zertifizierung ist zudem eine Reihe ähnlich durchgeführter Prüfungen wie für die CE-Kennzeichnung. Die Einfuhr von Produkten in die Eurasische Union und deren Vertrieb sind ohne Zertifizierung verboten.

Die Maschinenrichtlinie besagt über auswechselbare Ausrüstungen im Maschinenbau folgendes:

  • Auswechselbare Ausrüstungen sind Ausrüstungen, die dafür konstruiert und gebaut sind, dass sie mit Maschinen zusammenbaubar sind. Der Einbau soll möglich sein, nachdem die Grundmaschine in Betrieb geht.
  • Ausrüstung, die vom Hersteller mit einer Maschine zusammengebaut ist, wenn die Maschine in Verkehr geht, und die nicht dafür vorgesehen ist, dass ein Austausch durch den Benutzer erfolgt, gilt nicht als auswechselbare Ausrüstung, sondern als Teil der Maschine.

Eine unvollständige Maschine kann in eine andere Maschine eingebaut sein. Ein nachträgliches Ausbauen ist dann aber nicht mehr möglich. Eine auswechselbare Ausrüstung kann dies, ist aber auch nicht als Ersatzteil zu verstehen. Für einen Hersteller von Maschinen ist diese Unterscheidung wichtig, da das Konformitätsbewertungsverfahren für eine auswechselbare Ausrüstung und eine unvollständige Maschine sich unterscheidet.

Die typischen Lebensphasen einer Maschine sind nach der DIN EN ISO 12100 geregelt. Dazu zählen Montage, Transport, Inbetriebnahme, Betrieb, Service, Reinigung, Wartung, Demontage und Entsorgung einer Maschine.

Die klassischen Arten von Produktfehler im Masschinenbau sind zum Beispiel:

  • Konstruktionsfehler
  • Fabrikationsfehler
  • Instruktionsfehler
  • Produktbeobachtungsfehler

Eine fehlerhafte, unvollständige oder nicht verständliche Dokumentation gilt als Fehler aufgrund mangelhafter Instruktion. Für die Technische Dokumentation gelten dadurch die gleichen Risiken und Gefahren für den Hersteller hinsichtlich der Produkthaftung.

Als Fabrikationsfehler bezeichnet man ein Produktfehler, der nur bei einzelnen Produkten auftritt. Er unterscheidet sich von einem Konstruktionsfehler dadurch, dass er erst bei der Herstellung entsteht. Dieser tritt auch nur individuell und nicht bei der kompletten Produktserie auf. Hierzu gehören beispielsweise Materialfehler. Mithilfe von strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen und der Einhaltung der Stand der Technik vermeidet man Fabrikationsfehler, um nicht wegen der Produkthaftung in Regressansprüche zu kommen.

Unter dem Begriff Retrofit im Maschinenbau versteht man die Modernisierung oder den Ausbau von bestehenden Maschinen oder Anlagen. Ältere und nicht mehr produzierte Maschinen oder Anlagen modernisiert man durch den Austausch von veralteten Komponenten. Dabei bringen neue, zeitgemäße technologische Weiterentwicklungen die Maschine auf den neuesten Stand.

Eine durch Retrofit veränderteren Maschine muss einer erneuten Risikobeurteilung unterzogen werden. Stellen sich dabei neue Risiken bzw. verstärkte Risiken heraus, erlischt die CE-Konformitätserklärung und muss neu durchgeführt werden. Die neuen Risiken muss man beheben oder verringern werden. Die Betriebsanleitung muss man auf jeden Fall überarbeiten, um der aktuellen Situation und aktuellen Normen und Richtlinien zu entsprechen. Zudem muss der Nutzer vor den nicht vermeidbaren Risiken durch Sicherheitshinweise gewarnt sein.

Fernwarten ist eine Betriebsart oder Lebensphase, die es auch in der Risikobeurteilung zu betrachten gilt. Wie bei anderen Betriebsarten bzw. Lebensphasen gilt, es dürfen keine Gefährdungen durch die Fernwartung entstehen. Fest bestimmte Normen zum Thema Fernwartung sind nicht vorhanden, jedoch befassen sich einige C-Normen (z.B. EN ISO 10218-2 Fernwartung für Robotersysteme) mit dem Thema.

Die Einbauerklärung einer unvollständigen Maschine muss entsprechend Angaben beinhalten:

  • Firmenbezeichnung und vollständige Anschrift des Herstellers
  • Name und Anschrift der bevollmächtigten Person für die technischen Unterlagen
  • Identifizierung und Beschreiung der unvollständigen Maschine
  • Erklärung, dass alle einschlägigen Richtlinien eingehalten wurden
  • Hinweis, dass die unvollständige Maschine erst dann in Betrieb gehen darf, wenn auch die (vollständige) Maschine allen Richtlinien entspricht
  • Ort und Datum der Erklärung
  • Angaben zur Person und Unterschrift der Person, die die Erklärung ausstellt

Je nach Art der handgehaltenen bzw. handgeführten Maschine muss diese über

  • eine ausreichend große Auflagefläche
  • angemessen dimensionierte Griffe und Halterungen
  • ausreichend Stabilität bei bestimmungsgemäßer Verwendung verfügen.

Die Griffe müssen so gestaltet sein, dass sich die Maschine mühelos in Gang setzen und stillsetzen lassen kann. Wenn die Griffe losgelassen werden, darf die Maschine nicht ungewollt Anlaufen bzw. Weiterlaufen. Falls man die Griffe nicht ohne Gefahr loslassen kann, müssen die Stellteile zum Ingangsetzen und Stillsetzen so angeordnet sein, dass man sie ohne Loslassen der Griffe betätigen kann.

Instruktionsfehler im Maschinenbau liegen vor, wenn der Hersteller nicht vor produktspezifischen Gefahren warnt. Die Instruktion im Maschinenbau umfasst Warnschilder und Signaleinrichtungen wie auch Betriebsanleitungen in gedruckter oder elektronischer Form. Die Instruktionen müssen vor allen Gefahren warnen, die nicht offensichtlich sind und die auch nicht konstruktiv beseitigbar sind.

Ein Konstruktionsfehler im Maschinenbau ist ein Fehler, der beim Entwurf eines Produktes auftritt. Entsprechend passiert dies durch falsche Annahmen des Konstrukteurs oder Vorgaben seitens des Kunden.

Der Begriff „Gesamtheit von Maschinen“ wird in der Maschinenrichtlinie im allgemeinen Sprachgebrauch als Maschinenanlage, verkettete Anlage oder komplexe Anlage bezeichnet. Also wenn mehrere Einzelmaschinen zusammenwirken bzw. so angeordnet sind, dass sie als geschlossene Einheit anzusehen sind.

Die Verkettung von Maschinen zu einer neuen Anlage kann mit dem erstmaligen Inverkehrbringen einer neuen Maschine gleichgesetzt werden. Der Betreiber der Anlage wird zum Hersteller mit allen Pflichten, selbst wenn die einzelnen Maschinen bereits in Verkehr gebracht sind. Das schließt eine erneute Risikobeurteilung, technische Dokumentation und die CE-Kennzeichnung mit ein.

Die Maschinenrichtlinie und andere EG-Richtlinien sehen vor, dass auf dem Typenschild die Adresse und Namen des Herstellers angegeben sein müssen. Weiterhin müssen auch die Bezeichnung der Maschine, Typen- oder Baureihenbezeichnung (ggf. Seriennummer), Baujahr und die CE-Kennzeichnung vorhanden sein.

Laut Maschinenrichtlinie ist eine unvollständige Maschine eine „Gesamtheit, die fast eine Maschine bildet“. Das heißt für sich genommen erfüllt die unvollständige Maschine keine bestimmte Funktion. Ein Getriebe, ein Greifer oder ein Antriebssystem sind typische Beispiele für unvollständige Maschinen. Eine Maschine bei der beispielsweise der Antrieb fehlt (der für ihr Funktionieren essentiell ist) ist auch eine unvollständige Maschine.

Da unvollständige Maschinen unter die Maschinenrichtlinie fallen, gehört eine Montageanleitung auch zwingend zu einer unvollständigen Maschine.

Die Montageanleitung allein als begleitendes Dokument einer unvollständigen Maschine reicht aber nicht aus. Der Hersteller muss dementsprechend vor dem Inverkehrbringen der Maschine eine sogenannte Einbauerklärung und eine Technische Dokumentation erstellen. Diese Dokumentation muss unter anderem folgende Sachen enthalten:

  • Übersichtszeichnungen,
  • Schaltpläne und Steuerpläne
  • Unterlagen zur Risikobeurteilung, insbesondere die zutreffenden Normen
  • Liste der jeweils relevanten Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen
  • Angaben zu Sicherheitsmaßnahmen und Restrisiken
  • Berichte technischer Prüfungen

Es ist also erforderlich eine ausführliche Betriebsanleitung mit den oben genannten Punkten für eine unvollständige Maschine auszustellen.

Wenn es um die Montageanleitung einer unvollständigen Maschine geht, bestimmt der Abnehmer in welche Sprache diese übersetzt werden muss. Der Abnehmer ist dieser, welche die unvollständige Maschine in seine Maschine einbaut. Falls die unvollständige Maschine also ins Ausland geht, ist die Montageanleitung möglicherweise in eine andere Sprache zu übersetzen.

Maschinensicherheit

Es gibt Normen die Vorgaben über Sicherheitsabstände im Maschinenbau machen. Die Norm EN ISO 13857 ist zum Beispiel eine solche sicherheitsspezifische Norm. Sie beschäftigt sich mit den Sicherheitsabständen in Gefährdungsbereichen. Die Sicherheitsabstände sind entsprechend geeignet für die Absicherung von maschinellen Gefährdungen (z. B. Roboter, Stanzen, Pressen usw.) in öffentlichen und gewerblichen Bereichen.

Annäherungsgeschwindigkeiten im Maschinenbau sind bei der Auslegung von Sicherheitsmaßnahmen und der Wahl geeigneter Sensorik zu berücksichtigen. Dabei werden, je nach Annäherungsrichtung und Art, unterschiedliche Geschwindigkeiten und Schutzgrößen festgelegt. Ebenso den Aspekt der indirekten Annäherung gilt es zu betrachten. Die Norm EN ISO 13855 definiert in erster Linie sogenannte Annäherungsgeschwindigkeiten des Menschen.

Um die Sicherheitseinrichtungen einer Maschine sinnvoll darzustellen, eignet sich eine grafische Abbildung in der Betriebsanleitung. Diese soll eine Übersicht über alle Sicherheitseinrichtungen liefern. Eine zusätzliche Beschreibung in der Betriebsanleitung mit Funktions- und Bedienungshinweisen verhelfen dem Leser dazu, diese Sicherheitseinrichtungen besser zu verstehen.

Eine Not-Halt-Vorrichtung im Maschinenbau dient zum sofortigen Anhalten einer Maschine im Notfall. Eine (gefahrbringende) Bewegung der Anlage soll mithilfe der Vorrichtung augenblicklich anhalten. Eine im Gefahrenfall betätigte Not-Halt-Vorrichtung löst ein Signal zur Stillsetzung einer Gefahr bringenden Bewegung aus. Der Schalter für die Not-Halt-Vorrichtung muss im Maschinenbau so konstruiert sein, dass nach Betätigen des Schalters dieser verriegelt ist. Ein Wiederanlaufen der Maschine ist solange nicht möglich, bis der Schalter entriegelt ist.

Der Unterschied zwischen Not-Halt und Not-Aus im Maschinenbau hängt von der Funktion der Vorrichtung ab. Eine Not-Halt-Vorrichtung im Maschinenbau soll eine Maschine oder Anlage sofort anhalten. Die Not-Aus-Vorrichtung trennt die Maschine im Notfall sofort von der elektrischen Versorgung. Die Trennung von der Stromversorgung bedeutet aber nicht, dass die Maschine auch augenblicklich stillsteht. Die Funktion des Not-Aus im Maschinenbau besteht darin, die Maschine spannungsfrei zu setzen. Währenddessen soll die Not-Halt Funktion alle bewegten Maschinenteile sofort stillsetzen.

Die DIN EN ISO 7010 regelt, wie Gebotszeichen im Maschinenbau für den europäischen Markt aussehen müssen. Die Norm legt fest, dass die Piktogramme weiß auf blauem Grund auf einem runden Kreis mit weißen Rand abgebildet sein müssen.

Zwei mögliche Gebotszeichen sehen beispielsweise wie folgt aus:

                               

Anleitung beachten                               Netzstecker ziehen

Für Warnzeichen im Maschinenbau legt die Norm DIN EN ISO 7010 die Regelungen für den europäischen Markt fest. Diese besagt, dass das Piktogramm schwarz auf gelben Grund auf einem gleichseitigen Dreieck mit gerundeten Ecken abgebildet sein muss.

Zwei mögliche Warnzeichen sehen beispielsweise wie folgt aus:

                                                     

Warnung vor heißer Oberfläche                         Warnung vor Absturzgefahr

Wie Verbotszeichen im Maschinenbau aussehen müssen, regelt die DIN EN ISO 7010 für den europäischen Markt. Für ein Verbotsschild legt die Norm fest, dass ein schwarzes Piktogramm auf ein rundes Schild mit weißem Hintergrund abgebildet ist. Das Schild hat einen dicken roten Rand mit einem roten Querbalken, der das Piktogramm durchstreicht.

Zwei mögliche Verbotszeichen sehen beispielsweise wie folgt aus:

        

Berühren verboten              Keine schwere Last

Beurteilen Sie, ob es sich bei den Neuerungen um sogenannte „wesentliche Veränderungen“ handelt, welche in der Maschinenrichtlinie definiert sind. Wenn dies nicht der Fall ist, reicht es aus die Arbeitssicherheitsvorschriften (Richtlinie 2009/104/EG) anzuwenden. Sind aber „wesentliche Veränderungen“ zutreffend, muss man die Maschine bezüglich der Sicherheit mit einer neuen Risikobeurteilung prüfen. Die neu entwickelten Schutzmaßnahmen muss man entsprechend dem Stand der Technik nach Richtlinien und Normen überprüfen. Ebenso muss man eine vorhandene CE-Kennzeichnung erneut beantragen.

Die Reihenfolge für Maßnahmen zur Risikoreduzierung im Maschinenbau wird durch die Maschinenrichtlinie verbindlich vorgeschrieben. Der Konstrukteur einer Maschine muss sich an die Drei-Stufen-Methode halten:

  1. Der erste und wichtigste Schritt ist die inhärent sichere Konstruktion. Änderungen in der Konstruktion stellen am ehesten sicher, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen dauerhaft wirksam bleiben.
  2. Der zweite Schritt sind technische oder ergänzende Sicherheitsmaßnahmen gegen Risiken, die sich konstruktiv nicht beseitigen ließen. Erst wenn inhärente Schutzmaßnahmen nicht möglich sind, ist dieser Schritt in Betracht zu ziehen.
  3. Wenn eine Risikominderung in den ersten beiden Schritten nicht oder nicht ausreichend möglich war, werden in dem letzten Schritt vor Restrisiken mittels einer Benutzerinformation gewarnt. Zu den Benutzerinformationen zählen beispielsweise:
  • optische und akustische Signale an der Maschine (Leuchten, Sirenen),
  • Sicherheitskennzeichnungen (Warnaufschriften, Piktogramme) auf der Maschine,
  • die Betriebsanleitung.

Bei der Bestimmung von Risikofaktoren im Maschinenbau muss man dafür folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Menschliche Faktoren wie Stress, Ermüdung, Ergonomie sowie Wechselwirkungen zwischen Personen und Maschine
  • Tauglichkeit von Schutzmaßnahmen
  • Möglichkeiten zur Ausschaltung oder Umgehung von Schutzmaßnahmen
  • Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Schutzmaßnahmen
  • Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Gefährdung

Um die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Gefährdung im Maschinenbau bestimmen zu können, verwendet man dafür folgende Fragen als Kriterien zur Einschätzung:

  • Für welche Aufgaben muss man den Gefährdungsbereich betreten?
  • Wie erlangt man Zugang zum Gefährdungsbereich?
  • Wie lange muss man sich im Gefährdungsbereich aufhalten?
  • Die Anzahl an Personen, welche den Gefährdungsbereich betreten müssen?
  • Wie oft muss man zudem den Gefährdungsbereich betreten?
  • Liegen Daten über Gesundheitsgefährdungen vor?
  • Liegen ebenfalls Daten aus Risikovergleichen mit ähnlichen Maschinen oder Maschinenteilen vor?

Als Fachkraft gilt, wer über fachliche Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen verfügt. Die Fachkraft kann die ihm übertragenen Arbeiten beim Bedienen oder der Installation der Maschine beurteilen und mögliche Gefahren erkennen.

Durch den Umzug einer Maschine an einen anderen Ort können sich unter Umständen die räumlichen Rahmenbedingungen für diese ändern. Deshalb ist es notwendig, nach Umzug eine erneute Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Damit überprüft und bewertet man die Maschine auf möglicherweise neu entstandene Gefährdungen.

Die GS-Prüfstelle überprüft an einem Baumuster, ob das Produkt den Anforderungen nach dem Produktsicherheitsgesetzt entspricht. Insbesondere bei der Bewertung, ob das Produkt die Sicherheit und Gesundheit von Personen nicht gefährdet. Es ist sicherlich hilfreich, der GS-Prüfstelle zusätzlich die vorhandene Risikobeurteilung und Gebrauchsanleitung zur Verfügung zu stellen.

Eine Möglichkeit, ein Produkt als sicher zu kennzeichnen, ist ein GS-Zeichen. Dieses Zeichen kann der Hersteller allerdings nicht selbst anbringen, sondern muss es bei einer GS-Prüfstelle beantragen. GS-Prüfstellen werden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bekannt gegeben.

Geräte, Werkzeuge, Maschinen bzw. Anlagen mit bedingtem Auftreten von kalten oder heißen Oberflächen können zu thermischen Gefährdungen führen. Zum Beispiel zählen Trockeneis, Heißdampf, Fett oder siedendes Wasser zu möglich Gefährdungsquellen. Weiterhin gehören folgende Qeullen zu den thermischen Gefährdungen:

  • heiße Gegenstände oder Stoffe
  • Flammen, Explosionen
  • Strahlung von Wärmequellen
  • heiße oder extrem kalte Arbeitsumgebung

Elektrizität kann die Ursache von Bränden und Explosionen sein. Außerdem können Elektrische Gefährdungen gesundheitliche Schädigungen von Menschen oder Tieren verursachen. Entsprechend folgende elektrische Gefährdungen können im Maschinenbau auftreten:

  • Berühren spannungsführender Teil im Normalzustand bzw. im Fehlerzustand
  • Elektrostatik, Berühren aufgeladenener Teile
  • Annäherung an spannungsführende Teile (Hochspannung)
  • Thermische Strahlung, wegspritzende Teile, geschmolzene Teile

Durch den Umzug einer Maschine an einen anderen Ort können sich unter Umständen die räumlichen Rahmenbedingungen für diese ändern. Dadurch muss man die Maschine auf neu entstandene Gefährdungen überprüfen und diese anhand einer erneuten Risikobeurteilung bewerten.

Trennende Schutzmaßnahmen im Maschinenbau dienen dazu, Personen aus Gefahrenbereiche abzutrennen. Diese Schutzmaßnahmen müssen entsprechend:

  • widerstandsfähig gebaut sein,
  • nicht umgangen oder unwirksam gemacht,
  • keine zusätzlichen Gefährdungen verursachen,
  • ausreichend Abstand zum Gefahrbereich haben
  • Eingriffe zum Werkzeugeinsatz oder –wechsel oder zu Wartungsarbeiten möglichst ohne Entfernen der Schutzeinrichtungen zulassen. Der Zugang muss zudem auf den für die Tätigkeit notwendigen Bereich beschränkt bleiben.

die Maschinenbedienung und den Arbeitsprozess nicht mehr als notwendig behindern, um jeden Anreiz zur Umgehung zu mindern

Es gibt keine Aufstellung welche Sicherheitsfunktionen für die Inbetriebnahme einer Maschine außer Kraft gesetzt dürfen. Die Inbetriebnahme ist eine Lebensphase und muss man in der Risikobeurteilung betrachten. Es kann sein, dass bei der der Inbetriebnahme noch nicht alle Sicherheitsfunktionen implementiert bzw. installiert sind. Dann muss man aber weitere maschinenspezifische Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist ein Hersteller dazu verpflichtet, die von einer Maschine ausgehenden Gefährdungen durch Vibrationen zu beurteilen. Die Gefährdungsbeurteilung ist von fachkundigen Personen durchzuführen und das Ergebnis zu dokumentieren.

Emissionsschalldruckpegel ist eine Maßeinheit für den von einer Maschine am zugehörigen Arbeitsplatz verursachten Schalldruckpegel. Die Rückwirkung durch den Arbeitsraum und Fremdgeräusche sind beim Emissionsschalldruckpegel nicht berücksichtigt. Der Idealfall liegt vor, wenn die Maschine im Freien und in ruhiger Umgebung aufgestellt ist.

Der Schallleistungspegel beschreibt die gesamte wirkliche Schallenergie, die von einer Schallquelle abgeht. Hierdurch misst man wie viel Schall eine Maschine zusammen mit den räumlichen Verhältnissen am Aufstellungsort erzeugt. Der Pegel hängt dabei von der Intensität der abgestrahlten Schallwellen und von der Größe der Maschine ab. Diese akustische Kenngröße ist entscheidend für die Messung der Lärmbelastung an einem Arbeitsplatz.

Der Schallleistungspegel ist nicht mit dem Schalldruckpegel  zu verwechseln. Die dB-Werte beim Schalldruckpegel sind immer an die Entfernung (den Abstand) zur Schallquelle gebunden; dagegen haben die dB-Werte beim Schallleistungspegel logischerweise keine Beziehung zum Abstand von der Schallquelle. Die emittierte Schallleistung einer Schallquelle ist ortsunabhängig und raumunabhängig. Sie ist entsprechend für alle Entfernungen von der Schallquelle gleich.

Der Spitzenschalldruckpegel ist der Höchstwert des momentanen Schalldruckpegels und dient daher der Erfassung und Beurteilung potentiell akut gehörgefährdender Schallereignisse (z. B. Knalle, Explosionen).

Schallemission gibt an, wie viel Lärm Maschinen oder Anlagen erzeugen. Die Angaben von Schallpegelangaben für Maschinen sind immer eine Schallemission.

Der Schallimmissionswert gibt dagegen an, wie laut es an einem bestimmten Ort ist bzw. welcher Schalldruckpegel vorhanden ist.

Ein Betriebsartenwahlschalter (BAWS) ist zwingend vorgeschrieben, wenn eine Maschine bzw. Anlage mehrere Betriebsarten und/oder Steuerungsabläufe besitzt.

Die folgende Mindestanforderungen gelten für den Betriebsartenwahlschalter (BAWS):

  • Jede Schaltstellung darf nur eine Betriebsart ermöglichen
  • Die Betätigung des BAWS darf den Maschinen- bzw. Anlagenbetrieb nicht starten

Alle anderen Steuerfunktionen müssen dem BAWS untergeordnet sein, einzige Ausnahme ist die Not-Halt bzw. Not-Aus-Funktion

An gefährlichen handgeführten Geräten sind oft Totmannschalter angebracht. Sobald man den Schalter loslässt, stoppt das Gerät. Um den Betrieb wieder aufzunehmen, ist eine zusätzliche Schalthandlung erforderlich, um den Totmannschalter zu entriegeln. So ist verhindert, dass Geräte wie z.B. Kettensägen versehentlich eingeschaltet werden oder beim Herunterfallen weiterlaufen können.

Weiterhin gibt es bei nicht handgeführten Maschinen auch andere Varianten. Bei denen ist der Totmannschalter erst zwischen zwei „Stufen“ entriegelt. Wenn der Nutzer zu wenig oder zu stark drückt, stoppt die Maschine. So ist verhindert, dass die Maschine weiterläuft, wenn der Nutzer einen Anfall oder ähnliches hat und mit der Hand zum Beispiel verkrampft.

Ein Not-Aus-Schalter muss in roter Signalfarbe auf gelbem Grund entsprechend mit/ohne Beschriftung an der Maschine oder Anlage angebracht sein.

Eine Notfallvorrichtung, die in einer Gefahrensituation alle Prozesse bzw. den Betrieb einer Maschine oder Anlage unterbricht. Nach ISO 13850 gelten hierfür die folgenden beiden Punkte.

  • Die Not-Aus-Vorrichtung muss Gefahren für Personen, Schäden an der Maschine oder die laufende Produktion im Entstehen abwenden bzw. eine solche vorhandene Gefahr mindern.
  • Auslösung durch eine einzige menschliche Aktion.

Mechanische Gefährdungen im Maschinenbau können von kontrolliert bewegten ungeschützten Teilen, die frei zugänglich sind, ausgehen. Zum Beispiel können dies Oberflächen wie Ecken, Kanten, Spitzen oder Schneiden sein. Ebenso von unkontrolliert bewegten Teilen wie umstürzende, rollende oder herabfallende Teile. Die mechanischen Gefährdungen, die dadurch entstehen, sind:

  • Quetschen
  • Scheren
  • Schneiden, abschneiden
  • Einziehen, fangen
  • Stoßen
  • Durchstechen, einstechen
  • Reiben, abschürfen

Dementsprechend muss die Technische Dokumentation entsprechende Warnhinweise enthalten, um vor mechanischen Gefährdungen im Maschinenbau zu warnen.

Nein, so haben beispielsweise die EU-Konformitätserklärung bzw. die CE-Zertifizierung in Nordamerika im Gegensatz zu Europa keine Relevanz. Zudem geben in den USA unterschiedliche Normen, Vorschriften und Richtlinien vor, wie das Thema Maschinensicherheit zu gewährleisten ist. Weiterhin sind in den USA insbesondere Produktstandards, Brandschutzvorschriften, elektrische Richtlinien und nationale Gesetze relevant. Die wichtigsten darunter sind:

  • Occupational Safety & Health Administration (OSHA)
  • American National Standards Institute (ANSI)
  • Underwriters Laboratories (UL)
  • National Fire Protection Association (NFPA)

CE-Kennzeichnung

Eine Unterschrift auf der Konformitätserklärung gehört zu den zwingenden Bestandsteilen der Konformitätserklärung im Maschinenbau. Es gibt allerdings die Erleichterung, dass auch eine elektronisch erzeugte Unterschrift wie zum Beispiel eine eingescannte Unterschrift ausreichend ist. Ein Zusatz ähnlich „Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und daher ohne Unterschrift gültig“ genügt dahingehend nicht den Anforderungen einer Konformitätserklärung.

Der zur Erlangung einer Konformitätserklärung notwendige Prozess im Maschinenbau erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst ermittelt man die Bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts. Anschließend recherchiert man notwendige Normen und ermittelt alle Richtlinien, die das Produkt betreffen. Die spezifischen Anforderungen und Bedingungen für ein Produkt im Maschinenbau sind zu ermitteln, damit nur sichere Produkte in Verkehr gehen. Gegebenenfalls muss eine benannte Stelle mit im Verfahren zur Erlangung einer Konformitätserklärung angegeben sein. Die Prüfung des Produktes steht anschließend an. Die notwendige Technische Dokumentation ist zu erstellen. Diese übersetzt man dann in die Sprachen der Zielländer. Erst dann kann der Hersteller die Konformitätserklärung ausstellen und von einer berechtigten Person unterschreiben lassen.

Nein, eine unvollständige Maschine im Maschinenbau kann laut Maschinenrichtlinie keine CE-Kennzeichnung erhalten. Deshalb muss eine unvollständige Maschine auch mit einer Einbauerklärung in Verkehr gehen.

Entscheidend ob die Gültigkeit der CE-Kennzeichnung erlischt, ist ob man die betreffende Maschine wesentlich verändert hat. Hat man diese nachträglich in seiner Bauart oder Funktion verändert, muss man eventuell erneut ein Konformitätsbewertungsverfahren durchführen. Man muss prüfen, ob die Maschine noch alle gesetzlichen Mindestanforderungen einhält.

Eine Reparatur einer Maschine mit CE-Kennzeichnung führt zu einer Wiederherstellung des Urzustandes des Produkts. Die Gefährdungslage durch das Produkt entspricht nach der Reparatur entsprechend dem Zustand wie es zur Zeit der CE-Kennzeichnung war. Defekte Bauteile tauscht man gegen baugleiche Komponenten aus. Wenn die Funktion der Maschine und seinen elektrischen Eigenschaften unverändert bleibt, besteht keine Pflicht ein neues Konformitätsbewertungsverfahren durchzuführen.

Medizinprodukte ohne CE-Kennzeichnung dürfen nicht in den Verkehr oder in Betrieb gehen. Mit der CE-Kennzeichnung von Medizinprodukten dokumentiert der Hersteller die lückenlose Konformität mit den gesetzlichen Bestimmungen. Abhängig von der jeweiligen Risikoeinstufung des Medizinproduktes muss man zudem eine Benannte Stelle einschalten, deren Kennnummer der CE-Kennzeichnung beigefügt ist.

Dies hängt davon ab, ob in der Technischen Dokumentation die trennende Schutzeinrichtung konstruktiv für eine bestimmte Maschine ausgelegt ist. Ist dies der Fall, benötigt der Hersteller der Schutzeinrichtung keine CE-Kennzeichnung. Bei Schutzeinrichtungen, die unabhängig von einer Maschine konstruiert sind, ist davon auszugehen, dass es sich um Sicherheitsbauteile laut Maschinenrichtlinie handelt. In diesem Fall muss in der Technischen Dokumentation die trennende Schutzeinrichtung grundsätzlich mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein.

Die Benannte Stelle ist eine staatlich benannte und auch überwachte private Prüfstelle. Ihre Aufgabe ist es, die Konformitätsbewertung von Herstellern extern zu begleiten und zu kontrollieren. Ein Hersteller im Maschinenbau kann im Konformitätsbewertungsverfahren die Benannte Stelle frei wählen. Die benannte Stelle prüft die Erzeugnisse darauf, dass die Konformitätsbewertungsverfahren berücksichtigt sind, die in der jeweiligen Harmonisierungsrichtlinie vorgeschrieben sind. Hierdurch erlangt der Hersteller die Berechtigung eine Konformitätserklärung abzugeben und die CE-Kennzeichnung an sein Produkt anzubringen.

Eine Herstellererklärung kann für eine Maschine ausgestellt sein, die in eine andere eingebaut wird. Die Herstellererklärung im Maschinenbau muss dafür beinhalten:

  • Name und Anschrift des Herstellers
  • Beschreibung der Maschine
  • Ggf. die Fundstellen der angegebenen Normen
  • Hinweis, dass die Inbetriebnahme solange untersagt ist, bis nachgewiesen ist, dass die Maschine, in die das Produkt eingebaut ist, den Bestimmungen der Richtlinien entspricht
  • Ebenso Angaben zum Unterzeichner

Eine Konformitätserklärung kann für eine Maschine ausgestellt sein, die selbstständig funktionstüchtig ist. Die Konformitätserklärung im Maschinenbau muss dafür beinhalten:

  • Name und Anschrift des Herstellers
  • Beschreibung der Maschine
  • Genauso alle Bestimmungen, denen die Maschine entspricht
  • Angaben zum Unterzeichner
  • Ebenfalls angewendete nationale technische Normen und Spezifikationen
  • Ggf. die Fundstellen der angegebenen Normen

Die CE-Kennzeichnung bei Anlagen oder Maschinen ist nicht als Qualitätssiegel zu betrachten sondern als eine Kennzeichnung. Diese sagt aus, dass der Hersteller einer Maschine sich mit seinem vertriebenen Produkt an den einschlägigen EU-Richtlinien orientiert hat. Die Kennzeichnung dokumentiert, dass Anlagen oder Maschinen den Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der Europäischen Union entsprechen. Anlagen oder Maschinen, die aufgrund ihrer Art oder Beschaffenheit eine oder mehrere der EU-Richtlinien Anwendung findet, müssen mit der CE-Kennzeichnung versehen sein. Eine Inverkehrbringung dieser Maschinen oder Anlagen ist sonst nicht zulässig.

Sicherheitsbauteile und Maschinen, welche selbstständig funktionsfähig sind, können eine CE-Kennzeichnung auf Basis einer EG-Konformitätserklärung erhalten. Ohne Konformitätserklärung darf man jedoch das CE-Kennzeichen nicht an einer Maschine anbringen. Eine bloße Anbringung des Zeichens ist zudem ein Missbrauch, der rechtlich Folgen mit sich ziehen kann. Vor Anbringung des CE-Zeichens müssen alle Anforderungen der CE-Kennzeichnung erfüllt sein.

 

Die CE-Kennzeichnung  für Anlagen oder Maschinen gilt in sämtlichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zudem gilt sie darüber hinaus in den EFTA-Staaten (Europäische Freihandelsassoziation), das sind die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein sowie den Teilnehmerstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes. Sobald die Anlage oder Maschine die europäische Union verlässt, ist das CE-Kennzeichnung ungültig bzw. entfaltet keine Wirkung. Aufgrund von möglicher Doppeldeutigkeit der Zeichen oder Verwirrung der Kunden, empfehlen wir das entfernen der nicht zutreffenden Kennzeichnungen. Je nach Zielmarkt müssen die Anlagen oder Maschinen die entsprechenden Anforderungen der dortigen Kennzeichen erfüllen. So gilt beispielsweise für die USA das UL-Zeichen (Underwriters Laboratories). In Russland ist die TR-Zertifikate (russischen technischen Regelwerke ) und in China die CCC-Zertifizierung zu beachten.

Mit der CE-Kennzeichnung an Anlagen oder Maschinen drückt man aus, dass das gekennzeichnete Produkt den Bestimmungen der anzuwendenden EU-Richtlinien entspricht. Wo die Anlage oder Maschine hergestellt ist, ist dabei unabhängig. Ein Anlage oder Maschine mit der CE-Kennzeichnung kann somit überall auf der Welt hergestellt sein.

Das CE-Logo wird in der Regel an der Anlage oder Maschine selbst angebracht, alternativ auf einem daran befestigten Schild. Wenn dies nicht möglich ist, z. B. bei Kleinteilen oder bei Sprengstoffen, kann das CE-Logo sich auch auf der Verpackung oder den begleitenden Dokumenten befinden.

Bei größeren Produkten, also Maschinen oder Anlagen darf das CE-Logo nicht „irgendwo“ beliebig angebracht sein, sondern es sollte sich in unmittelbarer Nähe der Angaben zum Hersteller oder dessen Bevollmächtigten befinden. Oft gehört das CE-Kennzeichen daher zum Typenschild.

Unterhalb der CE-Kennzeichnung an einer Anlage oder Maschine kann sich eine vierstellige Ziffernfolge befinden. Diese stellt eine Codierung derjenigen neutralen Prüfstelle, die an der Prüfung der Konformität des jeweiligen Produktes beteiligt war. Die Codierung ist nicht bei jedem Produkt vorgeschrieben, daher gibt es CE-Logos mit und solche ohne Nummer.

Der eigentliche Prozess zur Erlangung der CE-Kennzeichnung ist komplex und aufwendig. Zuerst recherchiert man Normen und Richtlinien, die das Produkt betreffen. Darauf aufbauend findet eine Risikobeurteilung statt. Mit einem entsprechenden Sicherheitskonzept aus der Risikobeurteilung ist es möglich entsprechende Sicherheitseinrichtungen für die Maschine zu entwickeln. Darauf aufbauend erstellt man die Technische Dokumentation. Erst dann erstellt man die Konformitätserklärung und bringt das CE-Kennzeichen an.

Mit der EU-Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller, dass seine Produkt den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen aller relevanten europäischen Richtlinien entspricht. Die EU-Konformitätserklärung ist Basis für die CE-Kennzeichnung des entsprechenden Produktes.

Betriebsanleitung erstellen

Eine US-tauglich Betriebsanleitung sollte klare und kurze Sätze enthalten. Die Anleitung sollte eine brauchbare Struktur enthalten und das Format der Betriebsanleitung sollte einladend aussehen. Da die Verwendung der Anleitung oft unter nicht idealen Bedingungen stattfindet wie bspw. einer schlechten Beleuchtung, neue Mitarbeiter, Eile im Alltagsgeschäft muss die Betriebsanleitung einfach gehalten sein. Für den typischen amerikanischen Leser muss die Betriebsanleitung so einfach wie möglich geschrieben sein. Aktive Formulierungen sollen den Leser ansprechen, auch sollte für die USA die korrekte Grammatik und Rechtschreibung eine entscheidende Rolle spielen. Mit einer Übersetzung in britisches Englisch kommt man zudem in den USA nicht weit.

Ein logischer Aufbau von Handlungsanweisungen in der Technischen Dokumentation erleichtert dem Benutzer die Nachvollziehbarkeit der Handlung. Folgende Schritte sollte man demzufolge bei der Erstellung von Handlungsanweisungen befolgen:

  1. Warum muss eine Handlung durchgeführt werden? (Bsp.: Ein verstopfter Filter beschädigt die Maschine)
  2. Welche Voraussetzungen gibt es dafür? (Lampe leuchtet, wenn der Filter verstopft ist)
  3. Wie geht man der Reihe nach vor? (1. Zuerst Deckel öffnen 2. Filtersicherung entriegeln 3. …)
  4. Was ist das Ergebnis der Handlung? (Die Lampe an der Maschine erlischt)

Eine Betriebsanleitung erstellen bedeutet auch sich mit der logischen Abfolge der Kapitel innerhalb der Betriebsanleitung zu befassen. Die Abfolge der Kapitel sollte sich anhand der Lebensphasen des Produktes orientieren. Im Folgenden steht die logische Abfolge (nur die erste Hierarchieebene) der Kapitel einer allgemeinen Betriebsanleitung im Maschinenbau:

  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis für die gesamte Betriebsanleitung
  • Zweck dieser Betriebsanleitung
  • Orientierung in der Betriebsanleitung
  • Kapitel 1 Identifikation der Maschine
  • Kapitel 2 Maschinenbeschreibung, Aufbau und Funktion
  • Kapitel 3 Grundlegende Sicherheitshinweise
  • Kapitel 4 Transport, Aufstellung und Lagerung
  • Kapitel 5 Bedienungs- und Anzeigenelemente, Betriebsarten
  • Kapitel 6 Montage und Inbetriebnahme
  • Kapitel 7 Bedienung
  • Kapitel 8 Einrichten
  • Kapitel 9 Wartung und Instandhaltung
  • Kapitel 10 Entsorgung
  • Kapitel 11 Ersatzteilliste
  • Kapitel 12 Anhang

Nach dem Erstellen einer Betriebsanleitung liegen die Urheber-/Nutzungsrechte immer beim Ersteller des Dokumentes. Wir als Dienstleister für Technische Dokumentation sind natürlich gerne dazu bereit, Ihnen die ausschließlichen Nutzungsrechte an einer von uns erstellten Betriebsanleitung zu überlassen. Benötigen Sie Unterstützung bei der Erstellung einer Betriebsanleitung? Wir machen Ihnen gerne für die Erstellung und Pflege aller Technischen Dokumentationen ein Angebot. Rufen Sie hierzu uns einfach an oder schreiben uns eine E-Mail.

Beim Erstellen einer Betriebsanleitung sollte man drauf achten, ein Abbildungsverzeichnis mit einzubauen. Ein Abbildungsverzeichnis verhilft den Benutzer dabei, die Übersichtlichkeit in der Betriebsanleitung nicht zu verlieren. Der Zugriff auf gesuchte Informationen ist dadurch erleichtert. Wenn zum Beispiel eine Betriebsanleitung viele Abbildungen enthält, verhilft dem Benutzer das Abbildungsverzeichnis eine speziell gesuchte Abbildung (wie das Übersichtsbild über alle Not-Aus-Vorrichtungen an der Maschine oder Anlage) schneller zu finden.

Sie möchten eine gute und verständliche Technische Dokumentation von einem Experten erstellen lassen? Dabei sind wir Ihnen gerne behilflich. Wir können die Erstellung einer Technischen Dokumentation für Sie übernehmen und unterbreiten Ihnen dazu gerne ein Angebot. Für eine Angebotserstellung benötigen wir unter anderem folgende Daten:

  • CAD-Zeichnungen
  • Bilder
  • Technische Daten aus alten Anleitungen
  • Frühere Versionen Ihrer Betriebsanleitung oder eines ähnlichen Produktes
  • Weitere Dokumente wie zum Beispiel eine Risikobeurteilung

Bei der Erstellung einer Betriebsanleitung im Maschinenbau kann eine Checkliste an mehreren Stellen hilfreich sein. Beispielsweise bei der Erstellung eines guten Sicherheitskapitels. Dieses entsteht durch eine genaue Risikobeurteilung. Mit der Analyse von möglichen Gefahrenquellen kann man Risiken im Maschinenbau einschätzen und passende Gegenmaßnahmen treffen. Um mögliche Gefahren sinnvoll analysieren zu können, sollten alle relevanten Gesetzte und Normen bekannt sein. Alle relevanten Anforderungen trägt man in einer Checkliste zusammen, die dann zum Recherchieren und Kontrollieren der Risikobeurteilung verwendbar ist.

Beim Schreiben von Betriebsanleitungen kommen in der Regel der linksbündige Flattersatz und der Blocksatz zur Anwendung. Beim Flattersatz sollten die Zeilen stets wechselnde und deutlich unterschiedliche Längen besitzen. Blocksatz hingegen birgt die Gefahr, dass große Löcher im Text entstehen, an denen sich das Auge stört. Hier ist also ggf. eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich, da der Wortzwischenraum ungefähr der Breite des Buchstaben „i“ entsprechen sollte.

In einer Betriebsanleitung sollten pro Zeile zwischen 45 bis 65 Zeichen stehen. Bei einer Schriftgröße von 10 Punkten sollte der Zeilenabstand ungefähr 12 Punkte betragen. Wählt man eine größere Schriftgröße, so kann der Zeilenabstand dafür etwas geringer ausfallen. Bei langen Zeilen muss zudem der Zeilenabstand größer sein als bei kurzen Zeilen, damit der Text gut lesbar bleibt.

Die Kopf- und Fußzeile in der Betriebsanleitung können Sie nutzen, um dem Leser die Orientierung im Text zu erleichtern. In der Kopfzeile können zum Beispiel die Kapitelüberschriften stehen. Die Seitenzahlen stehen üblicherweise in der Fußzeile.

Bedrucken bzw. Nutzen sollte man in einer Bedienungsanleitung von jeder Seite nur ein bestimmter Teil. Die Fläche, die man auf einer Seite benutzt, bezeichnet man in der Typografie als Satzspiegel. Wie der Satzspiegel am Ende tatsächlich aussieht, hängt davon ab, ob es sich bei der Bedienungsanleitung um ein- oder doppelseitiges Format handelt. Bei einer einseitigen Anleitung haben die Größen der Stege, also die vier Seitenränder, ein anderes Verhältnis  zueinander, als bei einem doppelseitigen Format. Unabhängig davon werden nur ca. 2/3 der Seite tatsächlich bedruckt. Ungefähr 1/3 sollte frei bleiben.

Das wichtigste Kriterium beim Erstellen von Betriebsanleitungen, Gebrauchsanleitungen oder Montageanleitungen ist die Beschreibung der Funktionalität des Produktes. Einem Nutzer soll durch das Lesen der Betriebsanleitung, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitung die wichtigen Fragen nach dem WO, WER, WAS, WANN, WIE und WARUM vorweggenommen werden.

Beim Erstellen von Betriebsanleitungen, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitungen gilt es zudem einige Richtlinien und Normen zu beachten. Zu den wichtigsten Richtlinien der EU, denen man Beachtung schenken muss, gehören die Maschinenrichtlinie, die EMV-Richtlinie und die Niederspannungsrichtlinie. Daneben gibt es je nach Art des Produktes weitere Richtlinien und Normen. Außerdem muss man die Regelungen der Zielmärkte (EU, USA, Russland, etc.) beachten.

Für die Erstellung von Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen benötigen wir mindestens eine Risikobeurteilung. Zudem benötigen wir wenn möglich, mehrere Termine vor Ort am Produkt oder Gesprächstermine mit einem Konstrukteur. Ältere, ähnliche Anleitungen oder grobe Funktionsbeschreibungen des Produktes vereinfachen die Erstellung und berücksichtigen wir ebenfalls. Je nach vorhandenen Unterlagen stimmen wir unsere Abläufe mit den Abläufen von Ihnen ab.

Die Umrechnung der Maß- und Temperatureinheiten in Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitung sind für den amerikanischen Markt ein wichtiges Sicherheitskriterium. Viele Amerikaner können mit dem metrischen System nichts anfangen und durch bspw. falsch verstandene Abstände können gefährliche Situationen entstehen. Im Zuge der Anpassung der Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitung und deren Übersetzung können wir die Umrechnung der Einheiten übernehmen.

Für das Erstellen einer Betriebsanleitung fallen neben den gesetzlichen Grundlagen auch eine Vielzahl an Normen und Richtlinien an. Entsprechend schreiben diese vor, was eine Betriebsanleitung alles enthalten soll. Um nicht den Überblick über alle Besonderheiten der Technischen Dokumentation zu verlieren, sollte man Hilfsmittel verwenden. Empfehlenswert ist dabei der Einsatz von Checklisten, Leitfäden und Redaktionssystemen.

Bei der Erstellung einer Betriebsanleitung kann eine Checkliste an mehreren Stellen hilfreich sein. Beispielsweise bei der Erstellung eines guten Sicherheitskapitels. Dieses entsteht durch eine genaue Gefahrenanalyse. Mit der Analyse von möglichen Gefahrenquellen kann man Risiken einschätzen und passende Gegenmaßnahmen treffen. Um mögliche Gefahren sinnvoll analysieren zu können, sollten alle relevanten Gesetzte und Normen bekannt sein. Alle relevanten Anforderungen können in einer Checkliste zusammengetragen werden, die man dann zum Recherchieren und Kontrollieren der Gefahrenanalyse verwendet.

Abbildungen in der Betriebsanleitung sollten einheitlich gestaltet und angeordnet sein, um den Leser der Technischen Dokumentation nicht zu verunsichern. Ein allgemein gehaltenes Layout der Abbildungen sorgt für einen besseren Lesefluss. Außerdem steigert es die Verständlichkeit einer Betriebsanleitung.

Eine gute Darstellung der Betriebsanleitung beinhalten verständliche Abbildungen sowie ein logisch aufgebauter Fließtext. Damit wird das Produkt und alle für den Umgang benötigten Sicherheitshinweise deutlich beschrieben und dies zeichnet eine gute Gebrauchsanleitung aus. Übrigens erhalten Sie hier weitere Informationen in unserem Fachbuch-Verlag:
www.gft-verlag.de/de/3-buecher

Grafische Darstellungen einschließlich Sicherheitszeichen müssen für Zielgruppen leicht erkennbar und verständlich sein. Falls diese nicht einfach verständlich oder eindeutig sind, müssen die grafischen Darstellungen in der Betriebsanleitung erläutert sein.

Die Struktur der Betriebsanleitung sollte in der Reihenfolge stehen, wie auch der Lebenszyklus eines Produktes entsprechend aussehen würde. Folglich sollten die Einzelschritte in der Reihenfolge vorkommen, wie der Anwender mit einem Produkt Aufgaben erledigen würde. Eine mögliche Struktur würde beispielsweise so aussehen:

  • Transport, Montage und Installation eines Produktes
  • Inbetriebnahme
  • Betrieb
  • Instandhaltung und Reinigung
  • Außerbetriebnahme, Demontage, Entsorgung

Bei der Wahl des passenden Formats für die Betriebsanleitung kommt es vorrangig auf die Auslieferung des Produktes an. Für ein Mobiltelefon wird die Bedienungsanleitung vermutlich nicht im A4-Format erstellt sein, wenn Sie in die Verpackung passen soll. Hier ist eine Anleitung im Format A5 oder A6 sicher die bessere Wahl. Die Anleitung für eine Werkzeugmaschine hingegen, die man in der Werkstatt liest, ist im A4-Format für den Nutzer am hilfreichsten.

Abkürzungen oder Akronyme sollten vermieden werden. Sind diese oder andere Fachbegriffe unvermeidbar, müssen diese für die beabsichtige Zielgruppe dementsprechend verständlich aufgelistet und erklärt sein. Beim ersten Auftreten der Begriffe in der Betriebsanleitung sind diese zu erklären und/oder in einem Glossar zu verzeichnen.

Überschriften müssen leicht verständlich sein und sollten daher kurz und nummeriert sein. Sie dienen als Leitfaden, der den Nutzer der Betriebsanleitung durch das Dokument führt und ihm dabei hilft die erforderlichen Informationen zu finden. Empfehlenswert ist ebenfalls die Anwendung einer einheitlichen Strukturierungsmethode. Die Formulierungen und Struktur der Texte sollten die verschiedenen Textfunktionen unterstützen wie z.B.:

  • Thema (Überschrift)
  • Warnung
  • Beispiel
  • Beschreibung
  • Voraussetzung
  • Handlung
  • Ergebnis
  • Beschriftung einer Abbildung oder Tabelle

Bei der Formulierung einer Betriebsanleitung ist darauf zu achten, dass alle Informationen so einfach und kurz wie möglich gehalten sind. Sätze sollten eine einfache Satzstruktur vorweisen, kurz gehalten und grammatikalisch richtig sein. Querverweise sollten so wenig wie möglich vorkommen, damit das Dokument übersichtlich bleibt.

Es gibt drei grundsätzliche Layout-Typen, die für Betriebsanleitungen geeignet sind:

  1. Ein zweispaltiges Layout mit Marginalienspalte. Die äußere bzw. linke Spalte enthält hierbei ausschließlich Stichwörter sowie die Überschriften. Der Text und die Bilder sind in der inneren bzw. rechten Spalte anzuordnen. Durch die Stichwörter ist der Text gut strukturiert und leicht selektiv lesbar.
  2. Getrennte Spalten für Bilder und Text. Dieser Typ eignet sich, wenn viele Bilder verwendet werden (z. B. für Handlungsanleitungen, in denen die einzelnen Schritte genau beschrieben werden). Dabei werden die Bilder z. B. in der rechten Spalte untereinander angeordnet. In der linken Spalte steht neben jedem Bild ein möglichst kurzer erläuternder Text. Der Text wird dem Bild also auch optisch zugeordnet.
  3. Das einspaltige Layout. Hierbei sind die Bilder in einer eigenen Zeile zentriert zwischen den Absätzen bzw. Textblöcken angeordnet. Diese Variante ist mit jedem Textverarbeitungsprogramm einfach zu erzeugen. Allerdings werden die Zeilen bei diesem Layout-Typ relativ lang und damit schlechter lesbar. Auch die Zuordnung zwischen Text und Bild ist nicht immer sofort erkennbar.

Die Auswahl an Schriftarten scheint fast unbegrenzt zu sein. Aber nicht jede Schrift ist für eine Betriebsanleitung geeignet. Gedruckte umfangreiche Texte sollten mit Serifenschriften (Schriften mit „Füßchen“) gedruckt sein, der Leser ermüdet bei dieser Schriftart nicht so schnell beim Lesen. Als gängige Serifenschrift ist hier die Schriftart „Times“ zu empfehlen. Liest man den Text hingegen mehr auf Bildschirmen, so sind serifenlose Schriften geeigneter. Eine serifenlose Schrift ist z.B. die „Arial“ Schriftart.

  • Kursiv- oder Fettschrift sollte für Hervorhebungen nur sparsam eingesetzt werden. Doppelte Auszeichnungen (Kursiv und Fett) sollten in jedem Fall vermieden werden.
  • Die Schriftgröße für den Fließtext in Betriebsanleitungen im A4-Format sollten 10 bis 12 Punkte betragen. Für Anleitungen im A5-Format werden daher 8,5 bis 10 Punkte als Schriftgröße empfohlen.
  • Die Größe der Überschriften steigt mit jeder Hierarchieebene ab. Bei einer Schriftgröße von 10 Punkten sollte das Verhältnis der verschiedenen Überschriften 20:14:11 betragen. Auf die Verwendung von mehr als drei Hierarchieebenen sollte man ebenfalls nach Möglichkeit verzichten.
  • Verzichten Sie auf optische Spielereien im Fließtext. In der Regel erschweren Sie dem Leser dadurch den Überblick.

Beim Schreiben von Betriebsanleitungen kommen in der Regel der linksbündige Flattersatz und der Blocksatz zur Anwendung. Beim Flattersatz sollten die Zeilen stets wechselnde und deutlich unterschiedliche Längen besitzen. Für die richtige Ausführung ist daher häufig eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich. Blocksatz hingegen birgt die Gefahr, dass große Löcher im Text entstehen, an denen sich das Auge stört. Auch hier ist also ggf. eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich, da der Wortzwischenraum ungefähr der Breite des Buchstaben „i“ entsprechen sollte.

Die Kopf- und Fußzeile können Sie nutzen, um dem Leser die Orientierung im Text zu erleichtern. In der Kopfzeile können z. B. die Kapitelüberschriften stehen. Die Seitenzahlen stehen üblicherweise in der Fußzeile.

Redaktionelles Arbeiten in der Technischen Dokumentation

Um einen Redaktionsleitfaden in der Technischen Dokumentation stilgerecht zu entwerfen, kann man sich an ein paar sprachliche Regeln halten.

Formulierungen im Redaktionsleitfaden sollten zum Beispiel kein Passiv enthalten. Der Benutzer ist mit dem Text aktiv anzusprechen.
Hierzu ein Negativbeispiel, wo diese Regel missachtet wird:

„Die Späneanhäufungen hinter der Werkzeugbeladetür sind zu entfernen.“

Nach der Optimierung lautet der Satz:

„Entfernen Sie die Späneanhäufungen hinter der Werkzeugbeladetür.“

Die Satzlänge ist ebenfalls relevant. Länge Schachtelsätze sollte man vermeiden. Allgemein sollten Sätze im Redaktionsleitfaden nicht länger als 20 Wörter sein.
Auch sollte man im Text auf Modalverben wie bspw. „dürfen“, „können“ und „mögen“ verzichten. Diese Begriffe suggerieren dem Benutzer Möglichkeiten. Die Notwendigkeiten der Anweisungen für einen Redaktionsleitfaden in der Technischen Dokumentation müssen entsprechend formuliert sein.

Ein Redaktionsleitfaden in der Technischen Dokumentation ist kein Regelwerk. Er dient mehr dazu, die Anwender zu schulen. Deswegen sollten Inhalte gut und übersichtlich strukturiert sein. Beispiele verdeutlichen die Inhalte noch besser. Für einen Redaktionsleitfaden gilt: Je länger und dichter der Leitfaden, desto mehr muss er als Nachschlagewerk funktionieren.

Der Redaktionsleitfaden enthält eine Vielzahl an Vorgaben, die für die Erstellung von der Technischen Dokumentation innerhalb einer Redaktion verbindlich sind. Zudem benötigt die Erstellung eines Redaktionsleitfaden eine Menge Zeit. Der Zeitaufwand rechnet sich durch die verbesserte Konsistenz und Qualität der aus dem Leitfaden erstellten Dokumente.

Redaktionssysteme dienen zur Verwaltung der Technischen Dokumentation und den Metadaten wie Datenstruktur und Layout des Inhaltes. Das Spektrum an Funktionen umfasst unter anderem das Erstellen, Verwalten, Publizieren und Übersetzen von Inhalten. Zudem ist durch die modulare Arbeitsweise mit dem Redaktionssystem eine Versionskontrolle für die erstellten Dokumente vorhanden. Hierdurch kann man Änderungen in der Technischen Dokumentation leicht nachvollziehen.

Single Source Publishing steht für einen XML-Standard, auf dem moderne Redaktionssysteme in der Technischen Dokumentation basieren, die den Vorteil bieten, dass den Inhalt und Layout voneinander getrennt verwaltet. Der Content muss mann dann nicht unnötig mehrfach verwalten und kann diesen medienunabhängig nutzen. Diese Prozesse werden von spezieller Software unterstützt. Dabei geht es um die weitgehende Trennung von Inhalt, Struktur und Layout. Single-Source-Publishing bietet die Möglichkeiten, um die Datenverwaltung sinnvoll zu gestalten.

Dank der Wiederverwendbarkeit der Bausteine lassen sich die Betriebsanleitungen jeder Maschinenvariante nahezu automatisch aus dem System heraus generieren. Änderungen und Korrekturen an den Inhalten der Technischen Dokumentation nimmt man nur an einer zentralen Stelle vor. Die Änderungen und Korrekturen passen sich dann in allen betreffenden Dokumenten an.

Eine gute und verständliche Technische Dokumentation verringert Risiken, reduziert den Supportaufwand und erhöht die Kundenzufriedenheit. Zudem vermeidet eine klare und verständliche interne Sprache Fehler und beschleunigt Prozesse. Außerdem erhöht eine einheitliche Terminologie für Fachbegriffe (wie z. B. NiO, Schütz, usw.) die Verständlichkeit für den Nutzer der Technischen Dokumentation.

Terminologie in der Technischen Dokumentation sind die Einheitliche Formulierung von Fachbegriffen. Eine Betriebsanleitung für eine Maschine oder ein Gerät muss auch für Laien verständlich formuliert sein. Dabei sollte man gänzlich auf Synonyme verzichten und stattdessen auf konsistente Wiederholungen setzen. Ein Glossar mit den speziellen Fachausdrücken erleichtert die Einhaltung der erforderlichen Terminologie. Sinnvoll wäre auch die Anlegung einer Terminologiedatenbank. Sie bildet zudem eine gute Voraussetzung für spätere Übersetzungsarbeiten.

Text und Bild in der Technischen Dokumentation stellt eine sinnvolle Kombination dar, um eine Betriebsanleitung logisch und verständlich zu gestalten. Beide Komponenten ergänzen sich gegenseitig und sorgen damit für eine gut strukturierte Übersicht. Dies führt dazu, dass sowohl die motorische als auch die visuelle Wahrnehmung angesprochen wird. Der Benutzer erkennt die Botschaft auf einen Blick. Je leichter er die Anweisungen umsetzen kann, desto eher befolgt er die Hinweise in der Technischen Dokumentation und erhöht somit auch die Sicherheit im Gebrauch mit dem Produkt.

Videos sind in Marketing und Vertrieb bereits ein beliebtes Mittel, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen. In der Technischen Dokumentation können Videos zudem als spontanes Kommunikationsmittel eingesetzt werden. Eine Maschine oder ein Fertigungsprozess kann mit einer Kamera aufgenommen und von der Technischen Redaktion bearbeitet sein. Es ist damit zu rechnen, dass sich in den kommenden Jahren vermehrt audiovisuelle Inhalte in den Arbeitsalltag integrieren.

Videos in der Technischen Dokumentation kaschieren Leseschwächen der Anwender und erhöhen die Akzeptanz von Anleitungen. So können erklärende Videos als Add-on zur Papieranleitung die Verständlichkeit einer Maschine erhöhen. Die Erstellung von Videos führt dafür aber auch zwangsläufig zur Erhöhung der Dokumentationskosten. Die Technischen Redakteure benötigen neue Kompetenzen und Erfahrungen. Ob der Kunde die (teuren) Zusatzleistungen honoriert ist auch nicht gesichert.

Die Möglichkeiten für den Einsatz von Videos in der Technischen Dokumentation können in folgende Aufnahmesituationen unterteilt werden:

  • Bewegtes Objekt: Zum Beispiel ein Technisches Produkt in Bewegung
  • Animation: Abläufe in künstlicher Bewegung dargestellt
  • Moderation: Aufnahme eines Sprechers oder einer Sprecherin
  • Übersichtsfilm: Übersicht über eine Maschine beispielsweise durch Schwenken und Zoomen auf Details

Für die Technische Dokumentation sind folgende Kategorien von Produktionsformaten interessant:

  • Prozessdokumentation: Zum Beispiel Abläufe einer Maschine auf Videos aufnehmen
  • Screencasts: Beispielsweise die Aufzeichnung des Computerbildschirms
  • Utility Filme: Kurze Videoclips als Anleitungsersatz
  • Interner Wissensaustausch: Videos zum Informationsaustausch

Ein Screencast in der Technischen Dokumentation bietet einen ausgefallenen Weg zur Dokumentation einer Softwareanwendung. Zum Beispiel könnte ein Ingenieur eine neue Funktion an der Software einer Maschine erklären, während er seinen Bildschirm aufzeichnet. Mit einfachen Mitteln und bei entsprechender Nachbearbeitung können diese Aufnahmen in der Technischen Dokumentation eingesetzt werden.

Utility Filme in der Technischen Dokumentation kommen meist ohne Tonspur aus und eignen sich deswegen gut für den internationalen Gebrauch. Die sprachfreien und interaktiven Anleitungsvideos bestehen aus kurzen Videoclips, die miteinander verlinkt sind. Der Anwender kann sich die Aufgaben aus der Technischen Dokumentation Schritt für Schritt ansehen. Parallel dazu führt er die Handlung an der Maschine durch.

Wissen, Feedback oder Veränderungen in der Technischen Dokumentation können mit spontanen Bildschirm- oder Kameraaufnahmen weitergegeben werden. Durch solche Videos kann ein effizienter Informationsaustausch zwischen Technischen Redakteuren und anderen Abteilungen stattfinden. Der Aufwand für die Aufnahmen sollte man aber möglichst gering halten, da die Anzahl der Abrufe solche Videos gering ist.

Bestimmte Arbeitsschritte dürfen bei Videos in der Technischen Dokumentation ebenso wenig ausgelassen werden wie bei der Papierdokumentation. Dort sollte man für die Erstellung von Videos beachten:

  • Konzeption eines Videos mithilfe eines Drehbuchs und Storyboards
  • Sorgfältige Vorbereitung für den Dreh und angemessene Videoausrüstung
  • Professioneller Videoschnitt mit Anpassung auf die Bedürfnisse der Zielgruppe
  • Prüfung der Ergebnisse durch die Fachabteilungen

Ein Video in der Technischen Dokumentation sollte vorrangig informativ und bildend sein. Die Inhalte müssen zudem akkurat recherchiert und qualitativ hochwertig sein. Die Dauer eines Videos in der Technischen Dokumentation sollte kurz gehalten sein, die bevorzugte Länge liegt zwischen ein bis sechs Minuten. Ein oft unterschätzter Faktor in Videos in der Technischen Dokumentation ist eine gute Tonunterlegung. Sprecherkommentare und dezente musikalische Untermalung in guter Tonqualität erhöhen dabei den Mehrwert eines Videos.

Wir können für die Erstellung von Bedienungsanleitungen, Gebrauchsanleitungen oder Montageanleitungen mit mehreren, unterschiedlichen Redaktionssystemen arbeiten und umgehen. Daher sind wir sehr flexibel bei der Erstellung von Ihrer Anleitung. Wir arbeiten mit dem von Ihnen gewünschten System, entsprechend Ihrer Situation. Zudem können wir die Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung oder Montageanleitung auch als InDesign oder Word ausliefern.

Der Redaktionsleitfaden dient als ein frei zugänglicher Wissenspool beim Erstellen von redaktionellen Dokumenten. Der Redaktionsleitfaden wird unterstützend für die Erstellung und Gestaltung von Betriebsanleitungen eingesetzt. Alle Dokumente sollen in Bezug auf Layout und Text dank einem dafür vorhergesehen Redaktionsleitfaden einheitlich entstehen. Damit soll ein hohes Qualitätsniveau bei der Technischen Dokumentation erreichbar sein. Bei den Lesern der Dokumente fördert dies den Wiedererkennungseffekt und gesuchte Inhalte sind dadurch leicht zu finden. Weiterhin dient er als Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit oder auch als Hilfsmittel für die Einarbeitung neuer Kollegen.

Ein Redaktionsleitfaden kann viele Themen behandeln. Zum Beispiel können Layoutvorgaben, Terminologie und Informationsverteilung für Dokumente in einem Redaktionsleitfaden geregelt sein. Weiterhin können verwendete Tools für die Bild- und Mediennutzung in einem Leitfaden abgebildet sein. Auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Prozessabläufe können mithilfe eines Redaktionsleitfaden beschrieben werden.

Ein Redaktionssystem in der Technische Dokumentation dient zur Verwaltung von Dokumenten und Metadaten wie Datenstruktur und Layout des Inhaltes einer Betriebsanleitung. Das Spektrum an Funktionen umfasst dementsprechend das Erstellen, Verwalten, Publizieren und Übersetzen von Inhalten. Durch die modulare Arbeitsweise mit Redaktionssystemen ist eine Versionskontrolle für die erstellten Dokumente, anhand man Änderungen leicht nachvollziehen kann, möglich. Wenn Sie für Ihre Technische Dokumentation ein Redaktionssystem nutzen wollen, helfen wir Ihnen gerne dabei.

Wichtige Informationen in Abbildungen sollten mit Vermerken gekennzeichnet sein. Eine Legende unter der Abbildung, die solche Vermerke erläutert, ist dabei behilflich. Besonders umfangreiche Darstellungen mit viel Informationsgehalt besser auf mehrere Abbildungen aufteilen.

Die Abbildungen nicht mit Informationen in Textform belasten. Wenn die Betriebsanleitung in andere Sprachen übersetzt werden soll, behindern Texte in Abbildungen die Arbeit der Übersetzer. Diese müssen dann in manueller Arbeit die Texte aus den Abbildungen heraus übersetzen und nachsetzen. Dadurch steigen die Kosten für die Übersetzung.

In der Technischen Dokumentation ist die Nutzung von Abbildungen auf verschiedene Arten möglich. Darunter fallen:

  • Technische Illustrationen wie bspw. Schemazeichnungen, Ablaufdiagramme oder Funktionsdarstellungen
  • Fotografien von Maschinen, Bauteile, Werkzeuge, usw.
  • 3D-Abbildungen von z.B. Übersichtsdarstellungen, Schnittansichten, Explosionsdarstellungen
  • Symbolische Abbildungen wie bspw. Piktogramme und Symbole

Um den Informationsgehalt einer Abbildung auf das Wesentliche zu beschränken geht man am besten wie folgt vor:

  • Beschneiden der Abbildung: Dem Betrachter nur den wesentlichen Teil eines Bildes zeigen, indem die relevanten Informationen enthalten sind
  • Freistellen der Abbildung: Unwesentliche Informationen im richtigen Bildausschnitt ausblenden
  • Hervorheben von Informationen: Technische Hilfsmittel wie Markierungen, Pfeile, usw. verwenden, um kurzum bestimmte Informationen hervorzuheben

Übersetzung

Die Konformitätserklärung muss in der Amtssprache des Landes vorliegen, in der die Maschine Verwendung findet. Falls die ursprüngliche Konformitätserklärung in einer anderen Sprache erstellt ist, muss diese übersetzte Version ein Vermerk tragen. Der Vermerk auf der Konformitätserklärung ist mit „Übersetzung der Original-EG-Konformitätserklärung“ zu kennzeichnen.

Eine juristische Übersetzung benötigt man für das rechtssichere Handeln auf den nationalen und internationalen Märkten. Bei einer juristischen Übersetzung beglaubigt ein Übersetzer die übersetzten Dokumente auf Ihre Richtigkeit. Es bietet sich zudem an, einen beeidigten Übersetzer zu beauftragen, der das entsprechende Dokument übersetzt.

Zu den Dokumenten, die eine juristische Übersetzung benötigen, zählen zum Beispiel Urkunden, Diplome, Verträge, Ausweispapiere und Führungszeugnisse. Oft hängen wichtige Entscheidungen und Ereignisse von diesen Dokumenten ab. Die rechtliche Sicherheit und die genau Übersetzung haben bei einer juristischen Übersetzung oberste Priorität.

In Deutschland ausgestellte öffentliche Dokumente im Rahmen einer juristischen Übersetzung haben hierzulande Gültigkeit, sind jedoch im Ausland zumeist nicht anerkannt. Um diese international rechtlich beglaubigen zu lassen, benötigt man eine Apostille. Sie bestätigt die Echtheit der Urkunde, ihre inhaltliche Korrektheit sowie die Echtheit des verwendeten Stempels bzw. Siegels. Die Apostille kommt zwischen den Staaten zur Anwendung, die das „Haager Übereinkommen Nr. 12 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation“ unterzeichnet haben.

Der Unterschied zwischen einer Apostille und einer Legalisation besteht im dem Zielland, in der die juristische Übersetzung Anwendung findet. Eine Legalisation findet zur Beglaubigung von Dokumenten in den Ländern statt, die dem Haager Abkommen nicht beigetreten sind.

 

Eine juristische Übersetzung ist dann gültig, wenn sie ein öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Übersetzer beglaubigt hat. Durch einen Vermerk am Ende der juristischen Übersetzung bestätigt der Übersetzer, dass er eine korrekte Übersetzung vom Original vorgenommen hat. Die Regelungen für eine juristische Übersetzung sind länderspezifisch geregelt und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

In den USA gibt es mehrere Amtssprachen. Spanisch ist eine häufige Zweitsprache für US-Betriebsanleitungen. Man sollte darauf achten, dass die Übersetzung nur in Mexikanisches Spanisch stattfindet. Zudem sollte die spanische Übersetzung der US-Betriebsanleitungen auch aus der englisch sprachigen Version stattfinden.

Häufige sprachliche Probleme in US-Betriebsanleitungen sind, dass die Übersetzer das deutsch Geschriebene stur Wort für Wort übersetzen. Dies führt zu einer nicht US-tauglichen Anleitung. Der Sinn der übersetzten Anleitung muss erkennbar bleiben. Auch sollten keine Bandwurmausdrücke wie „Sicherungsschraubenanzugsmoment“ zum Einsatz kommen. Weiterhin muss man auf Germanismen und andere sprachliche Fehler vermeiden. Beispiele für Germanismen und die Übersetzung in US-Betriebsanleitungen:

Germanismen Britisch Englisch US-Englisch
Stand der Technik State of the technology State of the art
Stehbolzen stay bolt Shaft
Innensechskantschraube Head socket screw head screw

In der Technischen Übersetzung muss die Übersetzung einer Betriebsanleitung in die Amtssprache des Ziellandes übersetzt sein. Die Übersetzung muss laut Maschinenrichtlinie einen Verweis enthalten, wenn es nicht die originale Betriebsanleitung ist. Dies kann man beispielsweise durch den Zusatz „Übersetzung der Originalbetriebsanleitung“ erreichen.

Bei einem Korrektorat in der Technischen Übersetzung wird ein Text auf orthografische, grammatikalische und typografische Fehler geprüft. Dazu zählen die Rechtschreibung, Grammatik, regelkonforme Silbentrennung, Interpunktion (Zeichensetzung), Typografie (Anführungszeichen, Apostrophe, Gedanken-/Bindestriche, Einzüge, usw.) und eine einheitliche Schreibweise. Dieser Schritt geschieht erst an der Endfassung eines Textes, zum Beispiel unmittelbar vor dem Druck.

Der Unterschied zwischen einem Lektorat und einem Korrektorat in der Technischen Übersetzung besteht im Inhalt des Textes. Das Lektorat handelt von der stilistischen und sprachlichen Begutachtung und Überarbeitung des Textes. Ein Lektor hat die Fähigkeit, den Gesamtüberblick über einen Text zu behalten und zudem Inhalte dem Nutzer verständlich zu übermitteln. Ein Korrektor hingegen kennt die grammatikalischen, orthografischen und typografischen Regeln einer Sprache und hat ein Auge für alle möglichen Fehler.

Aufgrund verschiedener Dehnungen der Texte während der Technischen Übersetzung kommen unterschiedliche Sprachstrukturen zusammen. Die russische Sprache ist beispielsweise mit dem kyrillischen Alphabet im Vergleich zur Deutschen Sprache breiter aufgestellt. Dadurch bekommt eine Technische Übersetzung aus dem Deutschen ins Russische ein größeres Textvolumen.

Abhängig von dem zu übersetzenden Dokument kann in der Technischen Übersetzung eine große Menge an Nachsetzungsarbeit anfallen. Texte in Bilder beispielsweise erhöhen den Aufwand für den Übersetzer. Dieser muss für das richtige Layout die Übersetzung dann manuell in den Abbildungen nachsetzen. Ebenso mehrere Leerschritte und Tabstopps hintereinander in einem Dokument erkennen gängige CAT-Tools nicht. Diese Nacharbeiten am Layout muss man nach der Übersetzung noch manuell durchführen. Ein gut vorbereitetes Dokument für die Technische Übersetzung mindert den Aufwand zum Übersetzen und spart Kosten.

In der Technischen Übersetzung ist Rumänisch eine romanische Sprache aus dem italischen Zweig des indogermanischen Sprachstamms. Rumänisch ist zudem die Amtssprache Rumäniens und der Republik Moldau. Bis 1862 schrieb man außerdem Rumänisch in kyrillischer Schrift. Heute umfasst das Rumänische Alphabet die Lateinschrift mit fünf Sonderzeichen:  î, ș, ț, ă, â

Selbstverständlich behandeln wir alle Informationen, die Sie uns für eine Technische Übersetzung überlassen, absolut vertraulich. Sowohl wir als auch unsere Übersetzer haben uns zu größter Diskretion verpflichtet.

Eine Technische Übersetzung ins Hebräische wird mehr Zeit in Anspruch nehmen als in anderen Sprachen. Zum einen liegt es daran, dass die Nachfrage an Hebräisch Übersetzungen nicht groß ist und es wenige Hebräisch Übersetzer gibt. Zum anderen ist man bei einem Übersetzungsauftrag darauf angewiesen, dass der Übersetzer verfügbar ist. Da es sich bei Hebräisch um eine linksläufige Schrift handelt, nehmen die Übersetzung und das Layout auch entsprechend mehr Zeit in Anspruch.

Sprachen haben unterschiedliche Sprachstrukturen, weswegen in der Technischen Übersetzungen verschieden ausgeprägte Dehnungen der Texte vorkommen. Die englische Sprache ist beispielsweise im Vergleich zur Deutschen Sprache kompakter. Eine Technische Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische hat deswegen ein kleineres Textvolumen.

Die Überführung vorhandener Übersetzungen in ein Translation Memory (TM) System bezeichnet man als Alignement in der Technischen Übersetzung. Zusammengehörende Ausgangs- und Zieltexte von bereits bestehenden Übersetzungen werden dadurch in das Translation Memory mittels einem Alignement eingepflegt. Durch ein Alignement kann beispielsweise ein noch neues TM mit wenig Inhalt mehr an Volumen gewinnen und ermöglicht bessere Ersparnisse in der Technischen Übersetzung.

Das Lektorat in der Technischen Übersetzung umfasst für gewöhnlich die rechtschreibliche, stilistische, grammatikalische und inhaltliche Verbesserung von Texten. Allerdings ergeben sich hinsichtlich verschiedener Textformen und Anforderungen an das Lektorat auch unterschiedliche Schwerpunkte. Zum Beispiel ist bei einem Werbelektorat nicht nur die formale Korrektur der Texte wichtig. Die Prüfung eines Textes in dem Hinblick auf die Eignung für ausgesuchte Zielgruppen ist ebenfalls notwendig. Bei einem rechtlichen Text kann ein kleiner Fehler in der Übersetzung enorme rechtliche Auswirkungen haben. Deswegen ist ein Lektorat allgemein zu empfehlen.

Die arabische Schrift ist eine Kurrentschrift, die sich im Laufe der Geschichte verschliffen hat. Da die Buchstaben in einem Wort verbunden werden, gibt es bis zu vier verschiedene Formen eines Buchstabens: allein stehend, nach rechts verbunden, nach links verbunden und beidseitig verbunden. Das arabische Alphabet kennt nur Konsonanten und Langvokale. Die arabische Schrift liest man von rechts nach links. Aus diesem Grund haben einige Textprogramme Schwierigkeiten arabische Texte korrekt darzustellen.

Eine Normzeile in der Technischen Übersetzung enthält 55 Anschläge einschließlich Leerzeichen. Normzeilen nutzen einige Dienstleistern in der Übersetzungsbranche, um den Umfang von Technischen Übersetzungen einzuschätzen und abzurechnen. Wir nutzen die Wortanzahl, da sie uns und den Übersetzern eine genauere Angabe über den Umfang der Übersetzung gibt.

Alle quelloffenen Dateiformate können Sie uns für eine Technische Übersetzung schicken. Wir verarbeiten die gängigen Office Formate (wie Word, Excel oder Power Point) genauso wie die meisten anderen Dateiformate (z.B. IDMLs oder XMLs). Wir analysieren die Daten für die Technische Übersetzung und nachdem die Daten verarbeitet sind, machen wir Ihnen ein Angebot auf Basis dieser Analyse. Sollten dabei Probleme auftreten, wenden wir uns an Sie und schauen nach einer Problemlösung.

Unsere CAT-Tools, die die Erstellung von Technischen Übersetzungen erleichtern, benötigen für die Verarbeitung quelloffenen Dateiformate. Geschützte Formate für die Technische Übersetzung wie eine PDF sind zwar möglich zu verarbeiten. Dabei können aber längere Bearbeitungszeiten und zusätzliche Kosten für die Umformatierung anfallen. Es sind auch weitere Sonderformate für eine Technische Übersetzung möglich, fragen Sie uns einfach danach.

Der Preis einer Technischen Übersetzung setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Für manche Sprachkombinationen gibt es wenige Übersetzer und nur wenige Nachschlagewerke oder Referenzen, die den Prozess vereinfachen. Dies hat Auswirkungen auf den Preis der Technischen Übersetzung, weil der Übersetzer mehr Zeit für Recherche und Übersetzung benötigt. Das Fachgebiet spielt hierbei natürlich auch eine Rolle. Zu manchen hochspezialisierten Themen muss sich ein Übersetzer erst informieren, um den Sachverhalt zu verstehen und dann funktionsgerecht und verständlich übertragen zu können. Manche Übersetzer sind zudem auf einige Randgebiete in der Wissenschaft spezialisiert und können durch ihre Erfahrung einen höheren Preis ansetzen. Das Format der Texte kann einen Einfluss auf den Aufwand der Vor- und Nachbereitung haben, der sich im Preis widerspiegelt. Zuletzt spielt auch die Lieferzeit eine Rolle. Je eiliger die Technische Übersetzung ist, desto höher der Preis um die Arbeit des Übersetzers zu kompensieren.

Ein guter Übersetzer in der Technischen Übersetzung beherrscht die Sprachen, in die er übersetzt auf sehr hohem Niveau. Zudem ist er auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert. Er bildet sich immer weiter, indem er z.B. Fachzeitschriften liest um auf seinem Fachgebiet stetig sein Wissen zu erweitern. Allgemein verfügt ein guter Übersetzer über ein breites Allgemeinwissen. Man erkennt einen guten Übersetzer beispielsweise daran, dass er genau abschätzen kann wie lange er für eine Übersetzung braucht. Ebenso die stete termingerechte Lieferung ist ein Merkmal für einen guten Übersetzer in der Technischen Übersetzung. Außerdem zeichnet einen guten Übersetzer aus, dass er Fragen stellt, um den Text korrekt zu übersetzen.

Sie können gerne für Ihre Technische Übersetzung von uns eine Probeübersetzung anfordern. Je nach Wunschzielsprache können Sie uns dafür einen kleinen Text von etwa 200 Wörtern zukommen lassen. Diesen übersetzen wir für Sie kostenlos, damit Sie sich von uns einen Eindruck verschaffen können.

In der Technischen Übersetzung vergleicht ein Translation Memory System den Inhalt des aktuellen Segments im Ausgangsdokument mit Segmenten in derselben Sprache im Translation Memory. Das Programm sucht Segmente, die über eine ausreichende Menge gemeinsamen Inhaltes mit dem Dokument verfügen.

Der Grad des Matches zwischen dem Segment des Ausgangsdokuments und einem Translation Memory-Segment wird als Prozentzahl ausgedrückt. Deckt sich zum Beispiel der Inhalt eines Translation Memory-Segments exakt mit dem Dokumentsegment, handelt es sich um einen 100 %-Match. Bei einem 100 %-Match muss zudem der gesamte Inhalt (alle Zeichen und Zeichenformatierungen) des Segments im Ausgangsdokument mit dem Inhalt des Translation Memory-Segments exakt identisch sein.

Wenn ein Dokumentsegment und ein Translation Memory-Segment exakt übereinstimmen und den gleichen Dokumentkontext verfügen, handelt es sich um einen Kontext-Match.

Ein Match mit einer Übereinstimmung unterhalb von 100 % wird als Fuzzy-Match bezeichnet. Ein Fuzzy-Match kann jeden Wert zwischen 99 % und 1 % aufweisen.

Ein Kontext-Match in der Technischen Übersetzung bei einem Translation Memory System liegt bei einem 100 %-Match zwischen dem Translation Memory-System und dem zu übersetzenden Dokument vor und beide Segmente müssen den gleichen Dokumentenkontext aufweisen. Ein Dokumentsegment und ein Translation Memory-Segment verfügen über den gleichen Kontext, wenn ihre jeweils vorausgehenden Segmente identisch sind. Das Kontext-Matching ist möglich, weil im Translation Memory System Kontextinformationen abgespeichert sind. Wenn Sie einem Translation Memory eine neue Übersetzung hinzufügen, werden drei Segmente hinzugefügt.

In der Technischen Übersetzung ist ein Kontext-Match höherwertiger als ein 100 %-Match. Der Kontext-Match berücksichtigt als Kontext den jeweiligen vorangehenden und nachfolgenden Satz. Das Translation Memory System erkennt, ob dieser Satz in einem ähnlichem Zusammenhang schon einmal zum Einsatz kam.

CAT ist die Abkürzung für „Computer Aided Translation“, was auf Deutsch so viel wie „Computer-unterstützte Übersetzung“ heißt. Ein CAT-Tool ist somit ein Softwareprogramm, das die Erstellung von Übersetzungen erleichtert. Solch ein Programm segmentiert einen zu übersetzenden Text in einzelne Segmente (Sätze) und präsentiert diese Segmente auf eine übersichtliche Weise, um den Vorgang des Übersetzens zu erleichtern und zu beschleunigen. Die vielleicht wichtigste Funktion eines CAT-Tools aber besteht darin, die technischen Übersetzungen in einer Datenbank zu speichern, das sogenannte  Translation-Memory. Dadurch kann man Übersetzungen jederzeit wiederverwenden, selbst in ein und demselben Textdokument. Zu den bekanntesten CAT-Tools zählen unter anderem Across und SDL Trados, welche wir beide benutzen.

In der technischen Übersetzung gibt es zwischen den Sprachen Kroatisch, Serbisch und Bosnisch gewisse Unterschiede. Das Kroatische schreibt man nur in lateinischer Schrift. Im Serbischen sind die kyrillische und die lateinische Schrift parallel im Gebrauch, wobei in manchen Gebieten die kyrillische, in anderen die lateinische bevorzugt ist. In ganz Serbien und Bosnien werden aber in der Schule beide Alphabete unterrichtet. Jeder Serbe und Bosnier liest beide Schriften gleich fließend. Ebenso verwenden viele Sprecher aktiv beide Schriften abwechselnd. Das Bosnische schreibt man heutzutage fast ausschließlich in lateinisch. Das kroatische, bosnische und serbische Alphabet haben 30 Buchstaben.

Im Alltag und in den Medien findet in Serbien auch die lateinische Form der serbischen Sprache oft Anwendung. Nach der im November 2006 in Kraft getretenen Verfassung schreibt man die Sprache in Serbien jedoch offiziell in kyrillischer Schrift. Daher sollten im Bereich der technischen Übersetzung die Betriebsanleitungen in kyrillischer Schrift übersetzt sein.

Die Verrechnung / Weiterberechnung der Übersetzungskosten an Kunden ist selbstverständlich erlaubt. Da die technische Dokumentation (inklusive Übersetzung) wichtige Sicherheitsbestandteile des Produktes sind, müssen diese in der Kalkulation berücksichtigt sein. Die  Veränderung der Kosten (beispielsweise durch Anpassung/Neuerstellung von Anleitungen für einen neuen Zielmarkt) sollte man mit einkalkulieren. Die vermeintlichen Einsparungen dieser Kosten sind im Falle von Verstößen gegen Produktsicherheitsgesetz oder Produkthaftungsgesetz und den damit verbundenen, rechtliche Verfahren gering.

Die Übersetzung einer Betriebsanleitung für den amerikanischen Markt sollte auch in US-Englisch übersetzt werden. Britisches Englisch kann in Amerika missverstanden werden, was in Haftungsfällen sich negativ auswirken könnte. Viele Wörter unterscheiden sich im US-Englischen vom Britischen Englisch. Nachfolgend eine kurze Liste mit Unterschiede zum besseren Verständnis:

US-Englisch GB-Englisch
center centre
color colour
liter litre
meter metre
organization organisation
rationalization rationalisation

 

Wer eine Maschine samt Betriebsanleitung nach Amerika verschicken möchte, muss sich mit den verschiedenen Amtssprachen in den US-Bundesstaaten befassen. Bundesstaaten mit einem hohen lateinamerikanischen Bevölkerungsanteil verwenden zunehmend Spanisch als Amtssprache. Zudem kann abhängig von der Branche auch eine andere Sprache zwingend vorgeschrieben sein. Da in der Baubranche überwiegend spanisch sprechende Personen tätig sind, ist in mehreren Bundesstaaten vorgeschrieben die Betriebsanleitungen auf Spanisch auszustellen.

Die Übersetzung sollte in lateinamerikanisches Spanisch erfolgen. Diese neutrale Form des Spanischen verstehen die spanisch sprechenden Personen aus ganz Lateinamerika. Diese Form von Spanisch ist zudem ideal für Übersetzungen für den hispanischen Markt in den Vereinigten Staaten, Mittelamerika und Südamerika.

Ein TM (Translation Memory) ist eine Art Wörterbuch, welches verschiedene Dateiformate auf deren Inhalt analysieren kann, also ob bereits Übersetzungen enthalten sind oder ob sich Wörter in der Datei wiederholen, somit kann es Übersetzungskosten einsparen.

Sofern keine spezifischen Anforderungen für einen Prozess vorgesehen sind erfolgen mindestens folgende Schritte:

  • Vorprüfung, Auftragsumfangsprüfung
  • Einrichtung der angeforderten Arbeitsumgebung
  • ÜbersetzungKlärung inhaltlicher Fragen
  • Berücksichtigung von zusätzlichen Informationen/Terminologie
  • Revision (Vier-Augen-Prinzip)
  • Endkontrolle
  • Lieferung

Rein inhaltliche Transkription: Die einfachste und am schnellsten umzusetzende Transkriptionsart. Es geht einzig und allein um das Aufschreiben der inhaltlichen Aussagen. Die gesprochene Sprache wird also komplett standardisiert, einschließlich der Wortwahl und der Satzstellung. Die rein inhaltliche Transkription wird häufig bei Zeitungs- und Presseinterviews angewandt. Häufig wird der Text sogar im Anschluss an die Transkription einer intensiveren sprachlich-inhaltlichen Optimierung unterzogen.

Wörtliche Transkription: Bei der wörtlichen Transkription wird der gesprochene Text Wort für Wort aufgeschrieben. Normalerweise wird der Text dabei in Hochdeutsch bzw. der Standardform der jeweiligen Sprache verschriftlicht; aber auch dialektsprachliche und verkürzte Sprechweisen können auf Wunsch beibehalten werden.

Lautgetreue Transkription: Insbesondere für linguistische und soziologische Forschungen kann die lautgetreue Nachbildung der gesprochenen Sprache notwendig sein. Dialekte, Betonungen, Pausen, Intonation, Überlappungen von Äußerungen mehrerer Sprecher werden bei der lautgenauen Transkription möglichst exakt protokolliert.

In Zeiten der Globalisierung, wachsen Kinder oft auch in Familien auf, in denen ihre Eltern unterschiedliche Sprachen sprechen, die vielleicht nicht einmal der Sprache des Landes entsprechen, in dem die Familie wohnt.

In der ISO 17100 wird daher nicht direkt auf die Muttersprache abgestellt, sondern es werden angemessene Kenntnisse sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache gefordert. Diese Anforderungen werden zumeist von denjenigen Übersetzern am besten erfüllt, bei denen die Erstsprache auch die Muttersprache ist und die zusätzlich die wichtigen Erfahrungen im Sachgebiet in der jeweiligen Sprache erlangt haben.
Die Muttersprache, also eigentlich die Erstsprache, ist ein wichtiges Kriterium für die Auswahl von Übersetzern, muss jedoch differenziert betrachtet und durch weitere Qualifikationskriterien ergänzt werden.

Um Ihnen die richtige Übersetzung zu erstellen, ist es wichtig dass Sie uns nennen wo genau die Übersetzung benötigt wird, da sich das Chinesisch in Taiwan von dem in Hongkong unterscheidet.

Wenn Eigennamen in dem zu übersetzenden Dokument erscheinen, müssen wir wissen ob diese ins Chinesisch oder Englisch übersetzt werden sollen, oder im Deutschen bleiben dürfen. Bei Abkürzungen hilft es die ausgeschriebene Version zu erhalten um besser übersetzen zu können.

Wenn Nord Koreanisch benötig wird, muss dies  besonders erwähnt werden, da  anderenfalls als Standard in Süd Koreanisch übersetzt wird.

Die Schnelligkeit kommt vor allem mit der Übung, je nachdem um was es sich bei der Transkription handelt können zudem auch Abkürzungen, Sonderzeichen und ähnliches genutzt werden um, so Zeit und Kosten einzusparen.

Während im Ukrainischen und Polnischen nicht so viele von den „falschen Freunden“ existieren  und die Sprachen ähnlich klingen mögen, so sprechen Polen und Ukrainer doch sehr unterschiedliche Sprachen. Sie verstehen deshalb die Sprache des Anderen Landes nicht unbedingt.

Abgesehen davon, dass Polnisch in lateinischer Schrift (inkl. Sonderzeichen)  formuliert wird und nicht in kyrillischen Zeichen, hat es bei den Sprachen einige sogenannte „falsche Freunde“. Das bedeutet, dass sich einige Worte zwar gleich anhören in beiden Sprachen, jedoch unterschiedliche Bedeutungen haben. Es existiert der Mythos, dass alle Osteuropäer Russisch sprechen würden. Die Hälfte der Ukrainer und fast alle in Belarus sprechen Russisch, aber in Ländern wie Polen, Tschechien und den baltischen Ländern, ist dies nicht der Fall. Beim Lokalisieren von Produkten in Belarus kann nur Russisch verwendet werden, aber wenn man Produkte für Polen lokalisiert, sollte nie Russisch verwendet werden in der Hoffnung dass es verstanden werden würde, sondern nur Polnisch. Russischer Text könnte in Polen negativ aufgenommen werden und zum Teil auch in der Ukraine. Die politische Situation hat einen großen Einfluss auf die Akzeptanz der Sprache.

Wenn gesprochener Text langanhaltend verfügbar sein soll, ist das schriftliche Niederschreiben des gesprochenen Texts sehr zu empfehlen, da dieser nicht nur digital langanhaltend gespeichert werden kann, sondern auch als gedrucktes Formular archiviert werden kann.

Ist ein Text nur in beispielsweise chinesischen Schriftzeichen oder Kyrillisch vorhanden, so kann durch ein Transkript der Text für jeden verständlich gemacht werden, der diese Sprachen zwar spricht jedoch die Symbole nicht lesen kann, anhand dessen dass der Text in die Lautschrift (lateinische Schrift des Textes wie es gesprochen werden würde).

Während klare Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Spanisch bestehen, muss man zuerst festhalten, dass die Spanischsprachigen sich untereinander gut verstehen – ob sie nun aus Cádiz, Cusco, Salamanca oder Santo Domingo kommen. Es gibt aber dennoch einige Unterschiede zwischen dem in Spanien gesprochenen Spanisch und dem Spanisch, das man in Lateinamerika spricht. In Lateinamerika ist es normal, sie als „castellano“ zu bezeichnen (kastilisch, gemäss der Region Kastilien), im Gegensatz zu Spanisch. Das ist auch in Teilen Spaniens der Fall, wo die regionalen Sprachen wie Galizisch und Katalonisch als offizielle Sprachen ebenfalls „Spanisch“ genannt werden könnten. Die grosse Mehrheit der spanischen Wörter ist universell, doch Einige sind es nicht. Beispiele dafür sind „teléfono móvil“ /“ celular“ sowie „ordenador“ / „computadora“, wobei das zweite Wort der beiden Paare in Lateinamerika gebraucht wird. Es gibt auch viele Wörter, die in den verschiedenen Dialekten anders aussehen. So zum Beispiel heisst ein Kugelschreiber in Spanien „boligrafo“, in Chile „lápiz pasta“, in Argentinien “lapicera“ und so weiter.

Klären Sie daher wo Ihre Übersetzung verwendet wird damit

Schreibung oder Wegfall von Konsonanten:
Die ersten Konsonanten von Konsonantengruppen in den lateinischen Vorbildern der portugiesischen Wörter werden dann weggelassen, wenn sie nicht mehr gesprochen werden, dabei geht es hauptsächlich um den Buchstaben „c“ in den bisherigen Verbindungen „cc“, „cç“ und „ct“ und den Buchstaben „p“ in den bisherigen Verbindungen „pc“, „pç“ und „pt“.

Wird das erste „c“ oder das „p“ in diesen Kombinationen je nach Sprachgebiet teils ausgesprochen, teils nicht, sind beide Schreibweisen möglich und folgen der jeweiligen Aussprache. Soweit verschiedene Schreibweisen zugelassen sind, sind die Fälle häufiger, in denen ein Konsonant in Brasilien stumm ist, in Portugal hingegen ausgesprochen und geschrieben wird.

Kleinschreibung:
Entgegen bisheriger Übung werden Monatsnamen  und Jahreszeiten künftig klein geschrieben.

Das Standardportugiesisch, auch als Estremenho bezeichnet, hat sich in der Geschichte häufiger geändert als andere Variationen. Alle Formen der portugiesischen Sprache Portugals können nach wie vor im brasilianischen Portugiesisch gefunden werden. Afrikanisches Portugiesisch, besonders die Aussprache von São Tomé und Príncipe (auch Santomense genannt), hat mit brasilianischem Portugiesisch viele Gemeinsamkeiten. Die Dialekte Südportugals haben ebenfalls ihre Eigenheiten bewahrt, wozu die besonders häufige Benutzung des Gerundiums zählt. Dagegen sind Alto-Minhoto und Transmontano in Nordportugal der galicischen Sprache sehr ähnlich.
Das Standard-Portugiesische aus Portugal ist in den früheren afrikanischen Kolonien die bevorzugte Aussprache. Deshalb kann man zwei Formen unterscheiden, nämlich die europäische und die brasilianische; wobei man gemeinhin vier große Standard-Aussprachen unterscheidet, nämlich jene von Coimbra, Lissabon, Rio de Janeiro und São Paulo, dies sind auch die einflussreichsten Ausspracheformen.

Informieren Sie sich daher welches Portugiesisch benötigt wird.

Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihre Texte in das richtige Chinesisch übersetzt werden, sollten Sie prüfen wo genau die Übersetzung gebraucht wird. Je nach Region wird dann zwischen traditionellem und vereinfachtem Chinesisch unterschieden. Mandarin ist übrigens nur eine Bezeichnung für eine gesprochene Sprache, vergleichbar mit Hochdeutsch – Mandarin wird also allgemein verstanden und ist in der Übersetzungsbranche für schriftliche Übersetzungen mit dem vereinfachten Chinesisch gleichzusetzen.

Übrigens: Das traditionelle Chinesisch welches in Taiwan verwendet wird, ist anders, als das was in Hong Kong und ebenfalls als das, was in chinesischen Gemeinschaften in Europa und Amerika genutzt wird.

Prüfen Sie also genau wo Ihre Übersetzung benötigt wird.

Im Spanischen gibt es unterschiedliche „Dialekte“, so gibt es beispielsweise mexikanisches oder lateinamerikanisches Spanisch. Prüfen Sie daher in welcher Region die gewünschte Übersetzung verwendet wird sodass wir den Übersetzer informieren können.

Bei Englisch Übersetzungen ist es entscheidend wo diese genutzt werden sollen. Britisches Englisch wird eigentlich weltweit verstanden, jedoch sollten Sie bei Übersetzungen in die USA immer US-Englisch verwenden da hier doch teilweise eigene Wörter für bestimmte Begriffe genutzt werden und allgemein auch Unterschiede in den Sprachen vorzufinden sind z.B. wird BE: colour zu AE: color. Klären Sie mit den Kunden bzw. intern welches Englisch gewünscht ist.

Diese Übersetzer werden in Deutschland durch ein Landgericht öffentlich bestellt und dort beeidigt bzw. ermächtigt. Diese Ermächtigung ermöglicht es ihnen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übertragung in die Zielsprache zu bestätigen. Beglaubigte Übersetzungen werden als Beweisurkunden vor Behörden und Gerichten, beispielsweise bei der Heirat eines Ausländers, benötigt.

Die russische und die ukrainische Sprache gehören beide zur Gruppe der ostslawischen Sprachen und werden mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben. Allerdings unterscheiden sich einige Buchstaben in den jeweiligen Alphabeten voneinander.

Ukrainisch ist zwar ebenso wie die russische Sprache aus der urslawischen Sprache entstanden, entwickelte sich aber zunehmend als selbstständige Sprache mit eigenem Wortschatz, eigenem Satzbau und eigener Lautbildung.

Ja unsere Angebote werden immer kostenfrei erstellt und sind unverbindlich.

Farsi (Persisch) ist die Bezeichnung der offiziellen Amtssprache im Iran. Farsi und Persisch sind demnach nur unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Sprache.

Dari ist die Amtssprache in Afghanistan. Sie ist sehr stark mit Farsi verwandt und kann als Dialekt dieser Sprache angesehen werden. Sie hat viele Gemeinsamkeiten mit Farsi. In der Umgangssprache wird dieser Dialekt jedoch häufig nicht „rein“ gebraucht, sondern abgewandelt. In Afghanistan wird neben Dari auch noch Paschtu gesprochen

Zwischen Persisch, Dari und Farsi gibt es (fast) keinen Unterschied. Dari hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Persischen. Für die Bezeichnung der Sprache im Iran sollte man entweder Persisch oder Farsi verwenden. Wenn man über die afghanische Sprache spricht, ist Dari die bessere Bezeichnung.

Obwohl maschinelle Übersetzungen immer besser werden, können sie nicht die Arbeit eines Übersetzers leisten. Seit Jahrzehnten prophezeien einige Computerexperten und Sprachwissenschaftler, dass das Wesen der Sprache rasch ergründet sein und das Übersetzen dann zur einer reinen Frage der Rechenkapazität werde. Bis heute ist jedoch keine anwendbare Lösung gefunden worden.

Übersetzer verwenden zwar immer mehr Werkzeuge (sogenannte Übersetzungstools), die das Übersetzen beschleunigen und beispielsweise Wiederholungen in Texten erkennen. Vollständig durch Computer generierte Maschinenübersetzungen können jedoch bei weitem noch nicht in der professionellen Übersetzungsindustrie eingesetzt werden. Übersetzen ist ein Handwerk, bei dem Kreativität, Sprachgefühl und kultureller Hintergrund eine wichtige Rolle spielen. Eine Übersetzungsmaschine kann einen Text nicht interpretieren, weshalb es zu grammatikalischen und inhaltlichen Fehlern kommt. Sie kann lediglich hilfreich sein, wenn es darum geht, einen ersten Eindruck vom Inhalt eines Textes zu gewinnen.

Die Übersetzungskosten eines Dokuments werden bei uns ganz individuell ermittelt. Senden Sie uns Ihr Dokument zu, erhalten Sie von uns innerhalb kurzer Zeit ein kostenloses Angebot. Dabei berücksichtigen wir neben der Sprachkombination den Schwierigkeitsgrad, die gewünschte Lieferzeit, Textwiederholungen und anderes. Auf der Basis dieser Daten suchen wir außerdem den passenden Übersetzer für Ihr Dokument aus. Dieser ist jedem Fall ein muttersprachlicher Übersetzer mit den entsprechenden Kenntnissen des jeweiligen Fachbereichs.

Wir behandeln sämtliche Texte und Daten unserer Kunden absolut vertraulich. Unsere Vertraulichkeitsklausel ist für jeden von uns beschäftigten Übersetzer sowie Projektmanager bindend. Die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen werden selbstverständlich eingehalten. Bei Bedarf unterzeichnen wir gerne Ihre Geheimhaltungsvereinbarung für Sie.

Mit dem Begriff „Besprechungen“ werden unterschiedliche Ereignisse wie Betriebsversammlungen, Telefonkonferenzen, Interviews und sonstige Gespräche stark verallgemeinert, doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie werden häufig aufgezeichnet und nachträglich in schriftlicher Form festgehalten. Hat sich beispielsweise ein Unternehmen zu einer neuen Firmenstrategie entschlossen, so kann dieser Beschluss in Form der Transkription an alle Mitarbeiter unkompliziert verteilt werden, handelt es sich um eine international agierende Firma, geschieht das gleiche in übersetzter Form. Diese Vorgehensweise gilt für viele Bereiche. Gerichtsprozesse oder diktierte Arzt- und Operations-Berichte geben gute Beispiele ab. Auch Studien und Forschungsarbeiten werden so für ihre Veröffentlichung aufbereitet, wobei sie in den meisten Fällen gleich in verschiedene Sprachen übersetzt werden.

Es gibt Tools die man zur Unterstützung heranziehen kann, diese sind derzeit noch nur für Audios mit einem Sprecher ausgelegt – gelegentlich ist es auch möglich mit zwei Sprechern, wenn diese sich regelmäßig abwechseln. Ganz verlässlich sind diese jedoch nicht und nach wie vor ist es auch eher eine Zukunftsversion, sich in diesem Bereich ausschließlich maschinelle Unterstützung hinzu zu holen. Es empfiehlt sich daher die Transkription weiterhin von Hand zu erstellen beziehungsweise erstellen zu lassen.

Wenn in Ihren Daten Texte enthalten sind die nicht übersetzt werden sollen, können Sie zum einen gewisse Segmente sperren, somit werden sie nicht ausgewertet und stehen auch nicht zur Bearbeitung für den Übersetzer zur Verfügung, ansonsten müssten Sie händisch die Teile entfernen die es nicht zu Übersetzen gilt – gerne können wir dies auch für Sie übernehmen! Später wird dann die Übersetzung an Sie zurück gesandt. Wenn Sie eine zweispaltige Datei z.B. in Excel haben wollen, oder eine mehrsprachige Worddatei, dann kann man die Übersetzung ausspielen und entsprechend im Original wieder zusammen setzen.

Ja durchaus. Der Standard ist:

  • Kein Match
  • 50-59%
  • 60-69%
  • 70-79%
  • 80-89%
  • 90-99%
  • 100%
  • Wiederholungen

Aber je nach Umfang und Komplexität der Aufträge lassen sich natürlich auch andere Auswertungen Ihrerseits erstellen.

Begriffe die in einer Termbank als „verboten“ oder veraltet markiert sind, sollten entweder nicht benutzt werden, weil sie falsch sind oder nicht mehr aktuell und daher kein Teil des Wortschatzes einer Firma oder Markenrichtlinien darstellen. Begriffe die nicht übersetzt werden sollten oder in dem Sinne verboten sind, dass sie zwar genutzt werden können, jedoch nicht übersetzt werden sollen sind das Gegenstück dazu – solche Begriffe sind beispielsweise Markennamen, Produktnamen, Ereignisnamen und Publikationsnamen.

Ja das ist möglich. Über den SDL MultiTerm beispielsweise lassen sich Terme von zweisprachigen Dokumenten, sowie von Translation Memory (TMs) extrahieren. Wenn Sie kein TM haben, können Sie eins erstellen indem Sie das Alignment-Tool verwenden und ein Ausgangs- und ein Zieltext einspielen, somit wird eine TMX-Datei (Translation Memory Exchange) erstellt.
Das TMX wird dann nur noch eingelesen und Abkürzungen und ähnliches werden aussortiert – fertig ist das TM.

Die Erfahrungen haben gezeigt dass es einfacher zu handhaben ist, wenn der Plural in der selben Termenbank abgelegt wird, da der Plural häufig genutzt wird.

Während ein TM ein Datenspeicher für komplette Sätze darstellt, speichert eine Termbank gewisse Begriffe und deren Übersetzungen. Ein TM arbeitet generell von einer Sprache in die Andere, z.B. von Englisch nach Deutsch. Eine Termbank kann mit vielen verschiedenen Sprachen arbeiten.

Ja, die Übersetzer erstellen Ihre Eigenen Listen und haben somit Zugriff auf Ihre Terminologieliste. Zusätzlich wäre eine Analyse mit dem GFT-Tool im Vorfeld der Übersetzung möglich, um eine Terminologieliste in Abstimmung mit dem Kunden zu pflegen. Der Kunde hat den Vorteil hier selber über die Terminologie mitbestimmen zu können und auch Zugriff auf die Terminologiliste.

  • Stellen Sie sicher dass Sie nach der Transkription saubere Sätze und fließende Übergänge im Text haben.
  • Bauen Sie den Text optisch ansprechend auf, indem Sie Absätze und Überschriften setzen.
  • Versuchen Sie den Leser persönlich anzusprechen.
  • Vermeiden Sie zu häufiges wiederholen von gleichen Information.

Die GFT-Gruppe bietet  Dolmetschereinsätze an, wenden Sie sich an unsere Kollegen der GFT Communicate. Die Kotaktdaten finden Sie unter: gft-communicate.de

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